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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 24.03.2017

Schriftstellerin Dora HeldtDie Frau für alle Fälle

Dora Heldt im Gespräch mit Susanne Führer

Dora Heldt zu Gast am Buchmesse-Stand von Deutschlandradio Kultur in Leipzig (Deutschandradio / Sven Crefeld)
Dora Heldt zu Gast am Buchmesse-Stand von Deutschlandradio Kultur in Leipzig (Deutschandradio / Sven Crefeld)

Kaum jemand kennt das Buchgeschäft von so vielen Seiten wie sie. Die Bestseller-Autorin Dora Heldt war viele Jahre als Vertreterin für den Deutschen Taschenbuchverlag unterwegs, bevor sie mit Mitte 40 ihren ersten Roman schrieb: "Ausgeliebt". Ihr großer Durchbruch kam mit dem dritten Buch "Urlaub mit Papa".

Ihre mittlerweile zehn Romane, besonders gern von Frauen gelesen, verkaufen sich millionenfach. Sicherlich auch, weil aus ihnen nicht nur viel Lebenserfahrung spricht – sie sind auch mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt.

"Das klingt jetzt so ein bisschen arrogant, aber wenn ich dann die Fahnen korrigiere, gibt es durchaus so Witze, wo ich dann lese und lache und denke: was für 'ne Super-Stelle, was warst du da in Form an dem Abend. Das ist jetzt nicht bei allen Stellen so, aber es gibt immer den Ehrgeiz, diesen Dreh zu kriegen, dass ich auch drüber lachen kann. Das möchte ich schon. Ich schreibe mich auch – oder ich versuche es zumindest – mich in so 'ne gute Laune rein zu schreiben."

Schauplatz vieler ihrer Bücher ist die Nordseeinsel Sylt, wo Dora Heldt, die eigentlich Bärbel Schmidt heißt, geboren wurde. Schon als Kind las sie viel; sie war die einzige, die sich mit zehn Jahren bereits fünf Bücher pro Woche in der Bibliothek ausleihen durfte, statt nur drei, wie alle anderen Kinder.

"Und es gab eine wunderbare Frau, die aussah wie Astrid Lindgren; und ich hatte eigentlich nur eine Genehmigung für drei – und ich musste ihr aber erzählen, welches Buch ich am besten fand."

Demnächst erscheint ihr zweiter Krimi

So lag es nahe, dass sie Buchhändlerin wurde und später Vertreterin für den Deutschen Taschenbuchverlag. Bis zum vergangenen Jahr war sie wochenlang unterwegs, um das Verlagsprogramm in den Buchhandlungen der Republik vorzustellen – unter ihrem bürgerlichen Namen Bärbel Schmidt. "Wir kennen die Buchhandlungen, wir kennen die Programme – und die verlassen sich auf uns, dass wir ihnen das richtige Programm zusammenstellen", sagt sie. Bücher der Schriftstellerin Dora Heldt auf der Buchmesse in Leipzig  (Deutschlandradio Kultur)Bücher der Schriftstellerin Dora Heldt auf der Buchmesse in Leipzig  (Deutschlandradio Kultur)

"Also, ich weiß, es gibt Bücher, die kann ich in Osnabrück gar nicht verkaufen, aber die laufen wie blöde in Emden – aus welchen Gründen auch immer."

Erst Ende des vergangenen Jahres hat sie gekündigt, um sich mehr aufs Schreiben zu konzentrieren. Inzwischen veröffentlichte Dora Heldt ihren ersten Krimi "Böse Leute", in drei Monaten erscheint ihr zweiter Krimi.

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(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 28.10.2016)

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