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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 16.01.2015

Schriftsteller Ian McEwanMystiker der Vernunft

Von Thomas David

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Der britische Schriftsteller Ian McEwan liest am 13.10.2013 in Köln auf der Lit.cologne Spezial in Köln. (imago/Horst Galuschka)
Der britische Schriftsteller Ian McEwan auf der Lit.cologne Spezial in Köln im Oktober 2013 (imago/Horst Galuschka)

Ian McEwan zählt neben Martin Amis und Julian Barnes zu den bedeutendsten britischen Schriftstellern seiner Generation. Freunde und Wegbegleiter äußern sich zum Werk des Autors, darunter der österreichisch-deutsche Daniel Kehlmann.

Auch in "Kindeswohl", seinem neuen Roman, setzt Ian McEwan die in den 70er-Jahren begonnene psychopathologische Erkundung der Ängste und Obsessionen seiner Figuren fort. Er erzählt von einer auf Familienrecht spezialisierten Richterin, die im Augenblick einer privaten Krise die schwerste Entscheidung ihrer Karriere treffen muss.

Enge Freundschaft mit Daniel Kehlmann

Thomas David hat den 1948 geborenen McEwan in den letzten Jahren wiederholt zu seinem Werk befragt und konnte ihn vor Erscheinen von "Kindeswohl" am Rande des im österreichischen Heidenreichstein abgehaltenen Festivals Literatur im Nebel begleiten. Neben McEwan selbst äußern sich Freunde und Wegbegleiter zum Werk des Schriftstellers, darunter Daniel Kehlmann und McEwans englischer Verleger Dan Franklin.

Daniel Kehlmann, deutscher Schriftsteller, aufgenommen am 03.03.2012 in Mainz. (picture alliance / Erwin Elsner)Daniel Kehlmann, deutscher Schriftsteller, aufgenommen am 03.03.2012 in Mainz. (picture alliance / Erwin Elsner)

Kehlmann erzählt davon, wie er Ian McEwan und seiner Frau Annalena geholfen hat, in Berlin eine Wohnung zu finden. Er habe sich mit den beiden schnell angefreundet und viel Zeit mit ihnen verbracht während gemeinsamer Ausflüge und Urlaube. Für Kehlmann sei ein Traum wahr geworden, indem er einen bewunderten Schriftsteller als engen Freund gewonnen habe.

Über McEwans Bücher sagt Kehlmann, sie "sind auch deswegen ganz besonders gut, weil sich seine Persönlichkeit sehr vollständig und reich in ihnen ausdrückt."

Das vollständige Manuskript der Sendung zum Nachlesen als PDF oder im barrierefreien txt-Format.

Mehr zum Thema:

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(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 08.01.2015)

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