Seit 05:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 13.11.2018
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Dienstag, 8. August 2017

Schriftsteller Gonzague Saint Bris ist tot

Er starb 69-jährig bei einem Autounfall

Der französische Schriftsteller Gonzague Saint Bris ist bei einem Autounfall mit 69 Jahren ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zu Dienstag in der Normandie in Nordfrankreich. Der 1948 in Loches in Zentralfrankreich geborene Schriftsteller hat rund 50 Werke veröffentlicht, vorwiegend Biografien. In Deutschland ist von ihm "Zu Gast bei Balzac. Dichter und Genießer" erschienen. Saint Bris wurde 2002 für "Les Vieillards de Brighton" mit dem renommierten französischen Literaturpreis Interallié ausgezeichnet. Im Jahr 1995 hat er das Literaturfestival "La Fôret des livres" gegründet, das am 27. August zum 22. Mal eröffnet werden soll.

Mehr Mittel für Dresdner Residenzschlosses

Bund gibt 6 Millionen Euro zusätzlich für Restaurierung

Der Bund unterstützt die Restaurierung des Dresdner Residenzschlosses mit weiteren sechs Millionen Euro. Die Vollendung des Schlosses, das als "europäisches Museum der Kunst und der Wissenschaft erstrahlen soll", sei damit einen entscheidenden Schritt näher gerückt, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters nach Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung mit dem Freistaat Sachsen. Das Geld fließt demnach in die Rekonstruktion des Turmzimmers sowie den Ausbau des Großen Ballsaals und des Propositionssaals zur musealen Nutzung. Grütters bezeichnete das Projekt als einen der "kulturellen Leuchttürme" im Osten Deutschlands. Das Dresdner Residenzschloss, in dem sich fast 800 Jahre Geschichte widerspiegelten, sei ein "herausragendes Zeugnis vielfältiger kultureller Einflüsse". Laut Grütters haben sich seit 2013 der Bund mit 29 Millionen Euro und das Land Sachsen mit rund 47,8 Millionen Euro am Wiederaufbau des Residenzschlosses beteiligt.

Hélène Martini ist tot

Sie starb 92-jährig in Paris

Im Alter von 92 Jahren ist die als "Kaiserin der Nacht" bekannte Pariser Club-Besitzerin Hélène Martini gestorben. Die langjährige Chefin des legendären Varieté-Theaters Folies Bergère starb bereits am Wochenende in der französischen Hauptstadt. Martini hatte sich ab den 1950er Jahren ein wahres Nachtclub-Imperium aufgebaut. Zwischenzeitlich gehörten ihr 17 Cabarets und Theater wie Les Bouffes Parisiens, Mogador, Comédie de Paris, Raspoutine und Shéhérazade. Nach und nach verkaufte sie die Clubs. Vom Folies Bergère trennte sich 2011 nach 37 Jahren - sie habe "genug gearbeitet", sagte sie damals. Die im heutigen Weißrussland geborene Martini war während des Zweiten Weltkriegs nach Paris geflohen. 1945 heuerte sie im Folies Bergère als Showgirl an. Ein Millionengewinn in der Lotterie erlaubte ihr aber, den Job an den Nagel zu hängen - und später selbst Cabarets aufzukaufen. Zuletzt lebte sie abwechselnd in einem Schloss südöstlich der französischen Hauptstadt und in ihrer Wohnung im Pariser Ausgehviertel Pigalle.

Mendelssohn-Medaille für ZERO-Künstler Mack

Die Preisverleihung findet am 6. September in Berlin statt

Der Künstler und Mitbegründer der Gruppe ZERO, Heinz Mack, wird mit der Moses-Mendelssohn-Medaille ausgezeichnet. Der 86-Jährige erhält die Medaille für sein Engagement für Toleranz und Völkerverständigung, wie die Moses-Mendelssohn-Stiftung in Berlin mitteilte. Die undotierte Auszeichnung wird seit 1993 in Kooperation mit dem Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien verliehen. Die Preisverleihung findet anlässlich des 288. Geburtstages des jüdischen Philosophen und Aufklärers Moses Mendelssohn in der Berliner Staatsbibliothek statt. Bisherige Preisträger sind unter anderem Hildegard Hamm-Brücher, Daniel Barenboim, Charlotte Knobloch und Manfred Stolpe.

Erster Godzilla-Darsteller Haruo Nakajima ist tot

Er wurde 88 Jahre alt

Zwei Jahrzehnte lang steckte er im Kostüm des legendären japanischen Filmmonsters Godzilla - jetzt ist der Schauspieler Haruo Nakajima im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Godzilla-Darsteller habe an einer Lungenentzündung gelitten, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Demnach erlag Nakajima bereits am Montag seiner Krankheit. Der in der Präfektur Yamagata, 340 Kilometer nördlich von Tokio, geborene Darsteller spielte das Monster von den Anfängen 1954 mit "Godzilla" bis 1972 in "Frankensteins Höllenbrut". Berichten zufolge hatte er für die Rolle das Verhalten von Tieren im Zoo beobachtet.

Datenklau bei US-Serie "Game of Thrones"

Fantasy-Serie von Hackern angegriffen

Internetkriminelle haben nach ihrem Angriff auf den US-Sender HBO zu Erpressungszwecken weitere interne Dokumente veröffentlicht. Berichten zufolge befinden sich darunter eine Zusammenfassung des Skripts für die kommende fünfte Folge der aktuellen Staffel von "Game of Thrones" sowie E-Mails einer Führungskraft des Bezahlsenders. In einem an HBO-Chef Richard Plepler adressierten Video forderten sie eine hohe Geldsumme. Andernfalls würde weiteres Material ins Netz gestellt. HBO kämpft seit Jahren damit, Handlungen neuer Folgen geheim zu halten und deren illegale Verbreitung zu verhindern.

Nachholbedarf in Debatte um koloniales Erbe

Expertin fordert offene Diskussion beim Humboldt Forum

In der Debatte um die koloniale Vergangenheit ethnologischer Sammlungen gibt es nach Expertenmeinung großen Nachholbedarf. "Die Diskussion ist bitter nötig", sagte die Berliner Sozialanthropologin Prof. Katharina Schramm. "Gerade bei so einem ambitionierten Haus wie dem Humboldt Forum muss sie mit großer Offenheit und Transparenz geführt werden." Das Humboldt Forum soll 2019 als Kultur- und Museumszentrum im rekonstruierten Berliner Schloss öffnen. Schwerpunkt wird die völkerkundliche Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sein. Bei vielen Objekten in ethnologischen Museen ist die Herkunft noch nicht genau geklärt.

Bürgerinitiative im Dauerprotest gegen Einheitsdenkmal

Die Aktion soll bis zur Bundestagswahl laufen

Eine Bürgerinitiative hat zum Dauerprotest gegen das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal am Berliner Schloss aufgerufen. Täglich treffen sich mindestens sieben Leute um 7.00 Uhr, um sieben Minuten lang gegen den Standort auf der sogenannten Schlossfreiheit zu demonstrieren. "Das Humboldt Forum im Berliner Schloss soll ein Ort der Weltkulturen werden. Mit dem Plan, vor den Eingang ein innerdeutsches Freuden-Monument zu setzen, wird dieser Inhalt ins komplett Lächerliche gezogen", sagte die Initiatorin Annette Ahme, Vorsitzende des Vereins Berliner Historische Mitte.

Der Schauspieler und Regisseur Dustin Hoffman wird 80

Er ist noch immer als Schauspieler tätig

Mit "Die Reifeprüfung" gelang ihm 1967 der Durchbruch in Hollywood. Der Mann mit dem silbergrauen Haar und dem verschmitzten Lächeln spielte außerdem in Klassikern wie "Kramer gegen Kramer" oder "Die Unbestechlichen", dem Film zum Watergate-Skandal. Im Psychodrama "Rain Man" beeindruckt er als Autist, in der Komödie "Tootsie" ist er als arbeitsloser Schauspieler zu sehen, der sich aus Frau ausgibt, um eine Rolle zu bekommen. 2012 erfüllte Dustin Hoffmann sich den Wusch, selber Regie zu führen. In seinem Film "Quartett" treffen in einem Altersheim ehemalige Musiker aufeinander.

Kulturnachrichten hören

August 2017
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur