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Kulturnachrichten

Sonntag, 7. Oktober 2018

Schredder-Streich: Banksy erklärt sich

Instagram-Video des Künstlers zeigt Einbau des Schredders in den Rahmen

Kaum fällt der Hammer bei 1,2 Millionen Euro, da läuft das Kunstwerk durch einen im Rahmen verborgenen Schredder. Mit der Aktion bei einer Sotheby's Versteigerung in London hat Street-Art-Künstler Banksy den Kunstmarkt vorgeführt. Banksy postete inzwischen ein Video auf Instagram, das zeigt wie eine vermummte Person Teile eines Schredders in einen Bilderrahmen setzt. "Vor ein paar Jahren baute ich heimlich einen Schredder in ein Gemälde", heißt es in einem eingeblendeten Text. "Falls es jemals versteigert werden sollte", ergänzt ein zweiter. Bei dem zerstörten Bild handelt es sich um eines der berühmtesten Banksy-Motive, ein Mädchen, das den Arm nach einem davonfliegenden Luftballon in Herzform ausstreckt. Das zerfetzte Werk soll seinen Kaufpreis durch die Aktion verdoppelt haben. Das Versteigerungshaus gab an, nichts von der Aktion gewusst zu haben.

Kreativer Umgang mit Hasspost

Briefe und E-Mails wurden vom "Chor des Hasses" vorgetragen

Morddrohungen, Beleidigungen, Schimpfwörter: Politiker wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Heiko Maas haben sich am Sonntagabend beim Hamburger Theaterfestival ihrer Hasspost gestellt. Die an sie geschickten Briefe und E-Mails wurden bei der Produktion "Chor des Hasses" von den ganz in schwarz gekleideten Schauspielern Iris Berben, Claudia Michelsen, Dietmar Bär und Robert Stadlober auf Kampnagel gelesen. Anschließend sprachen die Adressaten der Hasstiraden mit "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo darüber, wie sie mit solchen Kommentaren umgehen. "Das lässt einem schon den Atem stocken", sagte von der Leyen, nachdem sie ihre Hasspost so geballt hören musste. "Ich hab' das Gefühl, das ist schlimmer geworden in den vergangenen Jahren." Sie habe aber gelernt, sich "davon abzuspalten".

Carolin Kebekus gewinnt Deutschen Comedypreis

Schon 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013 hatte sie die Trophäe gewonnen

Carolin Kebekus ist das sechste Mal in Folge als beste Komikerin mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet worden. Die 38-Jährige ("PussyTerror TV") erhielt die Ehrung am Sonntagabend in Köln und bedankte sich vor allem bei ihrem Publikum. "Ich habe nie das Gefühl, dass ich irgendwie mich verbiegen muss, um etwas zu machen, was jetzt alle gut finden", sagte Kebekus, die mittlerweile Comedypreis-Seriensiegerin ist. Schon 2017, 2016, 2015, 2014 und 2013 hatte sie die Trophäe gewonnen. In diesem Jahr ließ sie ihre Kollegen Ralf Schmitz, Luke Mockridge, Chris Tall und Mario Barth hinter sich. Seit 2017 wird der Preis nicht mehr getrennt nach weiblichen und männlichen Künstlern vergeben.

Bulgarische TV-Journalistin vergewaltigt und ermordet

Berufliche und persönliche Gründe für den Mord an Wiktorija Marinow werden geprüft

In der bulgarischen Donaustadt Russe ist eine Moderatorin des lokalen Fernsehsender TVN vergewaltigt und ermordet worden. Die Polizei prüft sowohl berufliche als auch persönliche Gründe für den Mord an Wiktorija Marinowa, wie der Bezirksstaatsanwalt von Russe am Sonntag nach einem Bericht des bulgarischen Staatsfernsehens BNT sagte. An der jüngsten Ausgabe der von Marinowa moderierten Sendung "Detektor" nahmen Investigativjournalisten aus Bulgarien und Rumänien teil, die über einen angeblichen Betrug mit EU-Fördergeldern recherchierten. Die besten Kriminalisten seien zur Aufklärung des Mordes nach Russe geschickt worden, versicherte Regierungschef Boiko Borissow.

Tomasz Piatek erhält Leipziger Medienpreis

Die Auszeichnung ist mit insgesamt 30 000 Euro dotiert

Der polnische Journalist und Schriftsteller Tomasz Piatek erhält am Montag den Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien. Der 1974 geborene Autor wird in Leipzig für seine Recherchen zu den Verquickungen des polnischen Verteidigungsministeriums und Russland geehrt, wie die Medienstiftung der Sparkasse mitteilte. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Musiker fordern in Brief an May Stopp des Brexit

Ed Sheeran und andere britische Stars unterstützen Initiative von Bob Geldof

Ed Sheeran, Rita Ora und andere britische Musikstars stemmen sich gegen den Brexit: In einem offenen Brief an Premierministerin Theresa May warnen die Musiker vor den Folgen des EU-Austritts für ihre Branche. "Wir sind dabei, einen riesigen Fehler zu machen", heißt es in dem Schreiben, das die Zeitung "The Observer" veröffentlichte. Der Brexit sei fatal für die Musikindustrie und die "vielen noch unentdeckten Genies, die auf dieser kleinen Insel leben". Initiiert hat den Brief der irische Rockmusiker und Aktivist Bob Geldof, zu den Unterzeichnern gehören der Musiker Damon Albarn, Brian Eno, Queen-Schlagzeuger Roger Taylor, der Dirigent Simon Rattle und US-Sänger Paul Simon. Die Musikindustrie sei in allen Bereichen - von Tourneen über Verkäufe bis hin zu Urheberrechten und Tantiemen - vom Brexit betroffen.

Architekten-Erbe blockiert Kirchenfenster von Altkanzler

Gerhard Schröder darf Marktkirche in Hannover kein Lüpertz-Fenster schenken

Altkanzler Gerhard Schröder will der Marktkirche Hannover ein neues Fenster von seinem Lieblingskünstler Markus Lüpertz schenken - doch der Erbe des Kirchenarchitekten wehrt sich einem Bericht zufolge weiter. Auch in einem Gespräch konnten Kirchenvertreter Georg Bissen, den Stiefsohn von Architekt Dieter Oesterlen, nicht von dem neuen Fenster überzeugen, wie das NDR-Magazin "Hallo Niedersachsen" berichtete. Bissen hat die Urheberrechte an der baulichen Gestaltung der Kirche. Laut dem NDR-Magazin prüft der Kirchenvorstand nun, ob er vor Gericht eine Chance gegen den Widerspruch hätte.

Schauspieler Scott Wilson gestorben

Er war bekannt aus "The Walking Dead":

US-Schauspieler Scott Wilson, bekannt unter anderem aus der Zombie-Serie "The Walking Dead", ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Bei Wilson hätten sich zuvor Komplikationen nach einer Leukämie-Erkrankung bemerkbar gemacht, berichtete das Onlinemagazin "TMZ" unter Berufung auf seinen Sprecher. "Ruhe im Paradies, Scott. Wir lieben Dich!", hieß es auf dem offiziellen Twitteraccount von "The Walking Dead". In der Serie trat Wilson als Farmer und Familienoberhaupt Hershel Greene auf. Der Schauspieler wirkte in Dutzenden von Kino- und Fernsehproduktionen mit. So hatte er Rollen in Filmen wie "Der große Gatsby" und im Horrorstreifen "Behind the Mask".

Zürich Film Festival: Verleihung der "Goldenen Augen"

Regisseur Wim Wenders für Lebenswerk geehrt

Beim Zürich Film Festival sind die "Goldenen Augen" vergeben worden, die Auszeichnungen für die besten internationalen Filme. Das Transgender-Drama „Girl" des belgischen Regiedebütanten Lukas Dhont gewann dabei in der Kategorie bester Spielfilm. Sein Werk war bereits in Cannes als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet worden. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an die dänischen Filmemacher Janus Metz und Sine Plambech für ihre Produktion „Heartbound". Der deutsche Regisseur Wim Wenders wurde für sein Lebenswerk geehrt.

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