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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 06.09.2015

SchöpfungsgeschichteSprung in der Grammatik

Von Pfarrerin Lucie Panzer und Pfarrer Wolf-Dieter Steinmann, Stuttgart

"Die Erschaffung Adams" ist ein Ausschnitt aus dem um 1510 geschaffenen Deckenfresko des Malers Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle in Rom, das die biblische Schöpfungsgeschichte darstellt. (dpa / picture alliance / Musei Vaticani/Ansa/Claudio Peri)
"Die Erschaffung Adams" ist ein Ausschnitt aus dem um 1510 geschaffenen Deckenfresko des Malers Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle in Rom, das die biblische Schöpfungsgeschichte darstellt. (dpa / picture alliance / Musei Vaticani/Ansa/Claudio Peri)

"Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm..." So steht es in Luthers Bibelübersetzung, wo auch von einer "Männin" die Rede ist. Wir gehen auf Spurensuche in Sachen Emanzipationsgrammatik.

Panzer: "Gott schuf den Menschen zu seinem Bild,

Steinmann: Zum Bild Gottes schuf er ihn.

Panzer: Und schuf sie männlich und weiblich..." (Gen. 1,27)

Steinmann: Seltsam, wie im selben Satz Einzahl und Mehrzahl bei der Schöpfung durcheinander gehen. Gott schuf den Menschen – aber wie denn nun: Einen? Oder mehrere?

Panzer: Haben die Schreiber der biblischen Schöpfungsgeschichte ihre Grammatik nicht gekonnt?

Steinmann: Oder haben sie gar nicht bemerkt, was ihnen die List der Vernunft oder gar die des Heiligen Geistes untergeschoben hat? Eine List, mit der schon vor 2500 Jahren der Emanzipation sprachlich die Tür geöffnet wurde?

Panzer: Wir gehen heute Morgen auf Spurensuche in Sachen Emanzipationsgrammatik:

Von Gott wird im Plural geredet: "Lasset uns Menschen machen" hat Luther übersetzt. Gott ist vielgestaltig. Wenn wir ihm eine Gestalt geben, greift das zu kurz. Und dem göttlichen Plural entspricht die menschliche Vielgestaltigkeit. Adam, der Mensch – sie werden männlich und weiblich erschaffen.

Steinmann: Die Gottesebenbildlichkeit bleibt dabei nicht einer Seite vorbehalten. Die Geschlechter werden auch nicht zum Ebenbild Gottes, indem sie sich verbinden. Ehe ist hier nicht im Blick. Gerade die Differenz ist es. Die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit – Mann und Frau, schwarz und weiß, stark und schwach – sind Ebenbilder.

Panzer: Aber aus der Differenz, die die Grammatik so spannungsreich deutlich macht, wird in der folgenden Erzählung eine Nach- und Unterordnung mit weitreichenden Folgen. Auch die findet sich schon in den biblischen Texten, besonders deutlich wiedergegeben in Luthers Übersetzung:

"Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. (Gen 2, 22f)"

Steinmann: Kennen Sie den? Adam sitzt im Paradies. Ihm ist langweilig, und so sagt er eines Tages zum lieben Gott: "Kannst du mir nicht jemanden machen, der nett, schön, intelligent und zum Liebhaben ist?" Antwort: "Ja klar, dafür bräuchte ich allerdings deinen rechten Arm und dein linkes Bein!" Nach kurzem Überlegen fragt Adam: "Und was krieg ich für eine Rippe?"

Im alten chauvinistischen Witz ist zugespitzt, was seit Adam und Eva klar schien: Adam ist gleich Mensch ist gleich Mann. Die Krone der Schöpfung. Nur ein alter Witz?

Panzer: Das Kultur prägende Bild, das viele dabei im Kopf und vor Augen haben, stammt von Michelangelo. In der Sixtinischen Kapelle hat er die Erschaffung des Menschen gemalt. Gott, ein gutaussehender, weißhaariger, kraftvoller Mann streckt seinen Arm aus zu Adam: gutaussehend, muskulös, ein Bild von einem Mann. Und durch die Beinaheberührung wird Adam lebendig.

Panzer: Einspruch! Adam ist nicht der Mann! Adam ist der Mensch. Genauer: der von der Erde genommene Mensch. Adamah ist die Erde. Und Adam der von der Erde gemachte. Zunächst ohne Geschlecht. Sobald er aber ein Gegenüber bekommt und sich seiner Männlichkeit bewusst wird, passiert dem Erdenwesen eine fast schon Freudsche Fehlleistung: Er erkennt sich als Mann, hebräisch isch, und leitet die Frau von sich ab, indem er in ihr eine ischa sieht. Isch, der Mann, ischa, die Frau. Jetzt scheint alles klar. Luther übersetzt diese Ableitung mit dem Wortspiel "Mann" und "Männin".

Bis heute ist Mann in vielen Sprachen dasselbe Wort wie Mensch. Das französische "homme" zum Beispiel bedeutet beides. Und auch im englischen ist "man" sowohl der ‚Mann' und genauso auch der Mensch.

Steinmann: Die Erzählung von Adam und Eva scheint die Vorrangstellung des Mannes zu begründen, ausdrücklich bestätigt in der Wortwahl.

Da ist auf einmal von isch und ischa, von Mann und Männin die Rede. Adam stellt die Abhängigkeit der Frau von ihm als Mann fest. Damit ist die Frau festgelegt. Viele nennen das die Ordnung der Schöpfung. Die Erzählung aber zeigt eigentlich: Der Schöpfer hat das anders gemeint.

Panzer: Das kann man noch an drei weiteren Details der Schöpfungsgeschichte beobachten. Das eine: Adam, der Mensch, benennt die Tiere. Das ist ein Herrschaftsakt. Was ich benenne, das gehört mir. Die Frau aber wird so nicht von Adam benannt. Sie ist nicht sein Objekt, dem er einen Namen verleihen könnte. Adam erkennt: "Sie wird Frau (Männin) genannt werden". Man wird die Differenz erkennen und benennen. Aber nicht er maßt sich das an.

"Darum verlässt ein Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau. (Gen2,24)"

Steinmann: Das ist die zweite Beobachtung: Sie soll die Lebensverhältnisse der Menschen ausdrücken. Allerdings die Hörer dieser Geschichte zur Zeit des Alten Testaments, kannten das ganz anders. Die israelitische Gesellschaft war patrilokal: die Frauen verlassen die Familie ihres Vater und schließen sich der Familie ihres Mannes an. In der Geschichte steckt anscheinend noch eine Erfahrung, die sich längst geändert hatte.

Panzer: Die dritte Beobachtung ist die überzeugendste, finde ich, wenn man über das Verhältnis von Mann und Frau in der Schöpfungsgeschichte nachdenkt:

"Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm."

Panzer: So hat man das im Ohr und im Kopf. Aber nirgendwo sonst in der Bibel bedeutet das hebräische Wort "tsäla" "Rippe". Überall sonst heißt es "Seite". Die Seite eines Hauses zum Beispiel.

Steinmann: Aber "Rippe" ist doch so ein schönes Bild.

Panzer: Wirklich? Trotzdem: Ist es nicht einleuchtender, wenn ich lese: Gott nahm die eine Seite des Menschen, machte eine Frau daraus und was übrig blieb, war der Mann? Mann und Frau sind je eine Seite des Menschenwesens. Mir gefällt die Vorstellung.

Steinmann: Dann wäre das die Vorstellung, die im ersten Schöpfungsbericht aufgegriffen wird. Und hier braucht der Verfasser wieder diesen Sprung in der Grammatik, um das klar zu machen: Gott schuf den Menschen zu seinem Bild und schuf 'sie'...

Panzer: ...männlich und weiblich! Mann und Frau steht gar nicht da! Menschen sind verschieden, männlich und weiblich – das ist wichtig. Diese verschiedenen Eigenschaften müssen vielleicht gar nicht Menschen mit verschiedenem Geschlecht zugeschrieben werden?

Steinmann: Ein paar Kapitel später wird die Schöpfungsgeschichte nochmals zusammengefasst.

"Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes und schuf sie männlich und weiblich und gab ihnen den Namen "Mensch" (Gen 5,2)"

Steinmann: "One hand, one heart" singt das Liebespaar in der West Side Story, dieser Geschichte von Romeo und Julia, neu erlebt in einem Migrantenviertel im New York des 20. Jahrhunderts.

"Eine Hand, ein Herz, eine Seele." Zwei Menschen, die eins werden möchten. Auch körperlich eins. Ist das das Paradies für Mann und Frau, das in der Liebe wieder erlangt werden könnte? Will die Bibel das am Anfang erzählen?

Panzer: Ja und nein. Ja, paradiesisch daran ist, dass der Mensch nicht nur einer, nicht allein ist. Sondern entschieden zweisam, verschieden. Also nicht so etwas wie ein eineiiger Zwilling. "Männlich und weiblich": Verschieden zu sein ist für die Bibel "Paradies".

Kein Grund darunter zu leiden, sondern sehr gut. Und darum ist der romantische Traum vom wieder "eins werden" gerade nicht das biblische Ideal.

Steinmann: Im antiken Mythos vom Kugelmenschen ist das anders. Platon erzählt ihn in seinem "Symposion":

Ursprünglich seien die Menschen ganzheitliche Wesen gewesen. Ausgestattet mit perfekter Kugelform, mit vier Armen und Beinen. Die beiden Gesichter konnten in entgegengesetzte Richtungen schauen.

Aber diese Kugelmenschen wurden den Göttern zu mächtig. Zeus selbst hat sich daran gemacht, sie in zwei Teile zu zerschneiden. Nur noch halbe Menschen. Quasi zur Strafe seien wir geworden, wie wir sind.

Aber der Mythos hat eine schöne Quintessenz fürs Leben nach der Strafe: Er erzählt von der Kraft der Liebe, des Eros: Die sei deshalb so stark in Menschen, weil wir suchen, wovon wir gewaltsam getrennt worden sind.

Panzer: Allerdings: Wenn man diesen Mythos ernst nimmt, erzählt er ja auch. Ich suche im anderen mich selbst. Als wäre ich nur ein halber Mensch. Der durch den anderen wieder ganz werden muss.

Ich glaube, das sieht die Bibel anders. Dass Gott aus Adam zwei verschiedene Wesen bildet ist keine Strafe. Im Gegenteil. Es ist gute Schöpfung, verschieden zu sein. Jeder Mensch ist ganz und auf andere bezogen. Und nicht nur in der Eros-Liebe.

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin schaffen, die um ihn sei."

Steinmann: Allein sein zu müssen. Das ist für die Bibel das Gegenteil von guter, gottgewollter Schöpfung. Aber "Gehilfin"?

Panzer: Ist eigentlich eine Auszeichnung. Man müsste besser "Hilfe" im Sinne von "Partner" übersetzen. "Gehilfin" klingt heute eher negativ.

Dabei ist es wie gesagt eine Auszeichnung, ein "Ehren-Wort". Sonst in der Bibel wird "ezär", Hilfe, von Gott gesagt. Gott selbst ist dem Menschen eine Hilfe. Hier, in der Geschichte vom Paradies ist eine der ganz wenigen Stellen der Bibel, in der das Menschen zugeschrieben wird. Es ist paradiesisch, wenn ein Mensch dem anderen so zur Hilfe wird. So hat Gott das gewollt. Wo immer Menschen das gelingt, öffnet sich das Paradies.

Steinmann: Aber die Verhältnisse, sie sind nicht so, lehrt die Erfahrung. Die Schilderung der paradiesischen Zustände ist eher das gute Gegenbild zur Gegenwart der Hörer und Leser der Schöpfungsgeschichten. Da sah und sieht es leider oft anders aus. Die Bibel weiß das natürlich auch:

"Und Gott sprach zur Frau: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein. (Gen 3, 16)"

Panzer: Das ist die Konsequenz aus dem sogenannten Sündenfall. Weil die Menschen eigenmächtig entscheiden, was gut und böse, richtig und falsch ist, ist es vorbei mit dem Paradies. Jetzt fängt der Alltag an. Das Leben, wie es geworden ist, wenn jeder sich nimmt, was er kriegen kann.

Steinmann: Die Sache mit dem Apfel, der ja eigentlich gar keiner war. Da fing das Unglück an. Selber schuld, sagt Gott da zu den Menschen. Jedenfalls nach der Erzählung der Bibel.

Panzer: Aber die Schuld kriegt jetzt die Frau ganz allein in die Schuhe geschoben. Sie war es angeblich, die den harmlosen und wehrlosen Adam in Versuchung geführt hat. Der konnte gar nichts dafür. Und das Böse selbst, von dem die Rede ist, die Schlange, sogar die ist im Deutschen weiblich – während das Wort im Hebräischen männlich ist. Und als Frau wird sie deshalb auch auf vielen Gemälden dargestellt. Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle hat auch hierfür ein Bild geschaffen, das Folgen hatte: Eine riesige Schlange windet sich um den Paradiesbaum – mit dem Kopf und den Brüsten einer Frau – und reicht Eva die verbotene Frucht. Also: Frauen sind Schlangen. Sie sind böse.

Steinmann: Seither ist die Frau das Sinnbild der Verführung des Mannes. Oder des Menschen? Adam ist doch der Mensch. Oder nicht? Das Böse kommt von den Frauen. Deshalb muss man sie unter Kontrolle halten. So wie es nach dem Sündenfall angeordnet wird: "der Mann soll ihr Herr sein". Die Frauen verlangen mehr, als ihnen zusteht – selber schuld, sagt die Sündenfallgeschichte deshalb.

Panzer: Seither machen die Frauen den Männern Angst: "Ob es in einer Ehefrau oder in einer Mutter steckt, es ist immer Eva, vor der wir uns in jeder Frau hüten müssen" hat der Kirchenvater Augustin gesagt.

Steinmann: Jesus sieht das Paradies kommen. Bei ihm heißt es "Reich Gottes". Eine neue Welt, die Gottes guter Schöpfung entspricht. Für Jesus war das anscheinend kein mythologischer Urzustand, also unwiederbringlich verloren. Die neue Welt Gottes ist ihm so nah, dass Menschen sie schon erleben können, wo sie ihm begegnen. Unterschiede zwischen Menschen sind kein Grund mehr, Menschen zu diskriminieren: Jesus segnet selbstverständlich Kinder. Menschen mit Behinderungen werden von ihm in die Gesellschaft zurückgeholt. Frauen sind in Jesu Nähe hoch geschätzt.

Und auch in der frühen Christenheit lebt diese neue herrschaftsfreie Welt Gottes fort. Paulus schreibt z.B. an die Gemeinde in Galatien:

"Es spielt keine Rolle mehr, ob ihr Juden seid oder Griechen,
unfreie Diener oder freie Menschen, Männer oder Frauen.
Denn durch eure Verbindung mit Christus Jesus seid ihr alle wie ein Mensch geworden. (Gal 3,28; Basisbibel)"

Panzer: Zumindest theoretisch. Für das reale Leben schlägt Paulus andere, alt vertraute Töne an. Es bleibt beim patriarchalisch Alten zwischen Männern und Frauen: Frauen haben zu schweigen. Männer das Sagen. Utopien verblassen unter dem Druck von Machtinteressen. Und alte Gegenbilder übermalen was sein könnte, und bestimmen wieder was ist.

Steinmann: Mich erinnert diese Schieflage an die manchmal fast unerträgliche Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit, auch heutzutage. Wie hart muss gekämpft werden, bis grundlegende Menschenrechte mit Leben erfüllt werden.

Da wird in der Verfassung die grundlegende Gleichheit von Menschen, gleich welcher Religion, Hautfarbe, oder Geschlecht hoch gehalten. Aber in praktisch wirksamen Gesetzen wirkt oft immer noch die traditionelle Machtverteilung weiter. Und erst recht im "normalen" Leben.

Panzer: Aber das ist kein Grund, die Grundaussagen beiseite zu schieben. Im Gegenteil. Es macht sie umso wichtiger: Die Menschenrechte genauso wie die biblische Schöpfungsgeschichte.

Diese erinnert immer wieder: Menschen in ihrer Verschiedenheit sind Ebenbild Gottes – Solidarische Gegenstücke und Partner.

Panzer: Der Mensch, männlich und weiblich, ist zum Bilde Gottes geschaffen. Das war der Ausgangspunkt unserer biblischen Spurensuche. Wir haben herausgefunden: Die Ungleichheit, die wir manchmal noch für gottgegeben und gottgewollt halten, die ist erst in die biblischen Texte eingetragen worden. Die Suche nach den Ursprüngen war auch für die biblischen Autoren niemals nur die Suche nach dem Anfang. Ihr Ziel sind stets Gegenwart und Zukunft. Sie wollen erklären, wie die Welt war und wie sie eigentlich sein soll.

Steinmann: Kein Wunder, dass es da Sprünge gibt und Verwerfungen – in den Erzählungen und sogar in der Grammatik. Festhalten kann man aber wohl: Der Mensch ist geschaffen als Bild Gottes. Und da geht es nicht um Aussehen und Gestalt – sondern um Repräsentanz. In der altorientalischen Umwelt war der König der Repräsentant Gottes, in Ägypten zum Beispiel der Pharao. Die Bibel erzählt dagegen: Der weibliche und männliche Mensch ist es: König und Königin. Jeder Mensch ist königsgleich. Hier ist der Begriff der Menschenwürde verankert.

Panzer: Und das zweite: Jeder Mensch ist ein Bild Gottes, weil Verschiedene sich verbinden können. Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Kranke und Gesunde sind Menschen – ein Bild Gottes. Sie unterscheiden sich voneinander. Und sie sind aufeinander bezogen. Menschen brauchen womöglich keine Beziehung, aber Gemeinschaft. "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei". Das ist der Anfang und das Ziel.

Steinmann: Und die biblischen Geschichten erinnern, trotz allem, was geschehen ist und geschieht, an diesen Anfang. Sie machen Hoffnung auf das paradiesische Ziel, wo die Unterschiede das Leben spannend machen und gut.

"Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrer Reinhold Truß-Trautwein, Senderbeauftragter für Deutschlandradio, Rundfunkarbeit im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), für den Medienbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland."

Mehr zum Thema:

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