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Echtzeit | Beitrag vom 31.10.2020

Schöner Schutt und Weltansichten aus PapierOde an die Vergänglichkeit

Moderation: Mandy Schielke

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Die Welt aus Papier. (Unsplash / Marjan Blan / Bearbeitung: Deutschlandradio)
Fragil und vergänglich: eine Welt aus Papier. (Unsplash / Marjan Blan / Bearbeitung: Deutschlandradio)

Was nicht auf der Höhe der Zeit liegt, wird ausrangiert. Aus dem Haus und aus den Köpfen. Ein Fehler, finden wir. Und so lassen wir uns in der Echtzeit Zeit, erleben die Schönheit der Langsamkeit und würdigen die Vergänglichkeit. Ein Thema, vier Facetten.

Fatma Ergin ist eine Frau, die man für aus der Zeit gefallen halten könnte. In ihrem Ladenlokal in Berlin-Wedding verleiht sie VHS-Kassetten. Das ist kein einträgliches Geschäft, schließlich fehlt die Nachfrage. Türkische Filme, die von einer Welt erzählen, die es nicht mehr gibt. Ein musealer Ort, der für unseren Reporter Kemal Hür so etwas wie eine Zeitreise in seine Jugend war.

Geschichte wird konserviert

Wie Vergänglichkeit konserviert werden kann, damit beschäftigt sich Echtzeit-Autorin Katja Bigalke in ihrem Beitrag über Urban Terrazzo. Dabei handelt es sich um eine alte Handwerkstechnik zur Herstellung von Fliesen. So wird aus Bauschutt das Material für neue Architektur. Die Geschichte der alten Steine wird quasi konserviert, ihre Vergänglichkeit aufgehalten.

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Dass wir unsere eigene Vergänglichkeit nur schwer begreifen und annehmen können, ist auch ein Thema in dieser Echtzeit. Mit der israelischen Anwältin Irit Rosenblum sprechen wir über das Recht von Toten auf posthume Nachkommen. Irit Rosenblum setzt sich dafür ein und sagt, dass sie moralische Einwände gegen diese Praxis nicht akzeptiert.

Und da Vergänglichkeit ja auch viel mit Zeit zu tun hat, stellen wir auch noch die Arbeit des Globenmachers Peter Bellerby aus London vor. Seine Handarbeit ist aufwendig, dauert Monate, manchmal Jahre - und schafft Objekte, die, wenn man so will, sogar für die Ewigkeit sein könnten.

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(Deutschlandfunk Kultur, Echtzeit, 24.08.2019)

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