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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 08.03.2018

Schmuckdesignerin Guya MerkleDer lange Weg zum fairen Gold

Moderation: Britta Bürger

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Schmuckdesignerin Guya Merkle (Cem Guenes)
Schmuckdesignerin Guya Merkle (Cem Guenes)

Als Kind spielte sie mit Gold und Edelsteinen und saß auch gern im großen Tresor ihrer Eltern: Guya Merkle, Tochter des Traditions-Schmuckunternehmens Vieri.

Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm sie im Alter von 21 Jahren die Geschäftsführung der Firma, heute kämpft sie für einen Bewusstseinswandel in der Branche. Guya Merkle ist die erste Schmuckdesignerin, die ihre Kollektionen zum großen Teil aus fair produziertem und gehandeltem Gold herstellt.

Von der Branche wurde Merkle zuerst nicht ernst genommen

"Die Goldbranche hat mich am Anfang nicht ernst genommen. Ich wurde gewarnt, ich solle keine Büchse der Pandora öffnen. Aber wenn ich mit Frauen wie Emma Watson arbeite, sehe ich, dass sie dazu beitragen, dass über fairen Schmuck gesprochen wird und man sich damit auseinandersetzt."

Mit ihrem ungewöhnlichen Engagement hat die junge Frau für Aufsehen gesorgt und ein langsames Umdenken im Goldgeschäft eingeleitet – doch nach wie vor wird in den meisten Minen unter menschenunwürdigen Bedingungen gearbeitet.

Gold - ein dreckiges Geschäft

"Keiner verbindet mit Gold den Dreck, der dabei entsteht. Es ist ein schwieriger Prozess, die Minen auf faire Produktion umzustellen. Aber es geht. In zertifizierten fasst niemand Quecksilber an und die Bezahlung ist höher, außerdem sind die Arbeiter und Arbeiterinnen versichert."

"Die zehn Prozent, die das mehr kostet, leiten wir nicht an den Kunden weiter. Sondern das übernehmen wir selbst."

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