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Echtzeit | Beitrag vom 22.09.2018

Schmerzen und NarbenDie Haut und das Darunter

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Gesichter dreier junger Frauen mit Narben und Läsionen. (imago / Science Photo Library)
Narben und Läsionen sind Spuren des Lebens auf der Haut. (imago / Science Photo Library)

Gibt es Menschen, die keine Narben haben? Gibt es Menschen, die niemals Schmerzen haben? Beides hat miteinander zu tun. Die Echtzeit schaut sich diese Spuren auf der Haut näher an: Eine Reise zu den Weltreligionen, zu Instagram-Accounts, in den OP-Saal und zu Vernarbten.

Narben sind Verletzungen der Haut, und Verletzungen tun meistens weh. Ob es nun ein oberflächlicher Schaden ist, oder ob der tief unter die Haut geht. Die tamilischen Hindus, die an vielen Orten der Welt einmal im Jahr zum Kavady-Festival zusammenkommen, um sich selbst zu quälen, behaupten zwar, keine Schmerzen zu spüren. Wir nehmen das aber zum Anlass, zu fragen, warum der Schmerz in jeder Weltreligion Raum einnimmt.

Warum werden auf Instagram Wunden zur Schau gestellt?

Die Journalistin Annekathrin Kohout hat ein Instagram-Phänomen ausgemacht: Dort werden unter bestimmten Accounts fiese OP-Wunden gezeigt, und zwar offene. Wo sind die Grenzen des Zeigbaren und was haben diese Darstellungen mit Gemälden von Rembrandt & Co. zu tun?

Ein Hindu trägt beim jährlichen Kavady-Festival einen mit Nadeln und Haken versehenen Holzbanken auf den Schultern. (picture-alliance / dpa / Rajesh_Jantilal)Beim jährlichen Kavady-Festival fügen sich Hindus selbst Schmerzen zu. (picture-alliance / dpa / Rajesh_Jantilal)

Wir sprechen mit einem Anästhesisten über den Zustand der "Schmerz-Losigkeit". Was passiert mit uns während der Narkose, und wie hat man eigentlich früher operiert?

Und dann schauen wir wirklich drauf, was bleibt: Narben - aus der Kindheit, nach der Operation, und solche, die man sich selbst zufügt.

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