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Mittwoch, 25.11.2020
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 4. Januar 2020

Schauspielerin Veronika Fitz gestorben

Die Schauspielerin Veronika Fitz ist tot. Sie starb bereits am Donnerstag in Prien am Chiemsee im Kreis ihrer Familie im Alter von 83 Jahren. Bekannt wurde Veronika Fitz vor allem durch ihre Hauptrolle in der BR-Serie "Die Hausmeisterin". Auch für die Serien "Forsthaus Falkenau" und "Der Bulle von Tölz" stand sie vor der Kamera. Ihre Nichte, die Kabarettistin Lisa Fitz, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Was ich an ihr hoch geschätzt habe, war ihre einmalige und originelle Schauspielkunst." In den 70er-Jahren war Fitz festes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Sie spielte außerdem am Bayerischen Staatsschauspiel, am Wiener Burgtheater und an der Berliner Schaubühne. Vor der Kamera stand sie zuletzt 2010 im Fernseh-Drama "In aller Stille".

Hamburger Kondolenzbuch für Jan Fedder

Dutzende Hamburger, darunter Bürgermeister Tschentscher, haben sich in der Hamburger Davidwache in das Kondolenzbuch für Schauspieler Jan Fedder eingetragen. Fedder habe "wie ein Botschafter des hamburgischen Lebensgefühls gewirkt", als talentierter Schauspieler, aber auch als Charaktertyp, sagte Tschentscher. Er habe Ehrlichkeit vermittelt und Bodenständigkeit verkörpert. Fedder war am 30. Dezember tot in seiner Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Pauli gefunden worden. Am 14. Januar ist eine Trauerfeier für den Schauspieler im Michel geplant - dann wäre Fedder 65 Jahre alt geworden. Fedder war Ehrenkommissar der Hamburger Polizei. 28 Jahre spielte er in der ARD-Serie "Großstadtrevier" den Hamburger Polizisten Dirk Matthies, der auf dem Kiez für Recht und Ordnung sorgte.

Laternen-Verkäufer "mitverantwortlich" für Zoobrand

Nach dem Brand im Krefelder Zoo sieht die nordrhein-westfälische Umweltministerin Heinen-Esser eine moralische Mitverantwortung bei dem Verkäufer der Himmelslaterne, die das Feuer vermutlich ausgelöst hat. "Wichtig ist auch die Frage, warum solche gefährlichen Gegenstände wie Himmelslichter bei uns so einfach in den Verkehr gebracht werden können, obwohl die Anwendung verboten ist", sagte Heinen-Esser der "Rheinischen Post". In der Silvesternacht war das Affenhaus des Zoos abgebrannt. Dabei kamen viele Tiere, darunter Menschenaffen, ums Leben. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Feuer durch eine Himmelslaterne ausgelöst wurde. Die Laternen sind in Deutschland verboten, können aber im Internet bestellt werden.

Grütters möchte niedrigschwellige Kulturangebote

Freier Eintritt ist aus Sicht von Kulturstaatsministerin Grütters nicht allein Garant für einen guten Start des Humboldt Forums in Berlin. Erfolg würde man vor allem mit einer Kombination aus freiem Eintritt und klugen Vermittlungsstrategien haben, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Die Frage sei, wie Barrieren abgebaut und attraktive Formate für sehr verschiedene Zielgruppen geschaffen werden können. Kulturangebote müssten niedrigschwellig und buchstäblich anziehend sein. Das Humboldt Forum im rekonstruierten Berliner Schloss soll im September öffnen.

Gymnasiallehrer fordern Plan gegen Lehrermangel

Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Lin-Klitzing, hat die Bundesländer zu einer gemeinsamen Strategie gegen den Lehrermangel aufgerufen. Die Länder hätten zwar bei der letzten Kultusministerkonferenz Prognosen zur Entwicklung der Lehrerzahlen vorgelegt, aber keine Ideen zum Umgang mit diesen Daten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der Philologenverband, der hauptsächlich die Interessen der Gymnasiallehrer vertritt, schlägt unter anderem vor, dass die Länder über den Bedarf hinaus Lehrer ausbilden und in jeder Schulart auch über den aktuellen Bedarf Lehrer einstellen.

Schauspieler Martin West mit 82 Jahren gestorben

Der amerikanische Schauspieler Martin West ist tot. Wie jetzt durch einen Nachruf der Familie in der "New York Times" bekannt wurde, starb er bereits am Silvestertag im Alter von 82 Jahren. West wirkte in Dutzenden Spielfilmen und Fernsehserien mit. In den 1960er Jahren wurde er durch das Drama "Freckles" bekannt. Außerdem wirkte er in Filmen von Alfred Hitchcock und John Carpenter mit. Im Fernsehen war er untern anderem in Serien wie "Dallas", "Bonanza" und "General Hospital" zu sehen.

Veganismus: Britisches Gericht schafft Präzendenzfall

Ein britischer Richter hat ethisch motivierten Veganismus als philosophischen Glauben eingestuft und damit eine Präzedenzentscheidung gefällt. Sie fiel im Rahmen eines laufenden Verfahrens vor einem Arbeitsgericht in Norwich. Der überzeugte Veganer Jordi Casamitjana hatte gegen seine Kündigung bei einer Tierschutzorganisation geklagt. Er argumentiert, sein Arbeitgeber habe ihn gefeuert, weil er als ethisch motivierter Veganer Bedenken dagegen geäußert habe, dass der Rentenfonds der Organisation möglicherweise auch in Unternehmen investiert, die Tierversuche nutzen. Sein Arbeitgeber wirft dem heute 55-Jährigen dagegen grobes Fehlverhalten vor. Nach der Grundsatzentscheidung muss das Gericht nun noch darüber befinden, ob der Arbeitgeber den Veganer wegen dessen Überzeugungen benachteiligt hat. Ethisch motivierte Veganer verzichten neben tierischen Lebensmitteln auch auf Wolle und Leder und meiden Produkte, bei deren Herstellung Tierversuche eingesetzt werden.

Die Spinne des Jahres 2020 jagt ohne Netz

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) ist die Spinne des Jahres 2020. Sie überwältige ihre Beutetiere frei jagend ohne Fangnetz und lauere an Ufern stehender Gewässer Insekten, Kaulquappen und kleinen Fischen auf. Das zum Jahresende in Österreich gekürte Tier sei zugleich die deutsche und europäische Spinne des Jahres, bestätigte Christoph Hörweg vom Naturhistorischen Museum in Wien. Die Wahl von 83 europäischen Arachnologen sei deswegen auf die Jagdspinne gefallen, weil die Art durch die Verbauung von Ufern, die Beseitigung von Röhricht- und Schwimmblattvegetation, das Austrocknen von Mooren und die Verkleinerung entsprechender Wasserlebensräume gefährdet sei.

Ministerin möchte keine Bürgerbefragung zur Opernsanierung

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer will keine Bürgerbefragung zur umstrittenen Sanierung der Stuttgarter Oper. Die Entscheidung über das mehrjährige komplizierte Bauprojekt in der Innenstadt müssten die Politiker fällen, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Bürgerentscheide seien kein Ersatz dafür, dass gewählte Vertreter ihre Verantwortung wahrnähmen. Es sei aber wichtig, die Öffentlichkeit so transparent und früh wie möglich einzubinden. Nach den Plänen von Stadt und Land könnten die Sanierung der Oper und der Bau eines Übergangsgebäudes mehr als eine Milliarde Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen fünf Jahre bis sieben Jahre dauern und nicht vor 2025 beginnen. Die SPD in Baden-Württemberg kritisiert, es gebe bisher keine überzeugende Lösung zur Finanzierung des Projekts.

Buhrow verteidigt Entschuldigung für "Umweltsau"

In der Debatte um das "Umweltsau"-Lied des WDR hat Intendant Tom Buhrow den Vorwurf zurückgewiesen, vor rechten Kreisen eingeknickt zu sein. Der WDR habe durchaus die Mechanismen der rechten Mobilisierung im Internet erkannt, sagte der Chef des größten ARD-Senders dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Daneben habe es aber auch eine echte, nicht gesteuerte Empörung von ansonsten wohlmeinenden Hörern gegeben. In dem Lied des WDR-Kinderchors hatte es unter anderem geheißen: "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau." Dies hatte rund um den Jahreswechsel einen Shitstorm im Internet ausgelöst. Buhrow hatte umgehend für das Lied um Entschuldigung gebeten. Daraufhin wurde ihm vorgehalten, er spiele rechten Aktivisten in die Hand, die die Empörungswelle im Internet großenteils künstlich erzeugt hätten.

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