Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Kulturnachrichten

Freitag, 1. Februar 2019

Schauspielerin Ursula Karusseit gestorben

Karusseit spielte sowohl am Theater, als auch in Film und Fernsehen

Die Schauspielerin Ursula Karusseit ist tot. Sie starb im Alter von 79 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin, wie ihr Mann bestätigte. Karusseit spielte unter anderem viele Jahre in der ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft" mit. Geboren wurde Karusseit am 2. August 1939 im westpreußischen Elbing im heutigen Polen, in Mecklenburg ging sie zur Schule. Sie machte zunächst eine kaufmännische Ausbildung an einer Berufsschule und fand später zur Bühne. Bis 1962 studierte sie in Ost-Berlin an der Staatlichen Schauspielschule. Jahrelang trat sie an der Berliner Volksbühne auf, hatte aber auch Engagements an vielen anderen Bühnen. Im Lauf ihrer Karriere hat sie außerdem in Dutzenden bedeutenden DFF- und DEFA-Filmen ("Levins Mühle") die Hauptrolle gespielt. Zuletzt arbeitete sie an einem Buch mit dem Titel "Zugabe", das nach Angaben des Eulenspiegel-Verlags im März erscheinen soll.

Salzburger Intendant kommt doch nicht nach Köln

Carl Philip von Maldeghem bleibt nach Kritik in Salzburg

Der als neuer Kölner Schauspielintendant vorgesehene Carl Philip von Maldeghem bleibt nun doch an seinem bisherigen Wirkungsort Salzburg. "Nach reiflicher Überlegung und seiner Intuition folgend" habe er sich für einen Verbleib am dortigen Landestheater entschieden, teilte das Land Salzburg mit. Eine Sprecherin der Stadt Köln bestätigte dies. Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadt mitgeteilt, dass Maldeghem 2021 Nachfolger des derzeitigen Schauspielintendanten Stefan Bachmann werden solle. Es folgte eine Welle des Protests gegen die Entscheidung, der Schriftsteller Navid Kermani sprach von einer „Demütigung für Köln. Maldeghem stehe für gefällige, konventionelle Inszenierungen und könne einer Millionenstadt wie Köln keine künstlerisch interessanten Anstöße geben, monierten die Kritiker. Maldeghem argumentiert nun, in Salzburg wisse er "die Politik in Stadt und Land voll hinter dem Haus".

Schlösserstiftung: Kein Blattgoldtourismus mehr

Neuer Generaldirektor will gegen sinkende Besucherzahlen kämpfen

Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg ziehen nach Ansicht des neuen Generaldirektors der Schlösserstiftung, Christoph Martin Vogtherr, nicht mehr allein wegen ihrer Bedeutung und Namen die Besucher an. "Wir müssen uns aus dem Blattgoldtourismus befreien", sagte Vogtherr in Potsdam mit Blick auf sinkende Besucherzahlen. Erforderlich seien nun genaue Untersuchungen, welche Besuchergruppen angesprochen werden, wer und warum er in die Einrichtungen komme, sagte Vogtherr. Am kommenden Donnerstag tritt er sein Amt als Nachfolger von Martin Dorgerloh an, der zum Generalintendanten des Humboldt-Forums Berlin berufen wurde.

Bernstein Award für Mezzosopranistin Emily D'Angelo

D'Angelo verfüger über eine "ungewöhnliche Variationsbreite" im Ausdruck

Emily D'Angelo, kanadisch-italienische Mezzosopranistin, erhält den Leonard Bernstein Award 2019 des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die junge Sängerin begeistere mit ihrem Können und ziehe die Menschen mit ihrer Stimme in den Bann, teilte die Festivalleitung in Lübeck zur Begründung mit. Intendant Christian Kuhnt bescheinigte der 24-Jährigen eine "ungewöhnliche Reife und Variationsbreite an musikalischem Ausdruck". Die seit 2002 vergebene Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie wird beim diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festival am 17. Juli in Lübeck verliehen.

Myanmar: Journalisten ziehen vor Oberstes Gericht

Sie waren wegen Verrats von Staatsgeheimnissen verurteilt worden

Die beiden in Myanmar verurteilten Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters ziehen vor das Oberste Gericht in der Hauptstadt Naypyidaw: Dieses solle dem Antrag der Anwälte auf Berufung gegen die siebenjährige Haftstrafe stattgeben, teilte Reuters mit. Ein Revisionsgericht in der früheren Hauptstadt Rangun hatte vor drei Wochen die Haftstrafe von Wa Lone und Kyaw Soe Oo bestätigt. Die Richter befanden, die Verteidiger der Journalisten hätten nicht genug Beweise dafür erbracht, dass die beiden unschuldig seien. Daher sei das Anfang September gefällte Urteil wegen Verrats von Staatsgeheimnissen "eine angemessene Strafe".  Die Reporter waren im Dezember 2017 bei Recherchen über ein Massaker an Angehörigen der muslimischen Rohingya-Volksgruppe verhaftet worden.

Merkel verlässt Facebook

Bundeskanzlerin verweist auf FB-Seite der Bundesregierung und Instagram

Bundeskanzlerin Angela Merkel verlässt Facebook. Da sie nun nicht mehr Parteivorsitzende sei, werde sie ihre Facebook-Seite schließen, kündigte sie in einem letzten Videoclip in dem sozialen Netzwerk an. Zugleich dankte sie der "Facebook-Gemeinde" für die "zahlreiche Unterstützung". Merkel warb auch darum, ihre Arbeit als Bundeskanzlerin weiter zu verfolgen. Dafür sei weiterhin die Facebook-Seite der Bundesregierung da oder man könne ihr bei der Bilderplattform Instagram folgen.

Japans Kaiserin wird Ehrenmitglied bei Jugendbibliothek

Kaiserin Michiko folgt auf Erich Kästner und Astrid Lindgren

Die japanische Kaiserin Michiko wird Ehrenmitglied der Stiftung Internationale Jugendbibliothek. Dies bestätigte deren Hofamt in einer Mitteilung, wie die Bibliothek Tag in München bekanntgab. Die Monarchin sei damit nach dem Schriftsteller Erich Kästner und der Autorin Astrid Lindgren die dritte Person in dieser Ehrenposition. Die Ehrenmitgliedschaft ist symbolisch und beinhaltet keine Verpflichtungen. Schon seit über dreißig Jahren sei die Kaiserin der internationalen Kinder- und Jugendliteratur sehr verbunden, heißt es. Anfang der 1990er Jahre habe sie 80 Gedichte des bekannten japanischen Kinderlyrikers Michio Mado ins Englische übertragen und ihn damit einer breiten Öffentlichkeit bekanntgemacht.

Schwuler Rosenmontagsball lädt Narrhalla aus

Grund ist die Verleihung des Valentin-Ordens an Andreas Gabalier

Die Faschingsgesellschaft Narrhalla darf in diesem Jahr nicht an dem schwulen Rosenmontagsball in München teilnehmen. Sie wurde von den Veranstaltern ausgeladen, weil sie ihren Karl-Valentin-Orden in diesem Jahr an den umstrittenen österreichischen Musiker Andreas Gabalier verleihen will. "Der Sänger Andreas Gabalier hatte sich in der Vergangenheit wiederholt homophob geäußert. Die Veranstaltenden des Schwulen Faschingsballs am Rosenmontag wollen diese Haltung nicht auch noch belohnen und ziehen Konsequenzen", teilte das Münchner Schwulenzentrum Sub mit. Gabalier soll mit dem Orden ausgezeichnet werden, der an den legendären Humoristen Karl Valentin erinnert. Dagegen gibt es Widerstand. Gabaliers gesellschaftspolitische Haltung sei rechtspopulistisch, eindeutig homophob und frauenfeindlich, kritisierte beispielsweise die Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums, Sabine Rinberger, die Entscheidung.

"Der Denker": Rodin aus dem 3D-Drucker

US-Forscher drucken Rodin-Statue mit neuem Verfahren nach

Mit einer neuen Art des 3D-Drucks lassen sich Objekte im Ganzen aus einem lichtempfindlichen Material erzeugen. US-Forscher stellen diese Neuentwicklung im Fachmagazin "Science" vor. Sie druckten mit dem Verfahren unter anderem eine Mini-Version der berühmten Skulptur "Der Denker" von Auguste Rodin. Beim herkömmlichen 3D-Druck werden Objekte Schicht auf Schicht gedruckt. Diese Verfahren seien allerdings vergleichsweise langsam, die Qualität der Oberflächen sei begrenzt und häufig seien Nachbearbeitungen nötig, schreiben die Forscher um Brett Kelly von der University of California. Das neue Druckverfahren könne besonders nützlich sein, um unter anderem patientenspezifische medizinische Implantate oder Bauteile für die Luftfahrt herzustellen, sagen die Wissenschaftler.

Kulturnachrichten hören

Februar 2020
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur