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Dienstag, 13.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 11. August 2017

Schauspielerin Silvia Andersen gestorben

Ex-"Marienhof"-Schauspielerin wurde auf dem Fahrrad von LKW erfasst

Die frühere "Marienhof"-Schauspielerin Silvia Andersen ist tot. Die 51-Jährige kam bei einem Fahrrad-Unfall in München ums Leben, wie ihre Agentur auf Anfrage mitteilte. Laut Polizei hatte ein 20 Jahre alter LKW-Fahrer sie am Mittwoch beim Abbiegen an einer Kreuzung übersehen und mit dem Lastwagen erfasst. Die Mutter eines Sohnes erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Menschen legten am Unfallort Blumen nieder. Die Münchner Tageszeitung "tz" hatte zuvor darüber berichtet. In den neunziger Jahren spielte Andersen in der ARD-Vorabendserie "Marienhof" die Rolle der Frau Klein und war in den 2000ern auch in kleineren Produktionen zu sehen. Die ausgebildete Tänzerin stand in den vergangenen Jahren öfter auf der Theaterbühne.

Conchita Wurst sagt Auftritt aus Protest ab

Britische Behörden verweigerten Begleitmusikern die Visa

Conchita Wurst zeigt den britischen Behörden die kalte Schulter: Die österreichische Bühnen-Diva sagte kurzfristig einen Auftritt in Edinburgh ab, weil ihre drei aus Syrien stammenden Begleitmusiker kein Visum für Großbritannien bekommen haben. In einem Facebook-Eintrag kritisierte Wurst die Entscheidung der britischen Behörden als "bedauerliche Tatsache". Die Absage tue ihr und ihren Musikern "sehr leid, weil wir uns auf den Auftritt gefreut hatten". Der Auftritt sollte eigentlich auf dem Edinburgh International Festival stattfinden, das der Zusammenarbeit zwischen europäischen Künstlern und Migranten gewidmet ist. Conchita Wurst wollte dort mit dem Trio Basalt auftreten. Es besteht aus drei Syrern, die vor dem Bürgerkrieg nach Wien geflohen sind. Dass der Auftritt auf dem multikulturellen Festival ausgerechnet an einer Visaentscheidung scheiterte, stieß auch bei den Organisatoren in Edinburgh auf Kritik. "Die Symbolik dieser Entscheidung ist wirklich furchtbar", sagte Festival-Direktor Fergus Lineham zu AFP. "Gerade wegen der Zielsetzung des Projekt ist das besonders frustrierend."

Ingo Schulze bekommt Rheingau-Literaturpreis

Preis ist mit 11 111 Euro und 111 Flaschen Riesling dotiert

Für seinen Roman "Peter Holtz - Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst" bekommt der Schriftsteller Ingo Schulze den Rheingau-Literaturpreis mit der ungewöhnlichen Dotierung von 11.111 Euro und 111 Flaschen Rheingauer Riesling. Schulze gehöre zu den freien Schriftstellern, die in der Nachwendezeit eine eigene Stimme der Erinnerung, der Gegenrede und der Selbstbehauptung unter den neuen Verhältnissen gefunden hätten, so die Jury. Er schreibe mit kühlem Blick für die Komik und Absurditäten der menschlichen Existenz. Mit Peter Holtz, dem Helden seines neuen Romans, schicke Schulze "einen Schelm auf Ost- und West-Passage, durch jäh wechselnde Zeiten, durch die Landeskunde der Ideologien."

Verleger Egon Ammann gestorben

Schweizer Verleger verstarb am Mittwoch mit 75 Jahren

Der Schweizer Verleger Egon Ammann ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 75 Jahren in Berlin, teilte der Frankfurter S. Fischer Verlag mit. Der Schweizer hatte seinen 1981 gegründeten Verlag 2010 aufgegeben. Teile des Programms übernahm S. Fischer. Zu den bekanntesten Ammann-Autoren zählte Eric-Emmanuel Schmitt. Ammann arbeitete als Verlagslektor in Zürich, Barcelona, Madrid und Frankfurt am Main, bevor er 1981 seinen Verlag gemeinsam mit seiner Frau Marie-Luise Flammersfeld gründete. Insgesamt sind bei ihnen rund 1000 Titel erschienen. Wegen der zunehmend schwierigen Marktsituation für Literatur und seines fortschreitenden Alters gab Ammann seinen Verlag schließlich nach 29 Jahren ab.

Kuratorin kritisiert documenta-Ausstellungspraxis

Autonomie der Kunstwerke werde einer Verschmelzungs-Ästhetik geopfert

Die Kuratorin Clementine Deliss hat die Ausstellung von Werken afrikanischer Künstler auf der documenta kritisiert. Privates europäisches Kapital befeuere die Enteignung der ästhetischen Produktion Afrikas, schreibt die ehemalige Direktorin des Frankfurter Weltkulturen Museums in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Präsentation in Kassel werfe die Frage auf, warum einer bunten Mischung von Kunst aus Afrika der Vorzug gegenüber kunstgeschichtlich anspruchsvollen Darstellungen einzelner Künstler gegeben werde, so Deliss weiter. Sie kritisierte zudem, dass historische Kunstwerke oft nicht nach Afrika zurückgebracht werden. Die Ansammlungen solcher Werke in europäischen Museen beeinträchtige einen Austausch zwischen den Kontinenten.

Ponto-Preis für Sasha Marianna Salzmann

Literarisches Debut der Gorki-Hausautorin

Für ihren Debutroman "Außer sich" erhält die Autorin Sasha Marianna Salzmann den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. Die mit 15 000 Euro dotierte Ehrung dient der Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Salzmann wurde 1985 in Wolgograd geboren und wuchs in Moskau auf, 1995 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Die Hauptpersonen ihres Romans sind Zwillinge, die erst in einer engen Wohnung in Moskau und dann in einem deutschen Asylheim aufwachsen. Die Jury lobt das Buch als "ein facettenreiches Generationenpanorama von der Sowjetunion im 20. Jahrhundert bis ins Europa der Gegenwart". Sasha Marianna Salzmann ist Hausautorin am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Ihr Roman erscheint im September bei Suhrkamp. Der Ponto- Preis wird am 29. November im Frankfurter Literaturhaus verliehen.

Zeichnungen von Alberto Giacometti aufgetaucht

Giacometti-Stiftung in Paris bestätigt Echtheit

Verschollen geglaubte Zeichnungen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti sind wieder aufgetaucht. Das hat die britische Zeitung "The Guardian" gemeldet.
Gefunden wurden die Zeichnungen in einem Haus der verstorbenen Antiquitäten-Händlerin Eila Grahame in London. Die Giacometti-Stiftung in Paris hat die Zeichnungen geprüft, für echt befunden und in die offizielle Sammlung aufgenommen. Die beiden Zeichnungen befinden sich auf der Vorder- und Rückseite des gleichen Papiers. Auf der einen Seite sind mehrere Köpfe abgebildet. Dazu kommen zwei Oberkörper mit sehr detailliert gezeichneten Köpfen, zwei kleinere Köpfe und ein Torso. Die Rückseite zeigt eine stehende Frau. Die Blätter werden wohl nun verkauft werden. Der Erlös soll einer Stiftung zugute kommen.

Schauspielerin Christa Berndl ist tot

Preisgekrönte Münchener Darstellerin erlag schwerer Krankheit

Die Schauspielerin Christa Berndl ist tot. Sie sei nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren in München gestorben, teilte ihr Stiefsohn Florian Scheibe mit. Berndl gehörte viele Jahre zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Unter anderem spielte sie in "Victor oder die Kinder an der Macht", "Magdalena" und "Othello". Schon in jungen Jahren hatte sie im Kinderballett des Münchner Gärtnerplatztheaters getanzt. Engagements hatte sie unter anderem auch in Stuttgart, Augsburg, Nürnberg, Kiel, Essen und Bochum. Christa Berndl wurde 1972 von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Sie bekam die Ludwig-Thoma-Medaille der Stadt München und war Trägerin des Gertrud-Eysoldt-Rings der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

China geht gegen Soziale Medien vor

Ermittlungen gegen führende Sozialen Medien WeChat und Weibo

In China ermitteln die Behörden gegen die führenden Sozialen Medien WeChat und Weibo, weil sie gegen Cyber-Gesetze verstoßen haben sollen. Auch das Online-Forum Tieba von Baidu sei ins Visier genommen, teilte die Cyberspace-Behörde mit. "Die Nutzer verbreiten Gewalt, Terror, falsche Gerüchte, Pornografie und andere Risiken für die nationale Sicherheit, den öffentlichen Schutz und die soziale Ordnung", argumentierte die Behörde auf ihrer Internet-Seite. Nach den neuen Cyber-Gesetzen sind Inhalte verboten, die obszön, gewaltverherrlichend oder gegen die Partei gerichtet sind. Baidu erklärte, man bedauere unangebrachte Inhalte zutiefst und wolle mit den Behörden bei einer genaueren Überprüfung zusammenarbeiten. Weibo und Tencent, die Muttergesellschaft von WeChat, äußerten sich nicht zu den Ermittlungen. WeChat hat rund 940 Millionen aktive Nutzer im Monat, Weibo 350 Millionen. Die westlichen Sozialen Medien Facebook und Twitter sind in China verboten.

PEN-Zentrum ernennt Liu Xia zum Ehrenmitglied

Witwe von Liu Xiaobo lebt laut PEN unter strenger Überwachung

Das PEN-Zentrum Deutschland hat die chinesische Künstlerin und Lyrikerin Liu Xia zum Ehrenmitglied ernannt. Damit wird die Ehefrau des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo für ihre künstlerische Arbeit und ihre Rebellion gegen die Unterdrückung der Meinungsfreiheit gewürdigt, wie das PEN-Zentrum in Darmstadt mitteilte. Die 56 Jahre alte Dichterin, Malerin und Fotografin steht seit 2010 unter Hausarrest. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist dem PEN-Zentrum unbekannt. Viele Staaten, darunter Deutschland und die USA, forderten bereits eine Ausreiseerlaubnis für Liu Xia. Lu Xiaobo war am 13. Juli im Alter von 61 Jahren gestorben. Die chinesischen Behörden gerieten vor dem Tod des Dissidenten international unter Druck, weil sie dem schwer an Leberkrebs erkrankten Xiaobo eine Behandlung im Ausland verwehrten.

Mauer-Stiftung soll East-Side-Gallery übernehmen

Open-Air-Ausstellung soll auf diese Weise gesichert werden

Die Stiftung Berliner Mauer soll die sogenannte East Side Gallery übernehmen.
Berlins Kultursenator Klaus Lederer sagte, auf diese Weise könne die Kunstmeile so gesichert, restauriert und unterhalten werden, dass sie auch in den nächsten Jahren der Öffentlichkeit zur Verfügung stehe. Die East Side Gallery ist ein 1,3 Kilometer langes Mauerstück, das 1990 von internationalen Künstlern bemalt wurde. Die Open-Air-Ausstellung ist seither eine beliebte Touristenattraktion. Es kommt jedoch immer wieder zu Vandalismus und Schmierereien. Die Stiftung Berliner Mauer ist für mehrere Gedenkstätten zuständig.

"Der Kunstmarkt ist Betrug"

US-Komiker kritisiert Kunsthändler

Ein polemisches Video des US-Komikers Adam Conover hat im Internet bereits 1,3 Millionen Klicks erhalten. Um die Mechanismen des Kunstmarkts aufzudecken, greift Conover Galeristen und Auktionshäuser an. Er behauptet, dass Galeristen Preise für Kunst willkürlich festlegten, Auktionshäuser Strohmänner mitbieten liessen, um die Preise in die Höhe zu treiben, dass der Kunstmarkt für Geldwäsche und Steuervermeidung benutzt werde. Sein Fazit lautet: "Der Kunstmarkt ist Betrug." Das fünfminütige Video ist Teil der Edutainment-Serie "Adam Ruins Everything" des Senders truTV. Es ist auch auf der Youtube-Seite der Comedywebsite CollegeHumor zu sehen.

CNN feuert Kommentator nach "Sieg Heil"-Tweet

Unhaltbare Äußerungen von Jeffrey Lord

Der US-Nachrichtensender CNN hat seinen konservativen Kommentator Jeffrey Lord nach einem "Sieg Heil"-Gruß an einen Kritiker via Twitter gefeuert. Salute im Stil der Nationalsozialisten seien unhaltbar, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns. Der Kommentator hatte den Ausruf an den Chef der liberalen Interessensvertretung Media Matters for America, Angelo Carusone, getwittert. Die beiden waren in dieser Woche mehrfach in dem sozialen Netzwerk aneinander geraten. Nach der Bekanntgabe seiner Entlassung reagierte Lord erneut auf Twitter. Er schrieb die Abkürzung "LOL!" (Laughing Out Loud), die Lachen und Belustigung darstellen soll.

Charles Aznavour bekommt "Walk of Fame"-Stern

Hollywood ehrt die französische Showlegende

Der 93 Jahre alte Chansonnier Charles Aznavour wird auf Hollywoods "Walk of Fame" mit einem Stern verewigt. Er wird am 24. August persönlich zu der Zeremonie kommen. Als Gastredner ist der Regisseur Peter Bogdanovich eingeladen. Aznavour hat in seiner mehr als 70 Jahre langen Karriere über 1000 Chansons komponiert und in Dutzenden Filmen mitgewirkt. François Truffaut, Claude Chabrol oder Volker Schlöndorff holten den Künstler vor die Kamera. Im vergangenen Jahr ist Aznavour noch in Nordamerika auf Tournee gegangen. Im Oktober trat er im Pantages Theater in Hollywood auf.

Chelsea Manning posiert für die "Vogue"

Starfotografin Annie Leibowitz setzt sie in Szene

Die kürzlich frei gelassene Whistleblowerin und Transgender Chelsea Manning wird in der Septemberausgabe der "Vogue" zu sehen sein - fotografiert von der Starfotografin Annie Leibovitz. Manning selbst zeigt bereits auf Instagram ein Foto, das sie in einem roten Badeanzug am Strand zeigt. Chelsea Manning war im Mai nach fast sieben Jahren aus US-Militärhaft entlassen worden. Vor ihrer Geschlechtsumwandlung war sie unter dem Vornamen Bradley bekannt. Manning hatte als Computerexperte für die US-Streitkräfte gearbeitet und große Datenmengen geheimen Materials an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet. Die Septemberausgabe der "Vogue" erscheint vor der New Yorker Fashion Week und ist die wichtigste und umfangreichste des Jahres.

"Greenpeace Magazin" künftig monothematisch

Zeitschrift wird rundum überholt

Das "Greenpeace Magazin" erlebt einen Relaunch und wird sich künftig einem einzigen großen Thema pro Ausgabe widmen. Das heute erschienene erste Heft in neuer Machart dreht sich um Europa. Sich einem Thema über mehrere Wochen ganz zu verschreiben, sei "im Sinne profunder Berichterstattung journalistisch geboten", sagte Chefredakteur Kurt Stukenberg. Das neue "Greenpeace Magazin" wirkt deutlich klarer strukturiert. Die Zeitschrift erscheint 6 Mal pro Jahr. Sie ist finanziell und redaktionell unabhängig von der weltweiten Umweltorganisation.

Musikfonds des Bundes gibt 895 000 Euro

86 Projekte profitieren von neugegründetem Fördertopf

Insgesamt 86 Musikprojekte werden in der ersten Runde mit rund 895.000 Euro aus dem neugegründeten Musikfonds gefördert. Mit dem Fonds solle die "zeitgenössische Musikkultur in Deutschland in ihrer Vielfalt und Komplexität" gestärkt werden, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Das Spektrum der nun ausgewählten Projekte reiche "vom Jazz über den experimentellen Rock und Pop der Subkultur bis hin zu Audio-Installationen". Der Musikfonds wird jährlich mit 1,1 Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin finanziert und fördert Projekte mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro. Mitglieder des Musikfonds sind der Deutsche Musikrat, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Deutsche Gesellschaft für elektronische Musik, die Gesellschaft für Neue Musik, die Union Deutscher Jazzmusiker und die Initiative Musik.

Archäologen dürfen am Mainzer Landtag weitergraben

Byzantinische Goldmünze aus dem 7. Jahrhundert gefunden

Nach dem Fund einer byzantinischen Goldmünze und Resten der römischen Stadtmauer auf der Landtagsbaustelle in Mainz dürfen die Archäologen ihre Forschungen im nächsten Monat weiterführen. "Die Grabungen sind unterbrochen, aber im September geht es weiter", sagte die Leiterin der Landesarchäologie, Marion Witteyer, in Mainz, wo die Goldmünze in einer Vitrine im Landesmuseum präsentiert wurde. Die bisherigen Grabungen lieferten eine Vielzahl neuer Erkenntnisse zur Geschichte von Mainz. Die Münze stammt nach Angaben Witteyers aus dem frühen 7. Jahrhundert, geprägt unter der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Herakleios. Die für die Region seltene Münze aus dem fernen Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, habe in der damaligen Zeit einen äußerst hohen Wert gehabt und sei vermutlich für ein größeres Handelsgeschäft geplant gewesen.

350.000 Besucher zur Halbzeit von "Skulptur Projekte"

35 Werke verteilt über das Stadtgebiet noch bis zum 1. Oktober zu sehen

Die internationale Open-Air-Ausstellung "Skulptur Projekte" in Münster hat zur Halbzeit eine positive Zwischenbilanz gezogen. Seit der Eröffnung am 10. Juni wurden rund 350 000 Besucher verzeichnet, so die Veranstalter. Allein am Eröffnungswochenende hätten über 10 000 Interessierte die Schau mit moderner Kunst an öffentlichen Plätzen erkundet. In diesem Jahr sind noch bis 1. Oktober Werke von Künstlern wie Thomas Schütte, Cosima von Bonin oder Pierre Huyghe zu sehen. Führungen, Workshops für Schüler und weitere Angebote der Kunstvermittlung wurden bislang von rund 24 000 Besuchern in Anspruch genommen. Allerdings gebe es vereinzelt auch Vandalismus und Diebstahl, weil ein Großteil der Werke nicht "im Schutzraum Museum" präsentiert würde, erklärten die Veranstalter. Im Vergleich zu 2007 sei bislang keine Zunahme solcher Fälle zu vermelden.

Bundesmittel für Wittenberger Handschriften

Urkunden aus Handschriftensammlung des Lutherhauses werden restauriert

Einzigartige Pergament-Urkunden aus der Handschriftensammlung des Wittenberger Lutherhauses sollen mit finanzieller Unterstützung des Bundes restauriert werden. Dafür erhalte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt aus einem Sonderprogramm zur Bewahrung des schriftlichen Kulturerbes eine Förderung von 7500 Euro, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Zur Sammlung des Lutherhauses zählen den Angaben zufolge etwa 7000 Autographen, darunter etliche Briefe des Reformators Martin Luthers und seiner Zeitgenossen sowie das Apothekenprivileg für den Maler Lucas Cranach den Älteren von 1520. Mit den Finanzmitteln sollen wichtige und wertvolle Stücke restauriert und in säurefreie Kartons gepackt werden, hieß es. Neben der Stiftung Luthergedenkstätten erhalten in Sachsen-Anhalt das Landesarchiv, das Bistumsarchiv in Magdeburg sowie die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle eine Förderung aus dem Bundesprogramm.

Berliner Schloss bekommt Dachrestaurant

Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher hatte Bedenken angemeldet

Das Berliner Schloss bekommt trotz Bedenken der Senatsbauverwaltung ein Dachrestaurant. "Das Restaurant ist beschlossene Sache. Es wird mitgeplant und mitgebaut", sagte Johannes Wien, Vorstand und Sprecher der für den Bau verantwortlichen Stiftung, der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Streit um das Kreuz auf der Kuppel hatte Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher jetzt auch das Dachrestaurant zur Debatte gestellt. "Hier sehe ich die Gefahr, dass die Rekonstruktion ins Disneyhafte kippt", hatte sie dem Verbund "Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten" gesagt. Wien betonte, das rekonstruierte Schloss solle nach dem Willen aller Beteiligten auch ein Aufenthaltsort und neuer Stadtraum werden. Deshalb habe der Stiftungsrat das Dachrestaurant von Anfang an mit in die Planung aufgenommen.

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