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Kulturnachrichten

Sonntag, 25. Februar 2018

Schauspielerin Emma Chambers gestorben

Britische Schauspielerin wurde nur 53 Jahre alt

Die britische Schauspielerin Emma Chambers ist tot. Sie starb im Alter von 53 Jahren eines natürlichen Todes, wie ihr Agent mitteilte. Chambers wurde vor allem mit ihrem Auftritt in dem Liebesfilm "Notting Hill" aus dem Jahr 1999 bekannt. Sie spielte Honey, die Schwester von Hauptdarsteller Hugh Grant. Der 57-Jährige würdigte Chambers per Kurznachrichtendienst Twitter als "lustige und warme Person und natürlich brillante Schauspielerin". Dem britischen Publikum bleibt sie vor allem in Erinnerung für ihre Rolle der trotteligen aber liebenswerten Kirchendienerin Alice Tinker in der BBC-Serie "The Vicar of Dibley".

Designerin tritt für Freiheit der Kunst ein

Modewelt debattiert über Verwendung von Motiven aus anderen Kulturen

Am Rande der Mailänder Modewoche hat sich die Designerin Stella Jean für die Freiheit der Kunst stark gemacht. Es sei nicht hinnehmbar, dass Designern verboten werde, Elemente aus einer fremden Kultur zu übernehmen. "Auch das ist eine Form von Rassismus. Und damit nicht tolerierbar", sagte sie. Jean reagierte damit auf Kritik an Chanel, denn die Modefirma hatte letztes Jahr umstrittene Bumerangs verkauft, die als traditionelle Wurfwaffe der Aborigines gelten. Der belgische Designer Dries van Noten musste Kritik einstecken, weil er ein peruanisches Lama-Motiv verwendete. "Wir kämpfen schon so lange dafür, die Barrieren zwischen den Völkern und Kulturen einzureißen - und jetzt wollen wir neue errichten?", sagte Jean. Die Forderung nach Reinheit sei blanke Utopie. Für die wachsende Aggressivität, mit der Verbote durchgesetzt werden sollen, habe sie kein Verständnis. Ein Tabu lässt allerdings auch Jean gelten: "Ich verwende keine religiösen Symbole."

Neues Depot in Gedenkstätte Sachsenhausen eröffnet

Mehr Geld für eine bessere Unterbringung der Sammlung

Auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg ist ein neues Depot für die umfangreiche Sammlung eröffnet worden. "Vor dem Hintergrund der immer weniger werdenden Zeitzeugen spielen diese Objekte eine noch wichtigere Rolle als bisher - sie bringen die Geschichte zum Sprechen", erklärte Kulturministerin Martina Münch zur Eröffnung. Auf rund 1200 Quadratmetern können die rund 35.000 Objekte und 430 Regalmeter Archivmaterial aufbewahrt werden. Unter den Objekten sind Häftlingskleidung, aber auch Kunstwerke, Fotos und Dokumente. Vieles stammt aus Nachlässen der Häftlinge. Jetzt können die Erinnerungen unter modernen konservatorischen Bedingungen aufbewahrt werden. Die Räume in ehemaligen Werkstätte wurden für rund 2,53 Millionen Euro wieder hergerichtet.

Deutsche Welle eröffnet Büro in Kolumbien

Auslandssender verstärkt Berichterstattung aus Lateinamerika

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle hat ab sofort ein eigenes Korrespondentenbüro in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Von 2600 Meter Höhe aus den Anden wird die Korrespondentin Ofelia Harms Arruti mit ihrer Mannschaft künftig über aktuelle Ereignisse aus Lateinamerika berichten. "Kolumbien hat derzeit eine sehr interessante politische Situation, nicht nur wegen der anstehenden Wahlen", sagte Intendant Peter Limbourg. Auch mit Blick auf den laufenden Friedensprozess sei Kolumbien ein spannendes Land. Präsident Juan Manuel Santos schickte erst per Video und später noch via Kurznachrichtendienst Twitter seine Glückwünsche zur Eröffnung.

20 Jahre Gefängnistheater "aufBruch"

Berliner Häftlinge feiern mit einem "Parsifal"-Event

Zu seinem Jubiläum kehrt das Berliner Gefängnistheater "aufBruch" zu seinem Ursprungsort zurück. Vor 20 Jahren kamen die Künstler erstmals in die Justizvollzugsanstalt Tegel, um mit Insassen ein Theaterstück zu erarbeiten. Dort feiert das Kulturprojekt nun mit einer besonders aufwendigen Produktion: Zusammen mit den Berliner Philharmonikern und der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" gibt es mehrere Vorstellungen von Richard Wagners "Parsifal". Das Gefängnistheater arbeitet heute in allen Berliner Haftanstalten mit Insassen zusammen. Für die Teilnehmer seien die Theaterproben eine Abwechslung im Gefängnisalltag, sagte Produktionsleiterin Sibylle Arndt. "Viele Inhaftierte beschreiben ein Freiheitsgefühl, wenn sie im Gefängnis Schauspieler sein können."

Social Media Konsum führt nicht zu schlechten Noten

Wissenschaftler der Universität Würzburg geben Entwarnung

Forscher sehen nach einer aktuellen Analyse keinen alarmierenden Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und dem Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen. "Horrorszenarien über die mutmaßlich fatalen Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf schulische Leistungen sind unbegründet", lautet das Fazit von Markus Appel von der Universität Würzburg. Der Kommunikationswissenschaftler wertete mit Kollegen die Ergebnisse von 59 Publikationen zum Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Schulleistungen aus. Richtig genutzt könnten soziale Netzwerke die Schulnoten sogar leicht verbessern, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Educational Psychology Review". Wenn Schüler Social Media nutzten, um sich über Schulthemen auszutauschen, schrieben sie etwas bessere Noten. Wer bei Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken aktiv sei, schneide in der Schule nur minimal schlechter ab. Unklar bleibt aber, ob schlechtere Schüler eher zu viel Social-Media-Nutzung neigen oder ob es die intensive Beschäftigung mit solchen Netzwerken ist, die zu etwas schlechteren Leistungen führt.

Indien trauert um Bollywood-Star

Schauspielerin Sridevi Kapoor wurde nur 54 Jahre alt

Die legendäre Bollywood-Schauspielerin Sridevi Kapoor ist im Alter von 54 Jahren gestorben. Sie spielte schon als Kind in zahlreichen Filmen, bevor sie 1978 ihr Bollywood-Debüt gab und zum Superstar aufstieg. Sridevi, wie sie genannt wurde, starb nach Angaben der Familie an Herzstillstand während einer Hochzeitsfeier in Dubai. Indiens Premierminister Narendra Modi würdigte die Schauspielerin als Veteranin der Filmindustrie, deren lange Karriere "unvergessliche Rollen" umfasse. Die Schauspielerin war zuletzt 2017 in dem Film "Mom" zu sehen. Ruhm hatte sie in den 1980er Jahren in Kassenschlagern wie "Mr. India", "Nagina" (Schlangenfrau) und "Chandni" (Mondlicht) erworben. Nach der Geburt ihrer Töchter hatte sie sich vom Filmgeschäft zurückgezogen und 2012 mit "Englisch für Anfänger" ein erfolgreiches Comeback gefeiert.

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