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Kulturnachrichten

Montag, 20. August 2018

Schauspielerin Argento des sexuellen Angriffs beschuldigt

Weinsteins Anklägerin soll einem Minderjährigen Schweigegeld gezahlt haben

Die italienische Schauspielerin Asia Argento, eine der führenden Stimmen der #MeToo-Debatte, hat nach Presseinformationen einem von ihr sexuell angegriffenen Mann Schweigegeld bezahlt. Wie die "New York Times" berichtete, erhielt der Schauspieler und Rockmusiker Jimmy Bennett 380.000 Dollar. Die Zeitung beruft sich auf ihr vorliegende Unterlagen, deren Herkunft sie nicht benennt. Drei mit dem Fall vertraute Persönlichkeiten bestätigten der "New York Times" die Echtheit der Unterlagen. Argento war eine der ersten Frauen gewesen, die den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein der Vergewaltigung beschuldigten. Bennett zufolge erfolgte der sexuelle Übergriff 2013 in einem Hotel in Kalifornien. Argento war damals 37 Jahre alt, Bennett war zwei Monate zuvor 17 geworden.

Aston Martin baut James Bonds Auto nach

Erste Modelle sollen 2020 ausgeliefert werden

Der Hersteller Aston Martin kündigte an, insgesamt 28 Fahrzeuge des Typs DB5 wieder zu bauen - mit Bond-Sonderausstattung. Der Aston Martin DB5 kam erstmals in "Goldfinger" (1964), dem dritten Bondfilm mit Sean Connery, zum Einsatz. Er gilt als das bekannteste aller Bond-Autos. Die ersten Remake-Fahrzeuge sollen 2020 ausgeliefert werden, teilte der britische Autobauer mit. Von den 28 Aston Martins stehen 25 zum Verkauf. Der Stückpreis: 2,75 Millionen Pfund plus Steuern. Wie im Film bringt der neue DB5 ein paar Besonderheiten mit. Nach Angaben des Unternehmens soll der Wagen auch ein rotierendes Nummernschild bekommen. Diese und andere technischen Spielereien würden in Zusammenarbeit mit Experten für Spezialeffekte der James-Bond-Filme entwickelt.

Zahl der Kinobesucher rückläufig

Grund: Fußball-WM und schwaches Filmangebot

Die Zahl der Kinobesucher ist im ersten Halbjahr stark zurückgegangen. Von Anfang Januar bis Ende Juni wurden in Deutschland 51,0 Millionen Kinotickets gekauft. Das seien 9,2 Millionen (15,2 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte die Filmförderungsanstalt FFA in Berlin mit. "Das Kinogeschäft lebt von der Attraktivität des Filmangebots, dem bislang die ganz großen Erfolge gefehlt haben", erklärte FFA-Vorstand Peter Dinges den Einbruch. Als weitere Gründe wurden das gute Wetter und die Fußball-WM genannt. Gute Nachrichten gibt es dagegen vom deutschen Film, der sich gegen den Trend entwickelte. Mit 11,3 Millionen verkauften Tickets zogen deutsche Produktionen laut FFA mehr Besucher in die Kinos als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres (10,6 Mio.).

Beuys-Sammlung war nie für Osnabrück bestimmt

Sammlerehepaar aus Osnabrück gibt seine Sammlung nach Münster

Die Stadt Osnabrück hat die Kritik zurückgewiesen, sich nicht genug um die Joseph-Beuys-Sammlung des Sammlerehepaares Rotert bemüht zu haben. Die Eheleute hätten "nie die Absicht gehabt", ihre Sammlung dauerhaft der Stadt zu überlassen, sagte der für Kultur zuständige Verwaltungsvorstand in Osnabrück. "Leider ist das so. Das haben wir selbstverständlich zu akzeptieren." Am Donnerstag war bekannt geworden, dass das Osnabrücker Ehepaar Manfred und Ingrid Rotert 150 Werke von Joseph Beuys dem LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster schenkt. Zur Kollektion der sogenannten Multiples gehören der legendäre Filzanzug von 1970 und die Capri-Batterie von 1985.

Donostia-Preis für Danny DeVito

US-Schauspieler wird beim Filmfestival in San Sebastián für Lebenswerk geehrt

Der US-Schauspieler Danny DeVito wird beim Filmfestival im spanischen San Sebastián für sein Lebenswerk geehrt. Der 73-Jährige wird den Donostia-Preis am 22. September erhalten. DeVito werde bei dem Festival seinen neuen Film "Smallfoot" vorstellen. In dem 3-D-Animationsfilm leiht er einem Yeti seine Stimme. Die Festivalleitung erklärte, DeVito blicke auf eine fast 50-jährige "vielseitige Karriere" in Theater, Film und Fernsehen zurück, während der er mit Regie-Stars wie Francis Ford Coppola und Tim Burton zusammenarbeitete. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen "Einer flog über das Kuckucksnest", "Twins - Zwillinge", "Batmans Rückkehr" und "L.A. Confidential". Zu den Preisträgern des Preises zählen Gregory Peck, Robert De Niro, Susan Sarandon, Meryl Streep und Bette Davis. Das 66. Filmfestival von San Sebastián findet vom 21. bis 29. September statt.

Journalistin Astrid Frohloff gibt "Kontraste" ab

Sie entwickelt neue Sendung für den rbb

Astrid Frohloff gibt nach zehn Jahren die Moderation des ARD-Magazins "Kontraste" ab. Das teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit. Zugleich entwickle Frohloff, die an diesem Dienstag 56 Jahre alt wird, für den rbb ein "innovatives Reportage-Format für konstruktiven Journalismus", wie es weiter hieß. Frohloff soll als Reporterin durch die Sendung führen. "Constructive Journalism" ist laut Frohloff das "richtige Angebot des rbb in Zeiten, in denen die Zuschauer neben kritischer Berichterstattung auch positive Angebote zur Orientierung und Einordnung von öffentlich-rechtlichen Sendern erwarten."

Journalistenverbände kritisieren sächsische Polizei

DJV: Vorgehen bei Demonstration in Dresden war Eingriff in Pressefreiheit

Journalistenverbände haben das Vorgehen der sächsischen Polizei gegen ZDF-Reporter beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der vergangenen Woche in Dresden kritisiert. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (DJU) sprachen von einem schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit. "Es ist erschreckend und beunruhigend, dass die systematische Verletzung der Rechte von Journalisten besonders während Großveranstaltungen mittlerweile offenbar zur alltäglichen Realität geworden ist", erklärte DJU-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß. Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall forderte von den verantwortlichen Politikern in Sachsen eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Während des Besuchs von Merkel am vergangenen Donnerstag in Dresden hatten Anhänger der AfD und von Pegida demonstriert. Ein Kamerateam, das im Auftrag des ZDF unterwegs war, wurde etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten. Das Team soll vorher von einzelnen Pegida-Demonstranten verbal angegriffen worden sein.

"Tatort"-Erfinder Gunther Witte verstorben

Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998 war er Fernsehspielchef beim WDR

Der langjährige Fernsehspielchef des WDR, Gunther Witte, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 82 Jahren unerwartet in Berlin, wie der Sender unter Berufung auf Wittes Familie bestätigte. Witte hatte die Krimireihe "Tatort" erfunden, die seit 1970 im Ersten läuft. Witte wurde 1935 im lettischen Riga geboren. In den 1950er Jahren studierte er an der Humboldt-Universität Germanistik und Theaterwissenschaften. Ab 1963 arbeitete er als Redakteur und Dramaturg für die Fernsehspielabteilung des WDR. Dort entwickelte er die Idee zum "Tatort". WDR-Intendant Tom Buhrow würdigte Witte als "eine der herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehspiels". Mit seiner einzigartigen Erfindung der "Tatort"-Reihe habe er den WDR und das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer. Witte wurde 2001 mit der Besonderen Ehrung des Grimme-Preises ausgezeichnet.

Mesale Tolu darf Türkei verlassen

Das bestätigte die 33-Jährige am Morgen auf Twitter

Die in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin Mesale Tolu darf das Land verlassen. Wie die 33-Jährige am Montagmorgen mitteilte, hat ein türkisches Gericht ihre Ausreisesperre aufgehoben. Der Prozess gegen sie werde allerdings fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft Tolu Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor. Mit ihr ist unter anderem ihr Ehemann Suat Corlu angeklagt, der offenbar in der Türkei bleiben muss. Seine Ausreisesperre bleibt bestehen, heißt es in einer Erklärung des Unterstützerkreises "Freiheit für Mesale Tolu". Die nächste Verhandlung gegen Tolu und Corlu findet am 16. Oktober statt.

Uri Avnery ist tot

Israelischer Friedensaktivist starb im Alter von 94 Jahren

Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery ist tot. Er starb im Alter von 94 Jahren in Tel Aviv. Avnery wurde am 10. September 1923 als Helmut Ostermann im westfälischen Beckum geboren, wuchs in Hannover auf und wanderte 1933 mit seiner Familie nach Palästina aus. Später saß er insgesamt zehn Jahre im israelischen Parlament und setzte sich für eine Lösung im Nahost-Konflikt ein. 1993 gründete er die Menschenrechtsgruppe Gusch Schalom. Zusammen mit seiner Frau erhielt er dafür 2001 den Alternativen Nobelpreis. Kritikern galt er als Verräter an der zionistischen Sache.

Lehrerverband sieht dramatischen Lehrermangel

"Entwicklung wurde in fast allen Bundesländern verschlafen"

An deutschen Schulen fehlen fast 40.000 Lehrer. Dieses Fazit zieht der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Einen derart dramatischen Lehrermangel habe man in Deutschland seit drei Jahrzehnten nicht mehr gehabt, sagte er der "Passauer Neuen Presse". Derzeit seien rund 10.000 Lehrerstellen nicht besetzt. Dazu kämen etwa 30.000 Stellen, die notdürftig mit Nicht-Lehrern, Seiteneinsteigern, Pensionisten und Studenten besetzt würden. Besonders kritisch sei die Situation an Grund- und Förderschulen. In fast allen Bundesländern sei die Entwicklung verschlafen worden, so Meidinger. Zudem seien immer mehr Lehramtsstudienplätze abgebaut worden. In Ländern wie Berlin und Sachsen müsse man von einem Bildungsnotstand sprechen. Das sei ein Skandal.

DGB warnt Computerspielebranche

"Ächtung von NS-Symbolen ein Gebot des Grundgesetzes"

Einen Tag vor dem Start der weltweit größten Computerspielemesse "Gamescom" hat der Deutsche Gewerkschaftsbund die Branche davor gewarnt, in ihren Spielen den Nationalsozialismus zu verharmlosen. DGB-Vorstandsmitglied Buntenbach schreibt in einem Brief an Justizministerin Barley, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, die Ächtung der Symbole des NS-Unrechtsregimes sei ein Gebot des Grundgesetzes. Auch in Zeiten der Digitalisierung müsse gewährleistet werden, dass in Deutschland strengste Maßstäbe gewahrt blieben. Sonst laufe man Gefahr, ein schleichendes und unkritisches Etablieren von NS-Symbolen auf allen digitalen Plattformen zu ermöglichen. Die Prüfstelle Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle hatte angekündigt, ihren Umgang mit verfassungsfeindlichen Symbolen zu verändern. Künftig sollen NS-Propagandamittel wie etwa Hakenkreuze gezeigt werden dürfen, wenn es "der Kunst oder der Wissenschaft, der Darstellung von Vorgängen des Zeitgeschehens oder der Geschichte" dient.

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