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Kulturnachrichten

Mittwoch, 21. April 2021

Tänzerin und Staatsballett Berlin einigen sich

Nach Rassismusvorwürfen und einem nicht verlängerten Vertrag haben sich eine Tänzerin und das Berliner Staatsballett vor dem Bezirks-Bühnenschiedsgericht Berlin auf einen Vergleich geeinigt. Eine entsprechende Mitteilung des Gerichts bestätigte der Anwalt der Tänzerin Chloé Lopes Gomes am Mittwoch in Berlin. Danach wird der Vertrag der Tänzerin um ein Jahr verlängert, zudem erhält sie 16.000 Euro. Das Staatsballett hatte wegen der Rassismus-Vorwürfe bereits Konsequenzen angekündigt, jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus seien in der Compagnie nicht tragbar. Lopes Gomes hatte eine Rückkehr in die Compagnie gefordert. Sie habe sich wiederholt rassistische Kommentare der Trainingsleiterin anhören müssen, hatte sie dem Staatsballett vorgeworfen. Für eine "Schwanensee"-Vorstellung sei sie aufgefordert worden, sich weiß zu schminken.

Europäische Fernsehsender starten Mediathek

Europäische Fernsehsender starten eine gemeinsame Mediathek. Dafür haben sich ARD und ZDF mit dem europäischen Kultursender Arte, dem französischen Sender France Télévisions sowie der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR zusammengetan. Ab sofort können unter dem Titel "The European Collection" Zuschauer kostenlos auf einen Katalog aus Dokumentationen und Reportagen zugreifen. Die Sendungen stehen in Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch zur Verfügung. Ziel sei es, so vielen Menschen wie möglich eine übergreifende und europäische Perspektive auf Themen zu bieten, die Europäer beschäftigen.

Schauspieler Thomas Fritsch ist gestorben

Der Schauspieler Thomas Fritsch ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er zählte zu den beliebtesten Fernsehschauspielern, bekannt war er unter anderem durch die ZDF-Serie "Drei sind einer zuviel" von 1977. Der in Dresden geborene Fritsch spielte in zahlreichen Fernsehserien wie "Derrick", "Rivalen der Rennbahn" oder "Der Bergdoktor". Auch als Theaterschauspieler und Synchronsprecher war Fritsch sehr aktiv, von 2002 bis 2017 war er der Erzähler in der Hörspielserie "Die Drei Fragezeichen".

Benin-Bronzen: Grütters lädt zu Spitzentreffen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wünscht sich einen bundesweit einheitlichen Umgang mit den legendären Benin-Bronzen. Daher lädt die Kulturstaatsministerin am 29. April zu einem digitalen Spitzengespräch ein. Gemeinsam soll eine Position gefunden werden, um dann im Dialog mit Nigeria das weitere Vorgehen abzustimmen. Grütters hatte den Umgang mit den Benin-Bronzen zuletzt einen "Prüfstein für den Umgang Deutschlands mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten" genannt. Alleine in Deutschland befinden sich rund 1.000 Benin-Bronzen, viele sollen im neueröffneten Humboldt-Forum ausgestellt werden. Die nigerianische Regierung forderte im vergangenen Jahr eine Rückgabe der Bronzen.

Thüringer Geopark steht auf der Unesco-Liste

Der Thüringer Geopark "Inselsberg - Drei Gleichen" hat jetzt den Status eines Unesco-Geoparks. Das gab der Exekutivrat der UN-Kulturorganisation bekannt, wie die Deutsche Unesco-Kommission mitteilte. Das 700 Quadratmeter große und erdgeschichtlich bedeutsame Gelände ist vor allem bekannt für den Bromacker bei Tambach-Dietharz, einer der weltweit bedeutendsten Fossil-Lagerstätten mit Skelettfunden von Ursauriern. Laut Thüringer Umweltministerium führen 17 Geo-Routen durch das mit mehreren Informationszentren ausgestattete Gelände. Weltweit gibt es 169 Unesco-Geoparks in 44 Ländern. Deutschlandweit sind es jetzt sieben.

US-Kultregisseur Monte Hellmann gestorben

Der US-amerikanische Regisseur und Produzent Monte Hellman ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren in Palm Desert in Kalifornien, wie unter anderem das US-Fachblatt „Variety“ meldete. Obwohl er einem breiten Publikum weitgehend unbekannt blieb, war er in der Filmbranche sehr einflussreich. Ende der 60er Jahre machte er sich mit nihilistischen Neo-Western einen Namen. Kultstatus erlangte sein Film „Two-Lane Blacktop“ von 1971, der heute als moderner Klassiker und einer der Schlüsselfilme des New Hollywood gilt. In den Jahren danach arbeitete Hellman in verschiedenen Positionen an erfolgreichen Filmen mit, darunter Paul Verhoevens „RoboCop“. 1992 produzierte er Quentin Tarantinos Erstlingswerk „Reservoir Dogs“. 2009 erhielt Monte Hellman in Venedig einen Spezial-Löwen für sein Gesamtwerk.

Ehren-Kamerapreis für Sophie Maintigneux

Der Ehrenpreis des Deuschen Kamerapreises geht in diesem Jahr an Sophie
Maintigneux. In einer Mitteilung des Kuratoriums heißt es, man ehre mit der gebürtigen Französin eine herausragende Bildgestalterin, deren Stil sich durch zurückhaltende Feinfühligkeit, meisterhafte Lichtsetzung und große empathische Bildkraft auszeichne. Sophie Maintigneux wurde 1986 mit "Das grüne Leuchten“ von Eric Rohmer bekannt, der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Seitdem hat Maintigneux mehr als 70 Spiel- und Dokumentarfilme umgesetzt und mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Michael Klier, Jan Schütte und Philip Gröning zusammen gearbeitet. Seit 1988 lebt sie in Berlin. Die Preisverleihung zum 31. Deutschen Kamerapreis findet Corona-bedingt am 21. Mai online statt.

Letzter Vilsmaier-Film: Streaming statt Kino

Der wegen Corona mehrfach verschobene Kinofilm "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" mit Michael Bully Herbig und Hape Kerkeling soll nun erst als Streaming-Angebot verfügbar sein. Die letzte Arbeit des im Februar 2020 gestorbenen Regisseurs Joseph Vilsmaier ("Herbstmilch", "Schlafes Bruder", "Comedian Harmonists") werde ab dem 14. Mai bei Amazon Prime Video starten, teilten der Streamingdienst und die Filmfirma Leonine Studios mit. Studio-Chef Fred Kogel sagte, für "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" plane man anlässlich des zweiten Todestages von Joseph Vilsmaier Anfang 2022 ein Event-Kinowochenende und Sondervorstellungen. Der Film wurde Ende 2019 gedreht und sollte Ende 2020 starten. Dann war der Start auf 11. Februar 2021 geschoben worden.

Instagram filtert Hassrede-Nachrichten heraus

Instagram gibt Nutzern neue Möglichkeiten, sich vor Direktnachrichten Unbekannter mit Hassrede und Beleidigungen zu schützen. Sie können künftig eine Liste mit Worten, Sätzen und Emojis anlegen, die herausgefiltert werden sollen. Nachrichtenanfragen, die sie enthalten, landen dadurch in einem separaten Ordner. Die Anfragen können von dort aus auch ungelesen zur Prüfung gemeldet werden, gab die Social Media-Plattform bekannt. Ähnliche Funktionen könnten mit der Zeit auch auf der Plattform der Instagram-Mutter Facebook folgen.

Teilchen-Beschleuniger in Darmstadt wird noch teurer

Die internationale Teilchen-Beschleunigeranlage Fair in Darmstadt verteuert sich abermals kräftig. Darüber informierte die Geschäftsführung das Bundesforschungsministerium. Konkret wurde über erwartete Mehrkosten von 145 Millionen Euro informiert. Darüber hinaus gebe es Kostenrisiken in Höhe von 448 Millionen Euro. Die internationale Teilchen-Beschleunigeranlage Fair nordöstlich des GSI Helmholtz-Zentrums für Schwerionenforschung gilt als eine der weltweit größten Anlagen physikalischer Grundlagenforschung. Ursprünglich waren dafür rund 1,3 Milliarden Euro eingeplant, die jüngste Schätzung lag bei 3,1 Milliarden Euro. Hauptgeldgeber des Projekts sind der Bund und das Land Hessen.

US-Komponist Jim Steinman mit 73 Jahren gestorben

Der US-amerikanische Komponist, Texter und Produzent Jim Steinman ist tot. Er schrieb Hits für Stars wie Meat Loaf, Barbra Streisand, Céline Dion oder Bonnie Tyler. Steinman starb bereits am Montag, wie verschiedene US-Medien am Dienstag übereinstimmend berichten. Er wurde 73 Jahre alt. Berühmt wurde Steinman, als er 1977 gemeinsam mit Meat Loaf das Hit-Album "Bat Out Of Hell" produzierte. Auch Musicals wie "Tanz der Vampire" oder Andrew Lloyd Webbers "Whistle Down the Wind" tragen Steinmans Handschrift.

Nach Vorwürfen: Produzent Rudin gibt Auszeit bekannt

Der US-Filmproduzent Scott Rudin ("No Country for Old Men", "The Social Network") hat nach Vorwürfen von Machtmissbrauch eine Auszeit angekündigt. Er werde von Film- und Streamingprojekten zurücktreten, teilte der 62jährige laut der Zeitschrift "Variety" mit. "Es tut mir sehr leid, mit meinem Verhalten Leid verursacht zu haben", zitierte das Filmblatt aus Rudins Mitteilung. Bereits am Wochenende hatte der preisgekrönte Produzent seinen Rückzug aus laufenden Broadway-Produktionen bekanntgegeben. Im Branchenblatt "Hollywood Reporter" hatten kürzlich mehrere Ex-Mitarbeiter Rudin Machtmissbrauch und Gewaltausbrüche vorgeworfen. In der Branche soll sein schlechter Ruf lange bekannt gewesen sein. Rudin zählt zu den erfolgreichsten Theater- und Filmproduzenten und zu der Künstler-Elite, die einen Grammy, Emmy, Tony und Oscar gewonnen haben.

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