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Kulturnachrichten

Donnerstag, 7. Januar 2021

Schauspieler Thomas Gumpert mit 68 gestorben

Der aus der Fernsehserie "Verbotene Liebe" bekannte Schauspieler Thomas Gumpert ist tot. Er sei "nach kurzer schwerer Krankheit" gestorben, teilte seine Agentur mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Zuschauer kennen Gumpert vor allem in der Rolle des Johannes Graf von Lahnstein, die er von 2003 bis 2008 in der ARD-Vorabendserie "Verbotene Liebe" spielte. Im Anschluss war er in mehr als 120 Folgen der ZDF-Telenovela "Alisa- Folge deinem Herzen" zu sehen. Er hatte auch viele Gastauftritte, etwa bei der RTL-Reihe "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei" oder beim ARD-"Polizeiruf 110". Zudem stand Gumpert bei renommierten Theatern auf der Bühne, etwa bei der Berliner Schaubühne und beim Ernst Deutsch Theater in Hamburg. Gumpert lebte zuletzt in Berlin.

Facebook sperrt Trump bis auf Weiteres

Facebook wird den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bis auf Weiteres sperren. Trumps Konten bei dem Online-Netzwerk und auch bei der Fotoplattform Instagram sollten für mindestens zwei Wochen beziehungsweise bis zur Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden blockiert bleiben, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur für 24 Stunden gesperrt. Auslöser für die Sperren waren Trumps Beiträge zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am Mittwoch. Dazu gehörte ein Video, in dem der Präsident seine Anhänger zwar zum Rückzug aus dem US-Parlamentsgebäude aufrief - aber zugleich abermals unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug wiederholte.

Buch über Missbrauch in bekannter Pariser Familie

Die Juristin Camille Kouchner löst mit einem Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer bekannten Pariser Intellektuellen-Familie erheblichen Wirbel in Frankreich aus. Die Autorin ist Tochter des früheren französischen Außenministers und Mitgründers der Nothilfeorganisation "Ärzte ohne Grenzen", Bernard Kouchner. Die 45jährige schreibt in dem autobiofgrafischen Werk, ihr Stiefvater sei vor über drei Jahrzehnten gegenüber ihrem damals minderjährigen Zwillingsbruder sexuell übergriffig geworden. Der bekannte Politologe und Jurist Olivier Duhamel ging zwar nicht direkt auf die Vorwürfe ein, legte nach deren Bekanntwerden in Medien bereits zu Wochenbeginn seine Funktionen nieder. Die französische Justiz begann vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen eine Untersuchung.

Vatikan-Latinist Pavanetto ist tot

Der frühere Vatikan-Latinist Anacleto Pavanetto ist tot. Der Ordensmann und Klassische Philologe starb im Alter von 89 Jahren in Rom, wie italienische Medien meldeten. Pavanetto war von 1997 bis 2008 Präsident der Latinitas-Stiftung, die 2012 in der Päpstlichen Akademie für die Lateinische Sprache aufging. Als Mitarbeiter des Vatikan und Professor der papstlichen Salesianer-Universität in Rom übersetzte und verfasste er zahlreiche Texte auf Latein und pflegte das Lateinische als Gegenwartssprache. Erst am 25. Dezember war der ehemalige Vatikan-Latinist und US-amerikanische Ordensmann Reginald Foster gestorben.

US-Kapitol: Verband verurteilt Übergriffe auf Reporter

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat Übergriffe auf Pressevertreter bei der Erstürmung des US-Kapitols durch Trump-Anhänger scharf verurteilt. Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall sagte in Berlin, die Ereignisse in Washington zeigten, dass Demokratie und Pressefreiheit jeden Tag aufs Neue verteidigt werden müssten. Auch ver.di-Chef Frank Werneke zeigte sich besorgt und wies auf Parallelen zur Entwicklungen in Deutschland hin, wo immer wieder Rechtspopulisten und andere Extremisten die Presse angriffen. Von den Angriffen der Trump-Anhänger waren Berichterstatter von ARD, ZDF, RTL/n-tv und der Nachrichtenagentur Associated Press betroffen. Eine Live-Schalte in den ARD-"Tagesthemen" musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

Online-Duden wird gegendert

Das Online-Wörterbuch des Duden-Verlags soll in gendersensibler Sprache überarbeitet werden. Alle 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen sollten künftig statt einem Wortartikel zwei haben - einen für die männliche und einen für die weibliche Form, berichtete die Zeitung "Die Welt". "Arzt" und "Ärztin" beispielsweise sind bereits mit je einem eigenem Beitrag aufgeführt. Zur Begründung gab der Duden-Verlag demnach an, die männlichen Formen seien nie geschlechtsneutral gewesen, man präzisiere im Rahmen der kontinuierlichen redaktionellen Arbeit lediglich die Bedeutungsangaben. Mehrere Sprachwissenschaftler kritisierten die neuen Worteinträge.

Bund stockt Finanzhilfen für Kinos auf

Die wegen der Corona-Pandemie finanziell angeschlagenen Kinos sollen in diesem Jahr zusätzliche Gelder erhalten. Die Mittel für das von der Bundesregierung im vergangenen Jahr gestartete "Zukunftsprogramm Kino I" werden für 2021 um drei Millionen auf insgesamt 25 Millionen Euro erhöht, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mitteilte. Ziel sei es, besonders im ländlichen Raum die Lichtspielhäuser bei einer nachhaltigen Modernisierung zu unterstützen. Gefördert werden den Angaben zufolge etwa Modernisierungsausgaben für Projektions- und Kassentechnik, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Bisher seien mit dem Förderprogramm 302 Kinos unterstützt worden.

Buchhandel: Umsatzminus wegen Lockdown

Der Buchhandel verzeichnet für das vergangene Jahr einen Rückgang des Umsatzes von 2,3 Prozent. Zunächst habe der Buchhandel seinen Umsatzrückstand wegen der Ladenschließungen im Frühjahr Monat für Monat aufholen können, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mit. Die erneute Schließung der Geschäfte in der umsatzstärksten Zeit des Jahres Mitte Dezember habe aber zu einem negativen Jahresergebnis geführt. Die von den Corona-Maßnahmen besonders betroffenen Buchhandlungen hätten 2020 sogar 8,7 Prozent des Umsatzes eingebüßt. Angesichts der am Dienstag beschlossenen Verlängerung des Lockdowns stehe der Buchbranche ein weiteres schwieriges Jahr bevor, sagte die Vorsteherin des Börsenvereins.

Uffizien locken Jugendliche mit digitalen Angeboten

Der Direktor der Uffizien in Florenz, Eike Schmidt, ködert nach eigenem Bekunden erfolgreich junge Menschen mit digitalen Medien wie Facebook, Instagram und TikTok. Der Anteil von jugendlichen Besuchern seines Museums, sonst bei 18 Prozent, habe während der Öffnungszeiten im vergangenen Sommer teils 50 Prozent erreicht, sagte der Kunsthistoriker der italienischen Zeitschrift "Famiglia Cristiana". Man müsse die Kenntnis der Kunstschätze und die Liebe zu ihnen auch an die neue Generation vermitteln. Zugleich warb der Uffizien-Direktor für eine Aufwertung der Provinz in einem umfassenden Museumskonzept. Er kündigte eine entsprechende Initiative mit Gemeinden in der Toskana und der Emilia-Romagna an.

Telemann-Wettbewerb 2021 wird verschoben

Der 11. Internationale Telemann-Wettbewerb in Magdeburg wird coronabedingt von März auf den Spätsommer verschoben. Er solle nun vom 29. August bis zum 4. September 2021 veranstaltet werden, teilte das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung in Magdeburg mit. Um in Zeiten der Pandemie unnötige Reisen zu vermeiden, werde die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf 40 begrenzt. Der Telemann-Wettbewerb ist in diesem Jahr für die Holzblasinstrumente Blockflöte, Traversflöte und Barockoboe ausgeschrieben. Eine internationale Jury wird die Leistungen der 18- bis 34-jährigen Instrumentalisten bewerten. Die besten Musiker erwarten Preisgelder in Höhe von 15 500 Euro und Konzertverpflichtungen bei den Magdeburger Telemann-Festtagen, dem Bachfest Leipzig, den Arolser Barock-Festspielen und den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci.

Roblox mit 30 Mrd Dollar bewertet

Die Computerspieleplattform Roblox ist vor ihrer geplanten Direktplatzierung an der Börse mit nahezu 30 Milliarden Dollar bewertet worden. Zuvor habe man an der Börse rund 520 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt, teilte der US-Konzern aus Kalifornien mit. Bei der letzten Finanzierungsrunde vor weniger als einem Jahr waren es lediglich vier Milliarden Dollar gewesen. Roblox gehört zu den beliebtesten Spieleplattformen unter Kindern. Auf ihr können Nutzer eigene Spiele erschaffen und zusammen mit anderen ausprobieren, aber einfach auch das vorhandene Angebot nutzen. In der Coronakrise hat das Unternehmen viele neue Kunden gewonnen.

ARD und ZDF vergrößern Angebot an Lerninhalten

Nach der BBC erweitern wegen der aktuellen Schulschließungen auch ARD und ZDF ihr Bildungsangebot für Schüler. Der Bildungskanal ARD-alpha reagiere auf den Lockdown und sende unter dem Titel „Schule daheim ab dem kommenden Montag werktags zwischen 9 und 12 Uhr Lernformate für alle Schularten und Fächergruppen, teilte eine ARD-Sprecherin mit. Auch auf den Plattformen des Kinderkanals (KiKA) werde es eine dreiwöchige „Sonderprogrammierungen geben. Unter dem Titel „Terra X plus Schule wird in der ZDF-Mediathek und auf dem entsprechenden Youtube-Kanal das Angebot an Erklärvideos aus den Fächern Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik verstärkt.

Große Resonanz für Online-Führungen des Städel

Aufgrund der hohen Nachfrage sollen die Online-Führungen des Frankfurter Städel Museums und der Liebighaus Skulpturensammlung demnächst erweitert werden. Die Resonanz sei sehr gut, einige Termine seien bereits ausgebucht, sagte eine Sprecherin. Die digitalen Touren, die die Besucherinnen und Besucher zu Hause am Computer oder Laptop erleben können, waren Mitte Dezember gestartet. Ziel sei, eine Kunstbegegnung trotz des Lockdowns möglich zu machen und einen gemeinsamen Austausch zu ermöglichen. Aktuell bietet das Städel mittwochs und donnerstags die virtuellen Führungen für maximal 25 Teilnehmer an.

Filmförder-Chef Dinges erwartet Kinoboom

Nach Einschätzung des deutschen Filmförder-Chefs Peter Dinges könnten die Kinos nach der Corona-Krise einen Boom erleben. Der Vorstandschef der Filmförderungsanstalt sagte der Deutschen Presseagentur, er gehe davon aus, dass die Menschen nach der Pandemie nicht zuhause vor Streaming-Diensten sitzen bleiben würden. Sie hätten das Sofa satt, so Dinges. Zur derzeitigen Krise sagte er, sie treffe sowohl kleine als auch große Filmtheater. Die Kinos zehrten von ihrer Substanz, und diese Substanz sei endlich. Zwar bekämen die Kinos wie andere Unternehmen Soforthilfen, aber diese werde es nicht ewig geben, warnte Dinges.

KMK-Präsidentin zu Planungssicherheit für Schulen

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, sieht derzeit keine Planungssicherheit für Schulen. Alle Versprechen in diese Richtung seien unseriös, sagte die brandenburgische Bildungsministerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Kultusminister schauten jeden Tag auf die Corona-Daten und entschieden neu, was zu tun sei, erklärte Ernst, die am 14. Januar offiziell den KMK-Vorsitz übernimmt. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Müller, sagte im ARD Fernsehen, unter den Bundesländern gebe es keine feste Verabredung, ob die Schulen etwa am 18. Januar wieder öffnen könnten. Man habe immer an Zahlen orientiert entschieden, was gehe, so Müller. Das gelte auch für die Schulen.

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