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Kulturnachrichten

Donnerstag, 4. Januar 2018

Schauspieler Helmut Stange gestorben

Karriere an den Münchner Kammerspielen und dem Residenztheater

Der Theater- und Filmschauspieler Helmut Stange ist tot. Stange begann seine Karriere 1973 an den Münchner Kammerspielen.2001 wechselte er an das Münchner Residenztheater. Dort war er bis 2011 zu erleben. Stange war auch in Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, unter anderem in "Kleine Haie" und "Der Kommissar". Helmut Stange starb im Alter von 88 Jahren.

Kohle kommt ins Kunstmuseum

Ruhrgebiet begeht das Ende des Bergbaus mit gemeinsamem Ausstellungsprojekt

Mehrere Museen des Ruhrgebiets werden zum Ende der Kohleförderung in Deutschland künstlerische Werke zum Thema Kohle zeigen. 17 Kunstmuseen zwischen Duisburg und Unna zeigen von Mai bis September unter dem Titel "Kunst & Kohle" Arbeiten, die sich ganz unterschiedlich mit dem Thema Kohle auseinandersetzen. In Bottrop werden so unter anderem Bilder des Fotografenduos Bernd und Hilla Becher von Fördertürmen und anderen Industrieanlagen gezeigt. Das Kunstmuseum Bochum stellt die Verbindung von Kunst, Religion und Bergbau in den Vordergrund. Gemälde von malenden Bergleuten werden in Dortmund zu sehen sein und die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zeigt, wie Comiczeichner das Thema Kohle sehen. Noch vor rund 5 Jahrzehnten holten Bergleute im Ruhrgebiet in 146 Zechen mehr als 140 Millionen Tonnen Kohle aus der Erde. In diesem Jahr endet die Subventionierung der Kohle und damit wird auch die letzten verbliebene Zeche in Bottrop die Arbeit einstellen.

Iranische Künstler äußern sich zur Situation im Iran

Konzeptkünstlerin Parastou Forouhar sieht darin keinen Beweis für Meinungsfreiheit

Auch iranische Künstler äußern sich kritisch zur Situation in ihrer Heimat. Etwa der mit einem Berufsverbot belegte Regisseur Jafar Panahi. Ein Beleg für Meinungsfreiheit in der islamischen Republik sei das allerdings nicht, erklärte die Konzeptkünstlerin Parastou Forouhar gegenüber Deutschlandfunkkultur. "Jafar Panahi und sogar ich haben große Unterstützung bersonders im Ausland. Wir sind bekannte Leute. Was das Regime mit unbekannten Leuten macht, mit Namenlosen, das ist das Wichtige, Entscheidende bei einer Demokratie." Die Künstlerin, die im Spessart lebt, kehrte vor wenigen Tagen aus Teheran zurück. Jafar Panahi hatte auf Twitter geschrieben, er fühle sich wie in einem besetzten Land, angesichts der Polizeikräfte. Er forderte ein Referendum über die Islamische Republik. Im Iran kommt es seit der vergangenen Woche zu regierungskritischen Protesten. Demonstranten beklagen etwa die Jugendarbeitslosigkeit und werfen der Staatsführung Korruption vor.

Oper am Rhein setzt auf Kontinuität

Choreograph Schläpfer und Ballettdirektor Sucheana bleiben Düsseldorf verbunden

Martin Schläpfer, Künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des mehrfach ausgezeichneten Balletts am Rhein, bleibt seiner Kompanie weitere fünf Jahre verbunden. Schläpfer werde von 2019/20 an als Haus-Choreograph weiterhin mindestens eine Choreographie pro Spielzeit für das Ballett schaffen, teilte die Oper am Rhein mit. Auch Ballettdirektor Remus Sucheana hat seinen Vertrag bis Ende 2023/24 verlängert. Das Ballett am Rhein wurde seit 2013 in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Tanz" vier Male zur "Kompanie des Jahres" gewählt, zuletzt 2017. Schläpfer war 2010 "Choreograph des Jahres".

Umsätze im Buchhandel 2017 rückläufig

Verschärfte Konkurrenz lässt Buchhandel schrumpfen

Die Umsätze im deutschen Buchhandel sind im vergangenen Jahr geschrumpft. 2017 lag das Ergebnis im gesamten Publikumsmarkt um zwei Prozent unter dem Vorjahr, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Die stationären Buchhändler meldeten nach Erhebungen des Marktforschungsunternehmens Media Control sogar einen Rückgang von drei Prozent. Für das Minus machte der Verband rückläufige Kundenfrequenzen in den Innenstädten sowie die wachsende Konkurrenz etwa durch die sozialen Netzwerke im Internet verantwortlich.

Museum: Eintritt frei für Christians und Augusts

Museum Weißenfels will Besucher anlocken

Alle Jungs und Männer namens Christian und August können sechs Tage lang ohne Eintritt die Ausstellung "Dynastiegewitter August der Starke versus Herzog Christian" im Weißenfelser Schloss Neu-Augustusburg besuchen. Mit der Aktion vom 9. bis 14.Januar werde der Endspurt für die Schau eingeläutet, teilte die Stadt Weißenfels mit. Christians und Augusts müssten nur ihren Ausweis an der Museumskasse vorlegen, und schon könnten sie Einblick erhalten in das Leben und Schaffen ihrer berühmten Namensvetter. Seit der Eröffnung Ende September besuchten den Angaben zufolge 1500 Besucher die Schau.

Verleger Paul Otchakovsky-Laurens ist tot

P.O.L-Verlag veröffentlichte Georges Perec und Marguerite Duras

Der Verleger Paul Otchakovsky-Laurens starb bereits am 2. Januar bei einem Autounfall auf den Kleinen Antillen. Die Schriftstellerin und Malerin Emmelene Landon, die ihn begleitete wurde verletzt. Otchakovsky-Laurens arbeitete für die Verlage Flammarion und Hachette bevor er 1982 sein eigenes Haus, den P.O.L-Verlag gründete. Paul Otchakovsky-Laurens galt als wichtiger Förderer preisgekrönter Autoren wie Georges Perec, Marguerite Duras, Emmanuel Carrère und Jean Rolin. Ende 2017 realisierte Paul Otchakovsky-Laurens den Dokumentarfilm "Editeur" über seine Berufung als Verleger. Er wurde 73 Jahre alt.

Blanchett wird Jury-Präsidentin in Cannes

Oscar-Preisträgerin ist zwölfte Frau an der Spitze des Gremiums

Die australische Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett leitet in diesem Jahr die Jury der Filmfestspiele in Cannes. Dies teilten die Organisatoren am Morgen mit. Blanchett ist die zwölfte Frau an der Spitze der Jury. Die Festspiele beginnen am 8. Mai. Blanchet gilt als eine der führenden Darstellerinnen Hollywoods. Sie wurde mit über 70 internationalen Film- und Festivalpreisen geehrt, unter anderem mit zwei Oscars.

Israelischer Schriftsteller Aharon Appelfeld gestorben

Holocaust-Überlebender wurde 85 Jahre alt

Der israelische Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Aharon Appelfeld ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Dies bestätigte seine Familie in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur. Appelfeld war einer der produktivsten und angesehensten Schriftsteller Israels. Zu seinen mehr als 40 Büchern zählten „Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen, „Zeit der Wunder und „Ein Mädchen nicht von dieser Welt. Hauptthemen seiner Werke waren das jüdische Leben vor dem Holocaust und Kindheitserinnerungen aus Osteuropa.

Wedel widerspricht Vorwürfen

Star-Regisseur bestreitet in eidesstattlicher Versicherung sexuelle Übergriffe

Der Regisseur Dieter Wedel hat Aussagen von Frauen widersprochen, die ihm gewalttätige und sexuelle Übergriffe in den 1990er Jahren vorwerfen. In einem Bericht des «Zeit-Magazins» kommen teils namentlich genannte Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel habe vor Erscheinen des Berichts eine umfassende eidesstattliche Erklärung zu den schweren Anschuldigungen abgegeben, teilte sein Anwalt mit. Darin versichere er, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unzutreffend und nicht gerechtfertigt sind. Er habe zu keinem Zeitpunkt diesen oder anderen Frauen in irgendeiner Form Gewalt angetan, heißt es in der Stellungnahme, die der Deutschen Presseagentur vorliegt.

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