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Kulturnachrichten

Freitag, 31. Juli 2020

Schauspieler Ekkehard Hahn ist tot

Der Theater-Schauspieler Ekkehard Hahn ist tot. Wie u.a. der NDR meldet, starb er vorgestern nach langer schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren.
Hahn studierte an der "Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar" Gesang, Pauke, Schlagzeug und Schauspiel. Anschließend ging er ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. In den 45 Jahren seines Engagements prägte er das Haus wesentlich. Er spielte mehrere hundert Rollen aller Genres vom Musical über klassisches und politisches Theater bis zum Kabarett. Er verkörperte Mackie Messer in der "Dreigroschenoper", den Musiker hinter Patrick Süßkinds "Kontrabass" und war Teil des legendären "Faust"-Ensembles in Christoph Schroths Dauerbrenner-Inszenierung von 1979. Hahn war Ehrenmitglied des Mecklenburgischen Staatstheaters und erhielt 2004 den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Britischer Filmemacher Alan Parker gestorben

Der britische Filmemacher Alan Parker ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Familie starb Parker am Freitag in London nach einer langen Krankheit. Parker war vor allem in den 1970er und 80er Jahren mit Filmen wie "12 Uhr Nachts - Midnight Express", "Bugsy Malone»" "Angel Heart", "Evita" und "Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses" erfolgreich. Sein Schaffen umfasste viele Genres; ebenfalls großen Erfolg hatte er mit "Fame", "The Commmitments", und "Pink Floyd - The Wall". Insgesamt wurde er für seine Filme mit zehn Oscars und 19 British Academy Film Awards ausgezeichnet.

Festival Young Euro Classic startet trotz Corona

Morgen beginnt das Treffen der Jugendorchester aus aller Welt in Berlin, das "Young Euro Classic". Eigentlich. Denn wegen Corona werden die jungen Musiker nicht in die Hauptstadt einfliegen. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt werden dieses Jahr Solisten und Ensembles aus dem Inland spielen, z.B. vom Bundesjugendorchester und von der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Man habe bewusst darauf verzichtet, das Festival wegen der Pandemie zu pausieren, so der Künstlerische Leiter, Dieter Rexroth, im Deutschlandfunk Kultur. "Jede Zeit, auch gerade eine Not-Zeit, braucht Musik. Es brauchen die Musiker Musik." Die Veranstalter hätten sich vergegenwärtigt, wie die Erwartungshaltung ihres Publikums sei, so Rexroth weiter. "Und da war für uns sehr schnell klar, wir machen dieses Festival!"

Intendant Florian Lutz verlässt Oper Halle

Opernintendant Florian Lutz verlässt heute vorzeitig die Oper Halle. Der Aufsichtsrat hatte schon im Februar des vergangenen Jahres entschieden, seinen Vertrag nach der Spielzeit 2020/2021 nicht zu verlängern. Lutz geht nach einem Streit mit dem Geschäftsführer der Bühnen Halle, Stefan Rosinski. Dieser hatte ihm eine Eventisierung vorgeworfen. Rosinski wurde inzwischen abberufen, Florian Lutz wird im kommenden Jahr Generalintendant am Staatstheater Kassel.

Burgtheater-Chef: Corona wirft Fragen auf

Der Direktor des Burgtheaters in Wien, Martin Kusej, macht sich in der Corona-Krise Gedanken über die Eingriffe des Staates in den Alltag der Menschen. "Es wird nun so klar wie selten, dass die Körper Gegenstände politischer Regulierungen sind", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es scheine noch nicht das richtige Maß gefunden, wer Verfügungsmacht über die Körper habe. Es gebe Extreme in zwei Richtungen: "Wir können als Individuen und als Gesellschaft nicht dauerhaft auf Begegnung, Austausch, Nähe verzichten, auf der anderen Seite ist es krass, wie wissenschaftliche Fakten verleugnet werden und sich Leute teils asozial gegenüber ihrem Umfeld verhalten." Die neue Spielzeit am Burgtheater soll im September Kusejs Inszenierung von Calderons "Das Leben ist ein Traum" eröffnen, ein Stück in dem ein Prinz aus erzwungener Isolation ins Leben zurückkehrt.

Ellen DeGeneres bittet Mitarbeiter um Entschuldigung

Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres hat sich einem Zeitungsbericht zufolge bei den Mitarbeitern ihrer Talkshow für die Arbeitsatmosphäre entschuldigt. Wie "USA Today" berichtete, reagierte die 62-Jährige damit auf Vorwürfe, dass es hinter den Kulissen unfair zugehe. Mitarbeiter sollen von Einschüchterung, Rassismus und vergifteter Arbeitskultur gesprochen haben. Ellen DeGeneres habe nun schriftlich mitgeteilt, es tue ihr leid, dass Mitarbeiter sich respektlos behandelt fühlten. Jeder, der sie kenne, wisse, dass es das Gegenteil von dem sei, woran sie glaube und was sie für ihre Show gehofft habe.Die Ellen Show wird seit 2003 ausgestrahlt und hat insgesamt 31 Emmys gewonnen, den wichtigsten Fernsehpreis der USA.

Nepal gibt Himalaya wieder für Kletterer frei

Trotz Corona-Krise soll das Bergsteigen im Himalaya wieder möglich sein. Nepals Regierung öffnet das Gebirge wieder für ausländische Kletterer. Allerdings seien Tests auf das neue Coronavirus verpflichtend und wenn nötig, sollten auch Quarantänen verordnet werden, teilte die nepalesische Tourismusbehörde mit. Die Regierung, Unternehmen und Expeditionsleiter hoffen, dass Kletterer mit der Herbstsaison ab September ins Land zurückkommen. Flüge nach Nepal soll es wieder im August geben. Wegen der Corona-Beschränkungen konnten Bergsteiger im Frühjahr nicht in den Himalaya reisen. Pro Jahr bringen Kletterer umgerechnet etwa 250 Millionen Euro nach Nepal.

Favoriten für MTV Video Music Awards

Top-Favoritinnen im Rennen um die MTV Video Music Awards sind dieses Jahr Ariana Grande und Lady Gaga mit je neun Nominierungen. Billie Eilish und The Weeknd haben je sechs Gewinnchancen. Dies gaben die Verleiher der Musikpreise bekannt. Trotz der Corona-Pandemie soll die Preis-Gala am 30. August in New York an mehreren Standorten unter Hygiene-Auflagen stattfinden. Neben den traditionellen Sparten wie Künstler und Song des Jahres gibt es zwei neue Kategorien für Produktionen, die in Corona-Zeiten entstanden sind: Bestes Musik-Video von Zuhause und beste Quarantäne-Darbietung. Die Preise des US-Musiksenders MTV werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen.

Schriftsteller Milan Kundera gibt Archiv nach Brünn

Der Schriftsteller Milan Kundera überlässt seine Privatbibliothek und sein Archiv der Mährischen Landesbibliothek im tschechischen Brünn. Das habe der 91-Jährige gemeinsam mit seiner Frau entschieden, teilte die Einrichtung mit. Die Privatbibliothek Kunderas umfasst Ausgaben seiner Bücher auf Tschechisch und in mehr als 40 Weltsprachen - insgesamt rund 1000 Bände. Hinzukommen eine Sammlung seiner Essays, Rezensionen seiner Bücher, Zeitungsausschnitte und Fotografien. Auch Zeichnungen aus der Hand Kunderas sind dabei. Sie sollen im Herbst aus der Pariser Wohnung des Paares nach Tschechien überführt werden. Der tschechische Kulturminister Lubomir Zaoralek begrüßte die Entscheidung und sprach von einem Geschenk mit Symbolik: es zeige, die Verbundenheit Kundera zu seinem Land. Der Autor von Bestsellern wie "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" und "Der Scherz" wurde am 1. April 1929 in Brünn geboren und wuchs dort auf. Seit seiner Emigration 1975 lebt er in Frankreich.

Umbau der St.-Hedwigs-Kathedrale genehmigt

Der Bauantrag für die Sanierung und die umstrittene Umgestaltung der Berliner St.-Hedwigs-Kathedrale ist genehmigt. Das teilte das Erzbistum mit. Mit der Umgestaltung werde man der Architektur des Rundbaus gerecht, der Altar werde dadurch ins Zentrum gesetzt, sagte Dompropst Tobias Przytarski zur Baugenehmigung. Das sei ein liturgisch stimmiger und konsequenter Aufbruch in die Zukunft. Gegner des Umbaus mussten zuletzt eine juristische Niederlage hinnehmen. Das Berliner Landgericht hatte entschieden, dass die Neugestaltung des Kircheninnenraums nicht gegen das Urheberrecht ihres Architekten Hans Schwippert (1899-1973) verstößt. Die Kirche habe das Recht, das Gotteshaus nach ihren Wünschen umzugestalten. Das Gericht wies damit eine Klage gegen Veränderungen in der katholischen Hauptkirche von Berlin ab. Die Arbeiten sollen bis 2023 dauern, die Kathedrale ist seit September 2018 geschlossen.

Musiker Balla Sidibé gestorben

Der senegalesische Musiker Balla Sidibé ist tot. Der Sänger, Trommler und Komponist war Mitgründer und Leiter des legendären Orchestra Baobab. Sidibé ging es um das Zusammenspiel von traditioneller senegalesischer Musik mit Blues, Jazz, Soul und kubanischer Musik. Noch am Tag vor seinem Tod habe er mit anderen Musikern an der Vorbereitung der Jubiläumstournee zum 50jährigen Bestehen der Band gearbeitet. Die Gruppe war 1970 im Baobab-Club in Dakar gegründet worden. Sidibé spielte mit seiner Band auch mit Gästen, wie dem kubanischen Musiker Ibrahim Ferrer ("Buena Vista Social Club") und dem senegalesischen Musikstar Youssou N'Dour. Balla Sidibé starb im Alter von 78 Jahren in Dakar, wie der französische Auslandssender RFI meldete.

Filmschaffende setzen sich für "Grünes Drehen" ein

Mit der Initiative Changemakers.film setzen sich Schauspielerinnen und Schauspieler zum "Grünen Drehen" ein. Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise will die Initiative einen Beitrag für klimaneutrale Film- und Fernsehproduktionen leisten. Eine freiwillige Selbstverpflichtung, die bereits von mehr als 100 Personen unterstützt wird, listet Möglichkeiten auf, mit denen eine sichtbare Verringerung des CO2-Verbrauchs bei Dreharbeiten erreicht werden kann - vor allem in den Bereichen Transport, Unterbringung, Catering und Technik. Changemakers.film ist eine Initiative der Schauspieler Miriam Stein, Pheline Roggan und Moritz Vierboom sowie der Regisseurin Laura Fischer. Zu den Unterstützern gehören u.a. der Produzentenverband, die UFA, die Film Commissions sowie der Green Shooting-Experte Philip Gassmann.

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