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Interview / Archiv | Beitrag vom 15.01.2010

Schäfer-Gümbel fordert Arbeitslosengeld-I-Korrekturen

SPD-Politiker kündigt Reformpapier seiner Partei an

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Thorsten Schäfer-Gümbel will Veränderungen beim Arbeitslosengeld I. (AP)
Thorsten Schäfer-Gümbel will Veränderungen beim Arbeitslosengeld I. (AP)

Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel spricht sich für eine Ausweitung der Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I als Bonus für berufliche Weiterbildung während der Arbeitslosigkeit aus. Dies sei einer der zentralen Vorschläge eines Papiers, das am Sonnabend auf dem hessischen SPD-Gipfel vorgestellt werden solle, sagte der hessische Oppositionsführer.

In dem Konzept heiße es, zukünftig sollten Menschen, die während ihrer Arbeitslosigkeit zusätzliche berufliche Qualifikationen machen, Anspruch über 24 Monate auf das höhere Arbeitslosengeld I haben. "Es werde darüber hinaus drin stehen, dass diejenigen, die langjährig für die Solidargemeinschaft Beiträge geleistet haben über Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge beim Bezug bei Arbeitslosengeld II stärker mit Zuschlägen unterstützt werden."

Die nach der Vorstellung des Papiers vorgesehene Debatte in der Partei sei Teil des neuen Führungsstils in der SPD unter Parteischef Sigmar Gabriel, erklärte Schäfer-Gümbel. An der Diskussion um das Papier sollten parallel zu der Debatte in der Partei auch Vertreter der Sozialverbände, der Arbeitgeber und der Gewerkschaften teilnehmen: "Wir machen konkrete Vorschläge. (…)Das legen wir jetzt der Partei vor. Und die Partei soll uns sagen, ob sie das für richtig hält, ob sie Veränderungen möchte."

Das Ergebnis dieses Diskussionsprozesses werde dann im März in einem abschließenden Papier durch die Partei vorgelegt, kündigte der SPD-Politiker an.


Das vollständige Gespräch mit Thorsten Schäfer-Gümbel können Sie bis zum 15.6.2010 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/01/15/drk_20100115_0838_be8f0bd2.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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