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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 02.05.2017

Salafistenhochburg Bad GodesbergGewaltbereiter Islamismus als eine Art Jugendkultur?

Von Alois Berger

Frauen mit Kopftuch oder Niqab verfolgen eine Kundgebung eines radikalen Salafistenpredigers. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)
Frauen mit Kopftuch oder Niqab verfolgen eine Kundgebung eines radikalen Salafistenpredigers. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Der Bonner Stadtteil Bad Godesberg gilt als eines der Zentren des ultrakonservativen Salafismus in Deutschland - mit Verbindungen zum Dschihad. Der Verfassungsschutz sieht im gewaltbereiten Fundamentalismus Züge einer regelrechten Jugendkultur. Dabei stecke hinter Radikalisierung oft fehlende Anerkennung.

Nachmittag im Kurpark von Bad Godesberg. Viele Familien mit Kinderwagen, ältere Menschen, dazwischen Gruppen von Jugendlichen und vereinzelt Frauen mit Niqab, dem schwarzen Gesichtsschleier, der nur die Augen frei lässt. Der Islam ist in diesem Teil Bonns in allen Schattierungen zuhause, bis hin zum ultrakonservativen Salafismus. Die beiden Studenten, die am Parkeingang auf ihre Freunde warten, haben kein Problem damit, sagen sie, aber sie verstehen, dass manche das anders sehen.

"Schwieriges Thema, ich würde mal sagen, auf jeden Fall für Menschen, die hier nicht aufgewachsen sind, die könnten schon möglicherweise einen Kulturschock haben." - "Ja, auf jeden Fall."

Bad Godesberg ist kein gesichtsloses Ghetto, Bad Godesberg ist ein Kurort mit vielen Parkanlagen und gepflegten Villen. Als Bonn noch Hauptstadt war, da war der südliche Stadtteil Bad Godesberg so etwas wie das Fenster zur Welt. Hier breiteten sich die Botschaften aus, die internationalen Schulen. Saudi-Arabien finanzierte auf Einladung der Bundesregierung die König-Fahd-Akademie, eine Schule vor allem für Diplomaten-Kinder aus arabischen Ländern. Dass dort eine ultrakonservative Auslegung des Koran gelehrt wurde, das war damals, vor 20 Jahren, kein Thema.

Als die Regierung nach Berlin umzog, gingen auch die Botschaften mit. Die islamischen Schulen aber blieben, so wie die Elternvereine, die islamischen Gemeinden und die Moscheevereine. Die gut ausgebaute islamische Infrastruktur zog Menschen aus allen arabischen Ländern an. Vor allem der Medizintourismus expandierte und expandiert immer noch. Reiche Araber aus den Golfstaaten, die sich in den Bonner Kliniken behandeln lassen, bringen ihre Großfamilien mit und leben oft monatelang in Bad Godesberg. Ihre verschleierten Frauen prägen das Stadtbild.

Man gewöhne sich daran, sagen die beiden jungen Männer im Kurpark. Es gebe viele islamische Glaubensgemeinschaften in Bad Godesberg, der strenggläubige Salafismus sei nur eine davon.

"Ich glaub', das wird auch jetzt übertrieben, weil, wenn man jetzt in die Moschee geht am Freitag, heißt das nicht unbedingt, dass er zum IS …" - "Also zum Thema: Wir sind beide Moslems, so ist es." - "Geht ihr in die Moschee?" - "Nicht regelmäßig." - "Das wird zu sehr überbewertet."

Die meisten Jugendlichen in Bad Godesberg sehen das ähnlich. Salafismus gehöre einfach dazu.

"Manche Leute finden das übertrieben. Aber die Mehrheit findet das normal und so. Das ist halt ein guter Mix, sozusagen."

Friedliches frommes Leben und Dschihad-Unterstützer

Die Bonner Behörden sind da nicht so gelassen. Salafistische Gruppen gelten als Brutstätte für den Terrorismus. Zwar wollen die meisten Bonner Salafisten offensichtlich nur friedlich ein frommes Leben führen. Aber es gibt auch einen harten Kern, der den Dschihad in Syrien unterstützt und die Demokratie in Deutschland aushöhlen möchte. Jasmina Weinmann leitet ein Jugendzentrum in der Bonner Innenstadt. Vor kurzem stand wieder ein salafistischer Anwerber vor der Tür.

"Westliches Aussehen, deutsch sprechend, hatte Predigervideos auf dem Handy. Und die Jugendlichen - und da sieht man eben, wie gut es funktioniert, wenn man Beziehungsarbeit macht - sind sofort zu uns gekommen und haben uns informiert, dass ihnen was komisch vorkommt. So dass wir sofort handeln konnten und dieser jenige keine Chance hier hatte."

Die Sozialpädagogin betreut etwa 100 bis 120 Jugendliche. 98 Prozent davon sind Muslime.

"Unser Jugendzentrum ist für viele das zweite Zuhause, die verbringen hier acht bis zehn Stunden am Tag, die essen hier, machen hier Hausaufgaben, schreiben Bewerbungen, lernen für Klausuren. Und deswegen sind die offen uns gegenüber, und das ist unsere große Chance, vor Radikalisierung zu schützen."

Das Jugendzentrum St. Cassius liegt in der Innenstadt, vor der Tür ein altes Sofa und ein Aschenbecher, drinnen ein großer dunkler Raum mit Billardtischen und ein paar kleine helle Räume zum Hausaufgaben machen. Um diese Zeit ist noch nicht viel los, die meisten kommen erst am späten Nachmittag. Viel Laufpublikum, sagt Jasmina Weinmann, Leute, die mal kurz vorbei schauen. Sie und ihre Mitarbeiter haben ein scharfes Auge darauf, wer in ihr Jugendzentrum kommt - und wer sich draußen vor der Tür rumtreibt. Es kommt immer wieder mal vor, dass selbsternannte Gotteskrieger auf ihrer Werbetour hier vorbeikommen.

"Wenn er zu Jugendlichen, die da stehen, sagt, betet für das Richtige, ich hab die richtige Lösung für euch, dann werden wir ganz, ganz hellhörig und sind natürlich sofort zur Stelle. Wir kontrollieren sehr stark, wer in unsere Einrichtung kommt, eben damit sie ein Schutzraum bleibt und kein Gefährdungsraum ist. Und wir gucken natürlich auch auf dem Bürgersteig, direkt vor unserem Fenster. Und wenn uns was komisch vorkommt, sind wir da."

Wenn es hart auf hart kommt, dann ruft sie schon mal die Polizei. Aber das sei meist nicht nötig, sagt die Sozialarbeiterin: Wenn die Anwerber merken, dass sie beobachtet werden, dann verschwinden sie ganz schnell von selbst. Jasmina Weinmann redet dann mit den Jugendlichen über den Vorfall, lässt sich erzählen, was sie mitbekommen haben. Sie kennt die meisten ihrer Besucher ganz gut, gut genug, um zu merken, wenn sie abdriften.

"Es gibt bestimmte Hinweise, wenn jemand sich abkapselt, nichts mehr mit seinen Freunden zu tun haben möchte, plötzlich Freizeitaktivitäten meidet, sich anders kleidet, da werden wir hellhörig und dann gucken wir hin."

Manchmal stellt sich dann heraus, dass alles ganz harmlos ist, eine pubertäre Phase, ein neuer Freund oder eine neue Freundin. Wenn es etwas Ernsteres ist, dann versucht die Sozialarbeiterin die Eltern anzusprechen, die Lehrer, einen Psychologen, andere Betreuer. Wichtig ist, sagt sie, den Jugendlichen nicht mehr aus den Augen zu verlieren.

"Man macht sie immun, indem man sie stark macht"

Doch genauso wichtig sei es, solchen Fällen vorzubeugen, die Jugendlichen immun zu machen gegen jede Form von Radikalisierung.

"Man macht sie immun, indem man sie stark macht. Man muss ihnen klar machen, dass Widerstände zum Leben dazu gehören. Dass nicht alles klar ist, und man muss Widerstände und Ambiguitäten aushalten, tolerieren und akzeptieren. Und das geht durch bestimmte Coaching-Formen, Selbstbewusstsein stärken, aber auch ganz viel tun gegen Langeweile. Einfach denen Beschäftigung bieten. Für viele ist es so, die besuchen beispielsweise keine Schule und sind in so 'ner Zwischenphase, wissen nicht, was wird. Manchmal müssen die einfach nur zwei Stunden Fußballspielen und kommen dadurch nicht auf andere Gedanken. Und dann ist es natürlich auch ganz wichtig, sowas Praktisches an die Hand zu geben. Nachhilfe, Bildung, mit denen Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräche üben, nach Perspektiven suchen, dass eben nicht die Perspektive eine Radikalisierung ist."

Von Zeit zu Zeit dreht Jasmina Weinmann eine Runde durch die Stadt, geht zum Friedensplatz rüber, dann runter an den Rhein und zur Beethovenhalle. Sie geht zu den Cliquentreffpunkten, zu den Spielplätzen und Parkbänken, auf denen Jugendliche gerne abhängen. Nicht alle mögen Jugendzentren, manche hatten auch irgendwann einfach keine Lust mehr. Wenn die Jugendlichen nicht zu ihr kommen, dann geht Jasmina Weinmann eben zu ihnen.

"Die kennen mich natürlich mittlerweile und freuen sich und sagen, hallo Jasmina, schön dass du da bist, und dann quatsch ich mit denen und danach weiß ich aber 'ne Menge und gehe weg und biete denen natürlich jederzeit an, ihr könnt zu uns kommen, wir haben im Moment das und das Angebot, kommt vorbei. Damit es einfach einen Anknüpfungspunkt gibt, das Wichtigste ist, Jugendliche nicht zu verlieren. Man muss sie binden."

Sie hat über die Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, deshalb nimmt sie auch keine Journalisten mit auf ihren Rundgängen und möchte auch nicht, dass Journalisten mit den Besuchern des Jugendzentrums reden. Das könnte von den Jugendlichen falsch verstanden werden, sagt sie. Misstrauen würde ihre Arbeit erschweren.

Moscheen gehen das Problem selbst an

Rund 30 Jugendzentren gibt es inzwischen in Bonn, dazu Beratungsstellen, mobile Treffpunkt-Cafés und ein dichtes Netz von Streetworkern. Auch der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz betreibt viel Aufwand, um zu verhindern, dass Jugendliche in den Salafismus abgleiten. Verfassungschutz-Chef Burkhard Freier:

"Wir haben festgestellt, dass viele, gerade junge Menschen reinrutschen, weil ihnen quasi das Gefühl fehlt, anerkannt zu sein, wertgeschätzt zu sein in der Gesellschaft. Sie haben das Gefühl, sie müssten protestieren, auch Abenteuer erleben, sie brauchen soziale Wärme und sie brauchen das Gefühl, eine Aufgabe zu haben und Orientierung. Und salafistische Organisationen und Gruppen bieten genau das, nämlich so was wie ein Lifestyle-Gesamtpaket, in dem sie Jugendlichen das Gefühl geben, bei uns erfährst du eine Aufgabe und Orientierung. Wir geben dir ein Ziel in deinem Leben, und du bist in einer Gruppe der Guten und hilfst einer guten Sache."

Mit Religion habe das oft nichts zu tun, erzählt der Verfassungsschützer. Nicht nur die Jugendlichen, auch die Anwerber hätten meist wenig Ahnung vom Islam:

"Salafistische Szenen sind so etwas wie eine Jugendkultur geworden, die eine eigene Sprache haben. Versatzstücke aus dem Koran, Versatzstücke aus dem Arabischen, Versatzstücke aus einer Jugendsprache."

Die Godesburg in Bonn (Nordrhein-Westfalen) (picture alliance / Maja Hitij)Die Godesburg in Bonn (Nordrhein-Westfalen) (picture alliance / Maja Hitij)

Der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes fährt regelmäßig nach Bad Godesberg, um sich umzusehen, um mit Moscheevereinen zu reden, um bei Bürgerversammlungen Aufklärungsarbeit zu betreiben. Bad Godesberg sei keine No-Go-Area, da ist er sich sicher, kein Ort, wo gewaltbereite Dschihadisten untertauchen könnten, wie etwa im belgischen Molenbeek, wo die meisten arabischen Bewohner lieber schweigen, als mit der Polizei zu reden. Das sei in Bad Godesberg anders, betont Freier. Die Moscheen und die islamischen Vereine seien zögerlich, wenn es um die Zusammenarbeit mit Polizei oder Verfassungsschutz gehe. Sie wollten sich nicht als Brutstätten gewaltbereiter Dschihadisten sehen. Aber die meisten Moscheen würden das Problem inzwischen selbst angehen. Ein Moscheevorsitzender bestätigt das bei einer Info-Veranstaltung in der Bonner Stadthalle:

"Wir wollen unsere jungen Leute schützen vor diesen Radikalen. Kein Salafist kann unsere Moschee benutzen für eine Rede oder Treffen oder Geldsammeln oder was. Wir haben Augen und wir haben Kameras in der Moschee, damit keine solchen Leute zu uns in Moschee kommen. Und unsere Moschee hat mehr als 1000 Mitglieder, wir haben 500 Kinder, die lernen den richtigen Islam und andere Leute in der Gesellschaft zu respektieren."

Für Polizei und Verfassungsschutz ist das alles ziemlich schwieriges Gelände. "Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet", so steht es im Grundgesetz. Das gelte auch dann, sagt Verfassungsschützer Freier, wenn etwa - wie im Salafismus - eine Religion gepredigt werde, die mit unserer freiheitlichen Grundordnung kaum in Einklang zu bringen sei. Solange keine Gewalt verherrlicht werde, gelte die Religionsfreiheit.

"Es gibt immer noch einen Salafismus, der eher religiös ist. Das ist der Teil, den der Verfassungsschutz nicht beobachtet. Sobald er politisch und gewaltbereit wird, beobachten wir ihn und sehen im Moment, dass eben immer mehr auch politische Salafisten, die eigentlich eine politische Ideologie haben, immer stärker Gewalt predigen, den Dschihad befürworten. Und deswegen erkennen wir in diesem politischen extremistischen Salafismus ein Abrutschen immer mehr hin zu Gewalt."

Der NRW-Verfassungsschutz richtet sein Augenmerk vor allem auf die rund 25 Radikalisierer im Land, erzählt Freier, 25 salafistische Gewaltprediger, allesamt den Behörden bekannt und unter ständiger Beobachtung. Einige kommen auch regelmäßig nach Bad Godesberg, sie wenden sich zunehmend an Minderjährige und an junge Frauen. Minderjährige sind schnell zu radikalisieren, sagt Burkhard Freier, und Frauen stärken das Netzwerk.

Eine wirkliche Perspektive für junge Muslime

Seit drei Jahren betreibt der Verfassungsschutz in Bonn ein Aussteiger-Projekt für radikalisierte Jugendliche. Meist sind es verzweifelte Eltern, die sich an das Wegweiser-Büro wenden, wie die Anlaufstelle heißt. Manchmal sind es die Jugendlichen selbst, die plötzlich nicht mehr weiter wissen, die auf einmal merken, dass sie da in etwas hineingeraten sind, was sie gar nicht wollten. Drei Wochen dauert es, wenn ein Jugendlicher in die Szene reinrutscht, sagt Verfassungsschützer Freier, und drei Jahre, um ihn wieder rauszuholen:

"Das erste, was man machen muss, ist das Gespräch und zwar in diesem Gespräch erstmal zuhören. Auch wenn das krude Gedanken sind, auch wenn das 'ne merkwürdige Weltanschauung ist, auch wenn man das Gefühl hat, der rutscht hier ab in den Extremismus: zuhören und reden und dann versuchen, Hilfsmöglichkeiten zu finden. Das Falscheste, was man machen kann, ist, sofort zu verurteilen, dann hat man nämlich nicht mehr die Möglichkeit, ihn auf den richtigen Weg zu leiten."

Das Aussteigerprogramm ist das letzte Mittel, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Wenn Jugendliche trotz aller Bemühungen durch das dichte Netz von Präventionsmaßnahmen gefallen sind. "Wir machen alles, was möglich ist," meint die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann. Sie legt Wert auf die Feststellung, dass auch in Bonn die allerwenigsten muslimischen Jugendlichen für die Einflüsterungen der Salafisten empfänglich seien. Die meisten wollten einfach ganz normal leben. Doch es gebe viele muslimische Jugendliche, die sich ausgeschlossen fühlten. Manche nutzten dann einfach die Religion, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen.

"Dass sie in der Schule unzufrieden sind, dass sie in der Gesellschaft unzufrieden sind und eigentlich etwas suchen, womit sie provozieren können. Wenn sie in einer Schule fragen, ob sie beten dürfen, ob sie einen Gebetsraum bekommen, oder sich entsprechend kleiden oder bestimmte muslimische Themen aufgreifen, dann dreht sich bald die halbe Schule um sie. Mindestens aber die Lehrerschaft. Das ist auch ein Weg, um Aufmerksamkeit zu bekommen, um sich abzugrenzen. Aber eigentlich auch, um drauf hinzuweisen, hier ist was nicht in Ordnung."

Um die Radikalisierung Jugendlicher zu vermeiden, da ist sich Coletta Manemann sicher, reiche eben es nicht, ein paar Präventionsprogramme anzubieten. Die ganze Gesellschaft müsse offener werden, müsse den jungen Muslimen eine Perspektive bieten.

"Wir selber haben schon vor einiger Zeit ein Projekt für junge Muslime von und mit jungen Muslimen gegründet, 'Collage mit Courage', wo wir eben nicht gesagt haben, das ist ein Präventionsprojekt, sondern das ist ein Empowerment-Projekt. Das ist das Projekt, wo junge Bonner Muslime sagen, ich bin Bonnerin oder ich bin Bonner. Ich bin auch muslimisch, aber das ist nur ein Teil meiner Identität. Ich möchte endlich als junge Bonnerin oder junger Bonner wahrgenommen werden und mich einmischen in Bonn. Wir lernen aber aus dem Projekt auch, wie wichtig das ist, und wie oft die Jugendlichen erzählen, was sie erleben in Bonn. Dass sie nicht dazu gehören. Dass man sie ausschließlich über ihre Religion wahrnimmt oder über das, was Leute davon halten."

In Bonn gibt es viele solcher Projekte, die gezielt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken sollen. Man müsse sie immun machen gegen jede Form der Radikalisierung, sagt die Integrationsbeauftragte. Dazu gehöre auch, die religiösen Fragen der jungen Menschen zu beantworten. Wer den richtigen Islam kenne, meint Coletta Manemann, der sei weniger anfällig für den falschen.

Das sehen auch die beiden jungen Männer im Kurpark von Bad Godesberg so:

"Wir kennen den Islam so, wie wir ihn für richtig halten. Und wir würden uns niemals von jemand, der auf einer radikalen Schiene ist, auf 'nen anderen Weg leiten lassen."

(abr)

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