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Im Gespräch | Beitrag vom 14.01.2020

Sängerin und Performerin Moon SukZehnkämpferin der schönen Künste

Moderation: Katrin Heise

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Das Foto zeigt die Sopranistin, Moderatorin und Schauspielerin Moon Suk in einem nahem Porträt. (Detlev Schneider)
Die Sopranistin, Moderatorin und Schauspielerin Moon Suk: Eine Interdisziplinäre Begabung, die besonders gut zum Tragen kommt bei Bonsai-Opern. (Detlev Schneider)

Ursprünglich ist Moon Suk ausgebildete Opernsängerin. Doch tritt die koreanischstämmige Wahl-Berlinerin ebenso als Performancekünstlerin, Dichterin oder Hutmodel in Erscheinung. Ihrer Ansicht nach sollte man alle fünf Jahre etwas Neues ausprobieren.

"Ich bin sehr diszipliniert und sehr leidenschaftlich. Und sehr beharrlich!" Mit diesen Tugenden gelingt es Moon Suk, verschiedene Gattungen als Performancekünstlerin, Sopranistin, Fernsehmoderatorin, Schauspielerin, Dichterin oder auch Synchronsprecherin zu bedienen, ohne einseitig zu werden.

Koreaner singen anders

Dabei kommt sie aus der Musik – und kehrt auch immer wieder zu ihr zurück. Denn Moon Suk ist ausgebildete Sopranistin. "Ich habe westlichen Gesang studiert. Die koreanische Musiktradition ist ganz anders. Wir im Westen singen ja mit der Kopfstimme. Koreaner singen vom Bauch und vom Hals her, sie spucken die Töne aus der Seele."

Bonsai-Opern

Besonders gut zum Tragen kommt ihre interdisziplinäre Begabung bei den so genannten Bonsai-Opern. "Ich reduziere gern", sagt Moon Suk, "im Leben wie in der Kunst." So hat sie die abendfüllende Madame-Butterfly-Inszenierung zu einem schnell konsumierbaren Einakter in 90 Minuten zusammenschrumpfen lassen, mit kleiner Orchestrierung.

Dieses Verwandeln langer Formen in eine Häppchenkunst hat Methode: "Drei Stunden sind für die Leute zu lang. Drei Stunden sind sogar für mich zu lang", sagt sie. Sie geht auf das Publikum zu: "Ich möchte singen, wo die Menschen mich hören wollen."

(ab)

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