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Mittwoch, 12.08.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Konzert / Archiv | Beitrag vom 10.07.2020

RundfunkchorLounge "Hölderlin"Welch ein Wahnsinn!

Moderation: Gayle Tufts

Eine Skulptur des Künstlers Waldemar Schröder, die Friedrich Hölderlin darstellt, steht vor Bäumen. (picture alliance / Marijan Murat / dpa)
Das im Park gelegene Hölderlin-Denkmal in seiner Heimatstadt Nürtingen. (picture alliance / Marijan Murat / dpa)

Es ist Friedrich-Hölderlin-Jahr! Jener Dichter, der seine späten Jahre angeblich im Wahn verbrachte. Er schuf Literatur, die Komponisten wie Schumann und Hindemith inspirierten. Der Rundfunkchor hat sich "wahnsinnig gern" mit diesen Werken beschäftigt.

Corona zum Trotz beschließt der Rundfunkchor Berlin die Saison mit einer RundfunkchorLounge. Die fand diesmal allerdings nicht im silent green statt und auch nicht vor Publikum, sondern im Radialsystem. Und sie ist nur im Deutschlandfunk Kultur zu erleben.

Mit dieser besonderen Produktion will der Rundfunkchor Berlin Hölderlin, diesen großen Dichter und sein Werk, neu entdecken, der vor allem im 20. Jahrhundert so viele Komponisten inspiriert hat.

Brahms, Hindemith, Ullmann, Henze, Reimann, Kurtág, Zender, Nono, Rihm, Maderna, Holliger – die Liste der Hölderlin-Vertoner ist unüberschaubar lang. Was hat sie so fasziniert? Und welche Rolle spielte dabei, dass Hölderlin seine zweite Lebenshälfte in "geistiger Umnachtung" verbrachte?

Auch diese Lounge wird moderiert von Gayle Tuftst, im Gespräch mit ihr sind neben Chefdirigent Gijs Leenaars auch hier zwei Experten: Katrin Luchsinger, Kulturanalysen und Vermittlung, sowie Reinhard Horowski, Pharmakologe und Autor.

Sänger stehen extrem weit voneinander in einem großen Raum entfernt. (Rundfunkchor Berlin / Presse)Viel Platz zwischen den Kollegen bei der Produktion der Lounge. (Rundfunkchor Berlin / Presse)

Diese Produktion konnte noch vor dem Verbot des Chorsingens in geschlossenen Räumen in Berlin realisiert werden.

RundfunkchorLounge
Radialsystem V, Berlin
Aufzeichnung vom 23. und 24. Juni 2020

"Hölderlin - welch ein Wahnsinn!"

Robert Schumann
"Gesänge der Frühe" op. 133 für Klavier solo
I. In ruhigem Tempo

Bruno Maderna
"Schicksalslied " aus der Oper "Hyperion"
für Chor a cappella

Kaija Saariaho
"Die Aussicht" für Sopran und Ensemble
"Sommer" und "Herbst" aus: "Tag des Jahres"

Friedrich Ludwig Dulon/Friedrich Hölderlin
Konzert für Flöte
1. Satz

Viktor Ullmann
Drei Hölderlinlieder

Jörg Schneider
"Die Aussicht" aus: "Hälfte des Lebens"

Hans Werner Henze
"Drei Fragmente nach Hölderlin" aus der "Kammermusik 1958"
für Singstimme und Gitarre

Wolfgang Rihm
Wölfli-Liederbuch

Robert Schumann
"Wenn mein Stündlein vorhanden ist"

Barbara Berg, Sopran
Eva Friedrich, Sopran
Jan Remmers, Tenor
Georg Streuber, Bariton
Daniela Braun, Violine
Anna Carewe, Violoncello
Gergely Bodoky, Flöte
Daniel Göritz, Gitarre
Philip Mayers, Klavier
Rundfunkchor Berlin
Leitung: Gijs Leenaars

Moderation und Gesang: Gayle Tufts

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