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Kulturnachrichten

Montag, 24. Juli 2017

Run auf Musik von Linkin Park

Nach Tod des Sängers Linked Park mit 11 Alben in den Charts

Nach dem Tod des Linkin Park-Sängers Chester Bennington gibt es einen Ansturm auf die Musik der US-Rockband. In einer Zwischenauswertung schafften es 11 Alben und 20 Singles in die Top 100 der deutschen Charts, wie GfK Entertainment mitteilte. Zum Vergleich: Michael Jackson sei 2009 posthum mit neun Alben und 24 Singles in der Top 100 vertreten gewesen. Beliebtestes Linkin Park-Album war demnach die aktuelle Einspielung "One More Light", die sich auf Position vier der Trends verbesserte. "Hybrid Theory" von 2001 landete auf Platz 13. Bennington hatte sich am Donnerstag mit 41 Jahren das Leben genommen.

Frühester Entwurf von Lenné entdeckt

Bedeutender Fund im ungarischen Nationalarchiv in Budapest

Jahrelang lag bislang unerkannt der früheste große Entwurf des berühmten preußischen Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné im Budapester Nationalarchiv. Zur Entdeckung führten Forschungen zur Geschichte von Stadtparks in Europa am Fachgebiet Denkmalpflege der TU Berlin. Lennés Pläne zur Umgestaltung des Pesther Stadtwäldchens von 1813 waren der erste Landschaftsarchitektur-Wettbewerb, an dem er als junger arbeitssuchender Gärtner teilgenommen hatte. „Bislang galt Lennés Plan für den bei Wien gelegenen Laxenburger Schlosspark von 1815 als sein  erstes großes Werk, erklärt TU-Wissenschaftlerin Sylvia Butenschön. Ein Jahr später nahm Peter Joseph Lenné eine Stelle am preußischen Hof an und prägte von da an fast ein halbes Jahrhundert lang die Gartenkunst in Preußen.

Struwwelpeter erhält neues Museum

Neues Haus ist deutlich größer als das alte

Das Struwwelpeter-Museum in Frankfurt am Main zieht vom Westend in die rekonstruierte Altstadt um. Voraussichtlich Anfang 2019 werde das Museum die weltweit größte Sammlung von Exponaten zu dem Bilderbuchklassiker in der Stadtmitte in den Häusern "Hinter dem Lemmchen 2 und 4" präsentieren, sagte die Leiterin Beate Zekorn von Bebenburg. Die Ausstellungsfläche werde auf 600 Quadratmeter verdoppelt, die Mitarbeiterzahl von derzeit vier auf zehn erhöht. Die Sammlungen zum ersten Kinderbilderbuch der Geschichte von 1844 und seinem Autor, dem Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann (1809-1894), werden großzügiger präsentiert. Zu sehen seien seltene Struwwelpeter-Ausgaben, exotische Übersetzungen und Nachahmungen bis zum Manga-Comic-Stil.

Neue Direktorin für Londoner Globe Theater

Michelle Terry: "Ein Traum wird wahr"

Michelle Terry ist die neue künstlerische Leiterin des renommierten Shakespeare's Globe Theaters in London. Sie werde das Amt im kommenden April antreten, teilte das Theater auf seiner Website mit. Die Spielstätte ist ein Nachbau eines Freilufttheaters aus Zeiten des britischen Dramatikers William Shakespeare und liegt am Südufer der Themse. Die bisherige Leiterin Emma Rice war wegen ihrer modernen Licht- und Klangeffekte auf Kritik beim Verwaltungsrat gestoßen. Die Autorin und Schauspielerin Terry, die bereits mit dem angesehenen britischen Olivier-Theaterpreis ausgezeichnet wurde, hat bereits in Stücken des Globe Theaters mitgewirkt. Zudem beteiligte sie sich an den Feierlichkeiten zum 400. Todestag von Shakespeare im Jahr 2016 mit Kurzfilmen. "Ein Traum wird wahr", sagte sie zu ihrer Ernennung.

Alice Cooper findet vergessenes Warhol-Original

Das Werk könnte Millionen wert sein

Rockstar Alice Cooper hat ein Original von Andy Warhol in seinem Lager gefunden, das 10 Millionen Dollar wert sein könnte. Wie verschiedene Medien berichteten, war es über 40 Jahren lang einfach vergessen worden. Es handelt sich um den roten Seidensiebdruck eines elektrischen Stuhls aus der "Death and Disaster"-Serie. Cooper lagerte ihn zusammen mit einem elektrischen Stuhl, den er in den 70er Jahren in seiner Bühnenshow benutzte. Seinem Manager Shep Gordon zufolge, waren Cooper und Warhol in den 70er Jahren befreundet. Im November 2015 war eine grüne Variante von Warhols elektrischem Stuhl-Druck für 11,6 Millionen Dollar bei Christie's versteigert worden. Dass Alice Coopers Fund so viel einbringen könnte ist aber unwahrscheinlich, da das Werk nicht signiert ist.

Viennale-Direktor Hurch überraschend gestorben

Ehemaliger Filmjournalist führt 20 Jahre Österreichs wichtigstes Filmfestival

Der langjährige Direktor der Viennale, Hans Hurch, ist tot. Hurch starb am Sonntag überraschend an Herzversagen, wie das Team des wichtigsten Filmfestivals in Österreich am Montag in Wien mitteilte. Er wurde 64 Jahre alt. "Es ist für uns alle ein Schock", teilte Pressesprecherin Birgit Ecker mit. "Wir werden unser Möglichstes tun, um die diesjährige Viennale in seinem Sinne zu gestalten." Der ehemalige Filmjournalist war seit 1997 Direktor der Viennale. Er nutzte seine Eröffnungsreden oft zu pointierten und kritischen politischen Kommentaren. Bei der 54. Ausgabe im Oktober 2016 wurden 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Es kamen mehr als 94 000 Besucher. Hurch wollte sich im kommenden Jahr zurückziehen. "Mit 2018 ist meine Arbeit wirklich zu Ende", hatte er angekündigt.

Umstrittene König-Fahd-Schule in Bonn geschlossen

Einrichtung war wegen radikaler Tendenzen schon lange umstritten

Die umstrittene saudische König-Fahd-Akademie in Bonn hat gut 20 Jahre nach Gründung der Auslandsschule endgültig dicht gemacht. Mit dem zu Ende gegangenen Schuljahr 2016/17 haben die letzten Schüler ihre Prüfungen abgelegt. Bereits im August 2016 waren aus Riad Schließungspläne für die Einrichtung bekannt geworden, die Saudi-Arabien finanziert. 2003 war die Akademie ins Visier von Staats- und Verfassungsschutz geraten. Die Behörden hatten damals wegen islamistischer Tendenzen mit dem Aus gedroht. Mit Blick auf die offene künftige Nutzung des Areals teilte die Stadt Bonn auf Anfrage mit, das Königreich Saudi-Arabien sei weiterhin sowohl Eigentümer der Immobilie als auch des Grundstücks. Die Stadt habe aber ein Rückkaufsrecht für den Grund und Boden, wenn die schulische Nutzung beendet werde, sagte Sprecher Marc Hoffmann. Dazu würden nach einer Besichtigung der Akademie vor einigen Wochen derzeit "verwaltungsinterne Gespräche" geführt.

"Dunkirk" erobert Nordamerikas Kinocharts

Erfolgreichster Film über den zweiten Weltkrieg seit "Der Soldat James Ryan"

Seit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" 1998 ist kein Film über den Zweiten Weltkrieg mehr so erfolgreich in Nordamerika angelaufen: Mit "Dunkirk" eroberte der gebürtige Brite Christopher Nolan die Spitze der Kinocharts. Das Drama über die verzweifelte Lage von Hunderttausenden Soldaten im französischen Küstenort Dünkirchen beim Angriff der Nazis im Mai 1940 spielte am ersten Wochenende 50,5 Millionen Dollar (43,3 Millionen Euro) ein. In dieser Woche läuft das Drama auch in Deutschland an. Unerwartet großen Erfolg hatte auch die schlüpfrige Komödie "Girls Trip". Sie begleitet vier langjährige Freundinnen zu einem Musikfest in New Orleans, wo diese ungehemmt die Puppen tanzen lassen. Der Kino-Neuling landete mit 30,4 Millionen Dollar auf Platz zwei. "Spider-Man: Homecoming" musste sich an seinem dritten Wochenende mit 22 Millionen Dollar und Rang drei zufrieden geben.

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