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Deutschlandrundfahrt / Archiv | Beitrag vom 14.06.2014

RuhrgebietUnd sie bleiben doch!

Duisburgs wilder Norden

Von Christoph Lixenfeld

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Verfallene Häuser im Duisburger Stadtteil Bruckhausen. 200 dieser Gebäude sollen abgerissen werden und dem Projekt Grüngürtel weichen. (picture alliance / dpa)
Verfallene Häuser im Duisburger Stadtteil Bruckhausen. 200 dieser Gebäude sollen abgerissen werden und dem Projekt Grüngürtel weichen. (picture alliance / dpa)

Der ThyssenKrupp-Chor probt jeden Montag. Ursprünglich ein Chor jenes Stahlkonzerns, der bis heute den Duisburger Norden dominiert. Einer der 65 Sänger ist Dieter Sartingen. Seit Jahrzehnten lebt der Pensionär in einer Stadt, die ein Vorbild für ein Miteinander zwischen Migranten und Nicht-Migranten ist, aber auch arm und hoch verschuldet.

Nun soll der Duisburger Norden reicher und chicer werden. Dieter Sartingen hält nichts davon: "Die sollten lieber Politik machen für die Leute, die hier sind." Pierre Kramann-Musculus ist auch Duisburger, studiert aber momentan Architektur an der Bauhaus-Uni in Weimar.

Nun kehrt er mit Kollegen zurück, um das Gründerzeitviertel Bruckhausen, das die Stadt Duisburg zur Hälfte abreißen will, zu retten. Er hat eine "Karawanserai" entworfen – aus Bruckhausen soll ein multiethnisches Marktviertel werden.

Die Deutschlandrundfahrt trifft Menschen, die für ihre Stadt kämpfen und erzählen, warum sie Duisburg genau so lieben, wie es ist. Und die zeigen, wie die Zukunft dieser Stadt aussehen kann.

 

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