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Kulturnachrichten

Freitag, 3. November 2017

Rowohlt Verlag zieht um

Neues Quartier im Bieberhaus in Hamburgs Mitte

Der Rowohlt Verlag wird im Herbst 2018 von Reinbek bei Hamburg in das historische Bieberhaus am Hamburger Hauptbahnhof ziehen. Rund 150 Mitarbeiter sind davon betroffen, wie der "Spiegel" berichtete. In dem Gebäude befindet sich seit 2011 auch das Ohnsorg-Theater. Rowohlt gehört zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und begleitet Schriftsteller wie Daniel Kehlmann oder Elfriede Jelinek. 1960 zog der Verlag von Hamburg in das schleswig-holsteinische Reinbek östlich der Hamburger Stadtgrenze. Im Sommer wurde der Umzugsplan nach Hamburg bekannt. Begründet wurde er damit, dass die meisten Mitarbeiter ohnehin in Hamburg wohnen und es dort leichter sei, Fachkräfte zu gewinnen.

Deutscher Filmmusikpreis für´"Das kalte Herz"

Oliver Biehler in der Kategorie "Beste Musik im Film" geehrt

Für seine nach Juryansicht facettenreiche Musik für den Märchenfilm "Das kalte Herz" hat der Komponist Oliver Biehler den Deutschen Filmmusikpreis bekommen. Die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Musik im Film" habe Biehler für seine Mischung aus romantisch-archaischen Klängen, sphärischen Gesängen und Hardrockelementen erhalten, teilten die Veranstalter mit. Bereits vor Beginn der Gala war bekannt, dass der Komponist und Musikproduzent Harold Faltermeyer ("Axel F") mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt wird. Er bekam die Auszeichnung vom Vorjahrespreisträger Klaus Doldinger ("Das Boot") überreicht. Den Ehrenpreis International sprach die Jury dem südafrikanischen Filmkomponisten Trevor Jones ("Der letzte Mohikaner") zu.

Elfriede Jelinek erhält Theaterpreis "Faust"

Die Schriftstellerin wird für ihr Lebenswerk geehrt.

Die 71-jährige Autorin Elfriede Jelinek ist mit dem Deutschen Theaterpreis geehrt worden. Die österreichische Schriftstellerin habe schon jetzt "unauslöschliche Spuren in Literatur, Theater und Film hinterlassen", hieß es zur Begründung der Preisvergabe an Jelinek. Ihre anspruchsvolle Prosa leiste einen gleichermaßen sozial wie politisch engagierten Beitrag. Jelinek sei "die Gegenwartsautorin, der es durch exakte und kontinuierliche Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene und deren sezierender Analyse gelingt, den Finger in kollektive Wunden zu legen". Der "Faust" wurde zum zwölften Mal verliehen. Er geht an Künstler, deren Arbeit als wegweisend für das deutsche Theater gilt. Hinter dem Preis stehen unter anderem der Deutsche Bühnenverein und die Kulturstiftung der Länder.

Neue Vorwürfe gegen Kevin Spacey

Acht "House of Cards"-Mitarbeiter klagen über sexuelle Belästigungen

Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der US-Serie "House of Cards" haben bei CNN über sexuelle Belästigungen durch Hauptdarsteller Kevin Spacey berichtet. "Es war ein vergiftetes Umfeld für junge Männer in Reihen der Crew, des Casts und der Statisten, die mit ihm zu tun hatten", sagte ein ehemaliger Produktionsassistent. "Kevin hatte wenig bis gar keine Skrupel, seinen Status und seine Position auszunutzen." Insgesamt bestätigten acht Crewmitglieder, dass derartiges Verhalten am Set an der Tagesordnung gewesen sei. Männer hätten aus Angst, ihren Job zu verlieren, geschwiegen. Der 58-jährige Spacey selbst habe sich zu den neuen Vorwürfen nicht äußern wollen, berichtete der CNN.

Tschechischer Komponist Vaclav Riedlbauch gestorben

Riedlbauch war auch Kulturminister

Der tschechische Komponist, Kulturmanager und frühere Kulturminister Vaclav Riedlbauch ist tot. Er starb mit 70 Jahren nach schwerer Krankheit, wie Radio Prag unter Berufung auf seine Familie mitteilte. Unter anderem wirkte Riedlbauch als Direktor der Tschechischen Philharmonie und als Kulturminister in der Expertenregierung von Jan Fischer. Zudem unterrichtete er Komponieren an der Akademie der Musischen Künste und leitete das Institut für Kulturmanagement der Wirtschaftshochschule in Prag. Riedlbauch komponierte zahlreiche Kammer- und Orchesterwerke.

Ufa verfilmt Leben von Wilhelm II.

Vom ungeliebten Kind zum mächtigen und gefährlichen Herrscher

Die Produktionsfirma Ufa will unter dem Arbeitstitel "Wilhelm - Der letzte Kaiser" das Leben von Wilhelm II. ins Fernsehen bringen. In der Serie mit mehreren Staffeln solle die Entwicklung Wilhelms II. von einem ungeliebten Kind zu einem mächtigen und gefährlichen Herrscher nachgezeichnet werden, teilte Ufa Fiction in Potsdam mit. Das Drehbuch wollen die Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann schreiben, die auch die Drehbücher für die Serie "Charité" über das Berliner Klinikum geliefert hatten. "Die schwierige Kindheit Wilhelms II. ist für uns das menschliche Saatkorn für die fatale kriegerische Entwicklung im Europa des 20.Jahrhunderts", erklärten die Autorinnen zu ihrem neuen Projekt.

17 Museen suchen in ihrem Depot nach NS-Raubgut

Stadt- und Kreismuseen in Sachsen-Anhalt starten Provenienzforschung

In 17 Museen in Sachsen-Anhalt beginnt die Suche nach NS-Raubgut. Es sei das umfangreichste sogenannte Erstcheck-Projekt der Provenienzforschung im Land, teilte der Museumsverband Sachsen-Anhalt mit. "Im Idealfall kann damit ein erster Schritt gemacht werden, um vielleicht nach weiteren Recherchen die rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen und gemeinsam faire und gerechte Lösungen zu finden", teilte der Museumsverband mit. Zu den 17 Museen, deren Bestände untersucht werden sollen, gehören das Museum Schloss Bernburg, das Kreismuseum Bitterfeld und das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau.

Christiane Karg bekommt Brahms-Preis

Mit der Auszeichnung bekommt die Sopranistin 10.000 Euro

Christiane Karg bekommt den Brahms-Preis 2018. Die Interpretationen der 37 Jahre alten Sängerin "auf den großen Opernbühnen wie auch als Oratorien- und Konzertsängerin werden ebenso gepriesen wie ihre Beiträge in der intimen Gattung des Liedgesangs", begründete der Vorsitzende der Brahms-Gesellschaft, Joachim Nerger, die Entscheidung. Preisträger in den Jahren zuvor waren unter anderem Leonard Bernstein, Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter, Sabine Meyer und Thomas Quasthoff. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Regisseur Johannes Felsenstein ist tot

Er wurde 73 Jahre alt

Der Berliner Opern- und Musiktheaterregisseur und langjährige Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau, Johannes Felsenstein, ist tot. Er sei am Montag nach schwerer Krankheit in der Nähe von Berlin gestorben, teilte das Theater mit. Felsenstein habe die Ästhetik des Theaters nachhaltig geprägt und mit seinen Inszenierungen Publikum und Fachwelt überzeugt. Allein in Dessau brachte er 38 Musiktheater-Inszenierungen auf die Bühne.

Milo Rau plant Weltparlament in der Schaubühne

Weltparlament will wichtige Fragen der Menschheit klären

Bis zum Wochenende soll ein sogenanntes Weltparlament wichtige Zukunftsfragen diskutieren und eine Charta für das 21. Jahrhundert erarbeiten. Rund 60 Abgeordnete haben sich für das Weltparlament in der Berliner Schaubühne angemeldet. Darunter der Erdogan-kritische Journalist Can Dündar und der russische Theologe Maxim Shevchenko. Aus dem Deutschen Bundestag haben sich Vertreter aller Parteien mit Ausnahme der AfD angekündigt. Die Übergabe der Charta an den Bundestag ist für den kommenden Dienstag geplant, das ist der 100. Jahrestag der russischen Revolution.

Liste der 100 Wichtigsten der Kunstwelt veröffentlicht

Platz eins belegt die Deutsche Hito Steyerl

Die Videokünstlerin Hito Steyerl ist vom britischen Kunstmagazin "ArtReview" zur derzeit einflussreichsten Persönlichkeit im internationalen Kunstbetrieb gekürt worden. Eine internationale Jury wählte die in München geborene deutsch-japanische Künstlerin dieses Jahr auf Platz eins der Rangliste "Power 100". Die 1966 geborene Steyerl ist an der Universität der Künste Berlin Professorin für Experimentalfilm. Sie war dieses Jahr auch bei der Skulptur Projekte Münster dabei. Zur Kunstbiennale in Venedig 2015 hatte die 1966 geborene Künstlerin im deutschen Pavillon mit ihrer Videoinstallation "Factory of the Sun", einem vermeintlichen Videogame, Aufsehen erregt. Auf Platz zwei folgt der für seine Arbeiten mit lebenden Tieren bekannte französische Starkünstler Pierre Huyghe. Platz drei belegt überraschenderweise keine Künstlerin, sondern die 73-jährige US-Naturwissenschaftshistorikerin und Feministin Donna Haraway.

Gurlitt-Schau wirft Schlaglicht auf NS-Raubkunst

Bundeskunsthalle in Bonn zeigt zweiten Teil der Doppel-Ausstellung

Nach der Eröffnung der Gurlitt-Schau vor zwei Tagen in Bern wird heute in Bonn der zweite Teil der Doppel-Ausstellung eröffnet. Bis zum 11. März zeigt die Bundeskunsthalle rund 250 Werke aus dem 2012 gefundenen Bestand von Hildebrand Gurlitt, einem der Kunsthändler Adolf Hitlers. Die Ausstellung präsentiert etwa Werke von Cranach, Dürer, Monet, Manet und Degas. Anhand von Biografien verfolgter jüdischer Sammler sowie Briefen und Geschäftsbüchern wird außerdem Gurlitts zwiespältige Rolle als NS-Kunsthändler aufgearbeitet. Die Sammlung von rund 1.500 Kunstwerken war 2012 unter rechtlich umstrittenen Umständen bei Gurlitts Sohn Cornelius in München und Salzburg beschlagnahmt worden. Damals wurde angenommen, dass Teile der Sammlung aus jüdischem Besitz stammten, doch bei weitem nicht alle Werke können als Raubkunst gelten. Eindeutig nachgewiesen werden konnte das bisher lediglich bei sechs Objekten. Vor seinem Tod im Jahr 2014 hatte Gurlitt das Berner Kunstmuseum zum Erben der Sammlung bestimmt. Seit Mittwoch werden dort rund 150 Werke gezeigt, die von den Nazis zu "entarteter" Kunst erklärt worden waren. Im Herbst 2018 soll die Doppelausstellung im Berliner Gropiusbau zu einer Schau zusammengeführt werden.

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