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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 19.09.2016

Rosental in BulgarienVom teuersten Rosenöl der Welt

Von Karla Engelhard

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Rosenernte in Bulgarien: Bulgarien zählt zu den bedeutendsten Rosenöl-Lieferanten der Welt. Seit mehr als 300 Jahren wird das Duftöl hier destilliert. (epa Vassil Donev)
Rosenernte in Bulgarien: Bulgarien zählt zu den bedeutendsten Rosenöl-Lieferanten der Welt. Seit mehr als 300 Jahren wird das Duftöl hier destilliert. (epa Vassil Donev)

In einem windgeschützten Tal in Bulgarien wächst seit Jahrhunderten eine besondere Blume: die Damaszener-Rose. Aus ihren Blütenblättern wird das teuerste Rosenöl der Welt destilliert. Für nur einen Liter Rosenöl sind rund vier Tonnen der Blätter nötig.

Jede Rosenernte ist im Rosental  ein Fest. Die Rosen geben bis zu Zehntausenden Bulgarinnen und Bulgaren Arbeit. Im Gegensatz zum Glamour des bulgarischen Rosenöls, das als Komponente im berühmten französischen Parfüm "Chanel N°5" verwendet wird, ist das Pflücken der Rosenblätter ein mühseliges und schlecht bezahltes Geschäft.

Nicht weit von Kazanlak entfernt, liegt das kleine Dorf Kantschevo inmitten von Rosenfeldern. Im Vergleich zu ihnen wirkt das Dorf trist und grau. Eine zerfahrene Dorfstraße, die eher an einen Feldweg erinnert, Häuser ohne Vorgärten, eine Kirche ohne Friedhof und eine Kneipe, vor der die Dorftrinker schon früh am Morgen sitzen und warten, bis sie endlich öffnet. Ungeniert neugierig begaffen sie jedes Auto, das vorrüberfährt, mit bedächtiger Langsamkeit. Nur die verwitterte Fassade des Dorfklubs lässt den einstigen Wohlstand der Gemeinde erahnen, als das Dorf noch gemeinsam Landwirtschaft betrieb, genügend bezahlte Arbeit da war, als es noch eine eigene Schule gab, die Kinder  im Ort blieben und nicht, kaum Erwachsen,  in die Stadt flüchteten. Das ist alles eine gefühlte Ewigkeit her.

Rosen zu pflücken, ist schwer Handarbeit

Die Pflückerinnen und Pflücker sind selbst in gebückter Haltung zwischen den niedrigen Rosenbüschen kaum zu übersehen. Eine alte Frau am Feldrand in bunter Tracht hat sich Rosenblüten ins Haar gesteckt, sie lächelt mit zahnlosem Mund.

Sie stellt sich mit Stefanka vor. Geschickt nimmt sie die volle Rosenblüte zwischen Zeige- und Mittelfinger und zieht sie mit einem kurzen Ruck nach oben. Und wie schützt sie sich gegen die Dornen?

"Manche pflücken mit Handschuhen. Das kann ich nicht, ich muss die Rosenblüte fühlen können. Das macht jeder, wie er will."

Stefankas knochige Hände sind flink. Sie kommt aus dem Dorf Kantschevo:

"Hier haben wir immer schon Rosen angebaut. Schon vor dem Kommunismus und vor dem Zweiten Weltkrieg. Wir haben sie immer so gepflückt. Reich sind wir nie davon geworden. Ich war Hausfrau, nun bin ich Rentnerin und betreue die Pflückerinnen - und wir sind da, wenn die Touristen kommen."

Und die kommen immer sonntags ins Rosental. Sonntag ist deshalb ein besonderer Tag auf dem Rosenfeld. Die älteren Frauen singen sich ein. Sie tragen Trachten des Rosentals: weiße Blusen mit Spitzeneinsätzen unter gewebten Westen, buntbestickte schwarze oder rote Glockenröcke. Die gestickten Rosenblüten konkurrieren mit den frisch gepflückten Blumen, die sich die Frauen ins Haar gesteckt haben oder  aufgefädelt um den Hals tragen.

Eine ältere Frau pflückt auf einem Feld im sogenannten "Tal der Rosen" nahe der Stadt Kazanlak die noch geschlossenen Rosenblüten. Die Blüten werden zur Produktion von Rosenöl verwendet. (picture alliance / dpa / Mladen Antonov)Rosenernte in Bulgarien: Die Blüten werden zur Produktion von Rosenöl verwendet. (picture alliance / dpa / Mladen Antonov)

Begeisterte Chinesinnen im Rosenfeld 

Auf dem Feld pflücken derweil Frauen und Männer in praktischer Arbeitskleidung die Ernte des Tages. Begonnen wird damit bereits in der Morgendämmerung, vorzugsweise dann, wenn eine kühle Nacht mit Tau in einen heißen Tag übergeht. Dieser Übergang setze die Rose unter Stress, sagen die Experten. Sie produziert dann ätherisches Öl. Stress ist wirklich das Letzte, woran man beim Anblick des Rosenfeldes denkt. Ein Bus mit jungen Chinesinnen ist angekommen, alle aus Hongkong, alle Aroma-Therapeutinnen. Eine von ihnen ist Anni, sie ist nicht zum ersten Mal in Bulgarien, dieses Mal hat sie ihre Kommilitoninnen mitgebracht:

"Die ganze Atmosphäre hier ist so anders, als bei uns in Hongkong. Wir mögen das. Wir importieren das bulgarische Rosenöl und nutzen es für die Therapie, vor allem in den Krankenhäusern, zum Beispiel während der Geburt. Hier gibt es das beste Rosenöl. Es entspannt und hilft bei der Behandlung von psychologischen Problemen wie Depressionen. Es ist sehr gut."

Die euphorisierende Wirkung des Rosenduftes scheint bei den zierlichen Chinesinnen besonders schnell zu wirken. Als die Musiker zu spielen beginnen und die bulgarischen Frauen singen, sind die jungen Touristinnen nicht mehr zu halten. Sie stürmen in das Rosenfeld, pflücken kleine Körbe voll oder tanzen im Kreis der Einheimischen den traditionellen Horo.

Eine Frau in traditioneller bulgarischer Tracht sammelt in der Stadt Karlowo während des jährlichen Rosen-Festivals Rosenblüten. (epa Vassil Donev)Jede Rosenernte ist im Rosental in Bulgarien ein Fest. Die Frauen tragen bunte Trachten. (epa Vassil Donev)

Susan kann den "Horo", den bulgarischen Volkstanz, tatsächlich tanzen. Die Britin mit dem grauen Kurzhaarschnitt und den Lachfalten um die Augen kennt sich überhaupt gut aus in Bulgarien. Sie lebt in Veliko Tarnovo, nicht weit von Kantschevo entfernt, am Fuße des Balkans.

"Ich bin hier schon seit zehn Jahren. Es ist ein sehr schönes Land, ich liebe es. Die Leute sind sehr freundlich - diese Gastfreundschaft! Ich mag das Klima, die entspannte Art des Lebens. Ich mag es, nicht gestresst zu sein. Ich mag es, mein eigenes Gemüse anzubauen. Ich habe hier Zeit und Raum. In Großbritannien ist das Leben ein täglicher Kampf. Hier kann ich jeden Tag genießen."

In vielen bulgarischen Dörfern verfallen die alten, traditionellen Lehmhäuser. Ist das Dach erst kaputt, lässt der Regen die Häuser einfach so dahin schmelzen - wie die Sonne das Eis. Landflucht mischt sich im EU-Land Bulgarien mit wachsender Arbeitsmigration, vor allem nach Großbritannien.

Rosenbauer Iwan Iwanow denkt jedoch nicht ans Fortgehen. Der bullige Mitvierziger baut seit 15 Jahren Rosen an, auf fünf Hektar Land:

"Ich habe zunächst allein mit dem Rosengeschäft angefangen, inzwischen ist die ganze Familie dabei. Im Roseninstitut in Kazanlak habe ich die Experten ausgefragt, was man so braucht für die Rosen. Ich habe viel gelesen und mit erfahrenen Rosenbauern gesprochen. Sie haben mir geholfen. Aber es ist noch ein Zusatzgeschäft. Wenn ich mehr Fläche hätte, könnte ich gut davon leben. Derzeit arbeite ich noch in der Waffenfabrik "Arsenal". Waffen und Rosen ist eine gute Kombination."

Die bulgarische Version von "Guns N' Roses"

Einheimische nennen das 52.000-Einwohner-Städtchen Kazanlak auch die bulgarische Version  von "Guns N' Roses", in Anspielung auf die legendäre kalifornische Hardrock-Band. Neben Rosenöl werden in der Maschinenfabrik "Arsenal" in Kazanlak seit Jahrzehnten Waffen hergestellt. Die Fabrik montierte in den 50er-Jahren, unter kommunistischer Führung, die legendäre russische Kalaschnikow.

Das robuste Gewehr wurde weiterentwickelt und ist unter einer anderen Typenbezeichnung heute noch immer im Angebot - neben Jagdwaffen, Leuchtraketen und Blendgranaten. Heute wirbt das Unternehmen "Arsenal" offensiv auf seiner Website  um Kunden bei Armee, Sicherheitsdiensten und Jägern. Mit mehr als 7300 Beschäftigten gehört "Arsenal" zu den industriellen Schwergewichten der Stadt. "Arsenal" sponserte das größte Stadion der Stadt und vermutlich auch die naturalistische Rosenskulptur aus Metall, die Metallkanten der Rosenblüten  wirken scharf wie Waffen.

Doch in der Region sichern nicht in erster Linie Kalaschnikow und Co. die Arbeitsplätze, sondern vor allem die zarten Rosen: Nach offizieller Statistik geben sie rund 30.000 Menschen ein Auskommen.

Im Rosengarten des Rosen-Instituts in Kazanlak sitzt Georgi Tschauschev auf einer Bank, passenderweise unter einer Rosenranke. Seit fast 30 Jahren leitet er die Forschungseinrichtung, die schon bessere Zeiten gesehen hat. In den 1980er-Jahren arbeiteten im staatlichen Institut mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, es gab regelmäßig Forschungsgelder und  den Willen, das Heilpotenzial von Kräutern und Rosen zu erforschen.

Die politische Wende, die Finanzkrise und etliche Privatisierungsversuche setzten dem Institut heftig zu. Die Labors und Gewächshäuser verbreiten heute einen eher morbiden Charme.

"Heute arbeiten wir nur im Interesse der Rosenbauern. Das Haus mit dem Rosenmuseum im Keller wurde 1907 gebaut. Wir nutzen nur die alten Gebäude, wir haben keine anderen. In unseren Gewächshäusern wurden die Rosensetzlinge gezüchtet. 1903 hatte der bulgarische Landwirtschaftsminister einen Chemiker nach Frankreich geschickt. Der sollte sich dort umschauen, was für Bulgarien nützlich wäre. Und dieser Wissenschaftler brachte dann Lavendel und Pfefferminze ins Rosental."

Aus dem Iran ist die Ölrose nach Bulgarien gekommen

Institutsdirektor Georgi Tschauschev ist in seinem Element, strafft sich und doziert:

"Die Kazanlaker Ölrose stammt ursprünglich aus dem Iran. Sie wurde vor 500 bis 600 Jahren hierhergebracht, über Syrien und die Türkei. Zu dieser Zeit gehörte diese Region zum Osmanischen Reich. Die Menschen konnten sich frei bewegen und Handel treiben. So ist die Rose nach Bulgarien gekommen. Hier hat die Rose die besten Bedingungen. Im Rosental gibt es das beste Klima, den besten Boden und genug Wasser. Mit seiner Länge von 150 Kilometern ist es  das größte zusammenhängende Rosenanbaugebiet der Welt."

Unter Federführung seines Roseninstituts werden auch Lavendel und Pfefferminze im Tal angebaut, mit wachsendem Erfolg. Zwischen lila Lavendel- und rosa Rosenfeldern, keine fünf Kilometer von Kazanlak entfernt, liegt das kleine Bauerndorf  Buzovgrad.

In Buzovgrad  ist der Familienbetrieb der Adamovs ein Blickfang. Die Hallen leuchten in Knallrot. Hinter den knallroten Hallen steht eine nagelneue Destillationsanlage. Sie ähnelt einem übergroßen Schnapsbrenner. Den Familienbetrieb "Avis"  hat Vater Pawel Adamov mit seinen Söhnen aufgebaut. Sohn Jawor hat Betriebswirtschaft studiert und packt überall mit an. Die Neuanschaffung ist sein ganzer Stolz.

Tausende Euro tropfen aus dem Hahn der Destille

Arbeiter füllen in einer Rosenöl-Fabrik in der Nähe der bulgarischen Stadt Karlowo Destilliergeräte mit Rosenblüten. (epa Vassil Donev)Arbeiter füllen in einer Rosenöl-Fabrik in der Nähe der bulgarischen Stadt Karlowo Destilliergeräte mit Rosenblüten. (epa Vassil Donev)

"Mit dieser Anlage destillieren wir ätherische Öle - nicht nur Rosenöl, sondern auch Öl aus Heilkräutern. Alles wird zweimal destilliert, wie beim guten Schnapsbrennen. Und am Ende fließen dann 1000 Euro, 2000 Euro, 3000 Euro aus den Röhrchen."

Geld stinkt im Rosental gewiss nicht. Es riecht verführerisch. Das dickflüssige Rosenöl ist schwerer als Wasser und Speiseöl - und wird deswegen in Kilogramm gemessen. 2015 bekamen die Rosenbauern  bis zu 10.000 Euro pro Kilogramm, und es gab Zeiten, da wurde bulgarisches Rosenöl sogar in Gold aufgewogen.

"In den meisten Rosenöl-Destillerien sind die Geräte deshalb verschlossen. Nur der Besitzer oder der zuständige Vorarbeiter haben einen Schlüssel. Zum richtigen Rosenöl bekommt nicht jeder Zugang. Ich rechne mit 20 bis 25 Kilo pro Saison. Ich habe noch nicht ausgerechnet, wie viel Euro das sind, wir fangen erst einmal an."

Zwei LKW voller Blüten ergeben ein Kilo Rosenöl, erzählt Jawor. Die Adamovs kochen und konservieren auch Rosenmarmelade, Rosenhonig und Rosenwasser. Sie beliefern damit sogar Supermärkte im fernen Sofia. Außerhalb der Rosensaison legen sie ihr selbstgezogenes Gemüse sauer ein. Die Adamovs können mittlerweile davon leben.

In der Hauptsaison beschäftigen sie bis zu 20 Menschen mit Behinderungen. Ein Novum in der Region. Die Fördergelder, die die Adamovs vom bulgarischen Staat bekommen, investieren sie in den Ausbau ihres Familienbetriebes. Seit 1999 versucht der Verein der Rosenbauern mit Sitz in Plovdiv, den selbstständigen Rosenbauern zu helfen. Die Privatisierung der Felder ist mittlerweile abgeschlossen und die jüngste Finanzkrise überwunden. Die Probleme liegen derzeit woanders, meint Gergana Andreeva vom Verein in ihrem kleinen Büro:

"Die Rosenbauern haben Schwierigkeiten, genügend Saisonarbeiter zu bekommen. Man braucht viele Arbeiter für eine kurze Zeit. Wir helfen dabei. Wir versuchen, Arbeiter zu finden."

China ist ein großer Kunde für Rosenwasser

Der Verein sieht sich als Mittler zwischen Rosenbauern, Rosenölherstellern und den Abnehmern, Preisabsprachen inklusive.

Die zierliche Gergana zählt die internationalen Hauptkunden auf: Kosmetikhersteller in Frankreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und in Großbritannien. Darüber hinaus in Japan, Australien und Neuseeland, in Südamerika und dem Nahen Osten. China ist ein großer Kunde für Rosenwasser. Gergana Andreevas Verhältnis zur Ölrose ist keineswegs nur akademischer  Natur.

"Ich habe schon viele Rosen in meinem Leben gepflückt. Mit 41 gehöre ich noch einer Generation an, die jeden Sommer schulfrei bekam, um bei der Rosenernte zu helfen. Damals gab es keine Probleme mit den Arbeitskräften, die kamen aus den Schulen und Fabriken der Gegend. Fast mitten in der Nacht, gegen halb fünf, ging es los. Rosenpflücken klingt sehr romantisch, aber die Ölrosen haben kleine Dornen."

Dabei verzieht die grazile Frau schmerzvoll ihr Gesicht,  als würde sie noch heute die Dornen in ihren schmalen Händen spüren. Und bücken muss man sich auch.

Im Rosendorf Kantschevo ist das Rosenritual in vollem Gange. Einheimische und Touristen haben kleine Körbe voll Rosenblühten gepflückt. Sie werden gewogen, den schwersten Korb hat erwartungsgemäß eine junge Dorfschönheit  in Tracht und mit einem Blumenkranz aus Roden im Haar. Sie wird zur Rosenkönigin ernannt. Zwei junge Männer heben sie auf ihre Schultern. Es wird eifrig fotografiert und gefilmt. Touristen wie Einheimische riechen immer wieder an den von ihnen gepflückten Rosen und lächeln dabei verzückt.

"Natürlich schenke ich meiner Frau noch immer Rosen"

Etwas abseits vom Trubel gießt Anatoli Dschurmenski  Wasser in den antiken Metallkessel voller Rosenblüten. In Trachtenhose hantiert er geschickt mit den alten Geräten und schwärmt nebenbei von seiner Schulzeit auf dem Rosenfeld.

"Wir wurden früh morgens mit Bussen abgeholt und auf die Rosenfelder gebracht. Das Schöne war: Wir bekamen schulfrei, mindestens 15 Tage lang. Wir haben jeden Morgen von sechs bis zehn oder elf, je nach Wetter, Rosen gepflückt, dann hatten wir einfach frei."

Gewöhnlich werden die Rosenblätter nach dem Pflücken sofort destilliert. Ansonsten verduftet zu viel vom wertvollen Rosenöl. Beim sonntäglichen Rosenritual werden für die Gäste direkt am Feldrand die Rosenblätter gekocht - in Jahrhunderte alten Apparaturen, den sogenannten "Gülopanar". Im Iran wird so noch heute Rosenöl gewonnen.

Das Wasser im Bottich kocht. Langsam tropft leicht öliges Rosenwasser aus einem Röhrchen in den Becher. Ein intensiver Rosenduft bereitet sich aus. Die Flüssigkeit duftet mit dem nahegelegenen Rosenfeld um die Wette. Rosenschnaps, der Rakija, wird in die Runde gereicht. Und Ivan Ivanov, der Rosenbauer aus Kantschevo, steht zufrieden am Feldrand:

"Natürlich schenke ich meiner Frau noch immer Rosen. Alles was wir tun, tun wir schließlich mit Liebe."

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