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Konzert / Archiv | Beitrag vom 11.05.2017

Roland Kluttig leitet das Philharmonische Orchester CoburgReformiert und befreit

Aufzeichnung aus dem Landestheater Coburg

Das Landestheater Coburg (Andrea Kremper/Landestheater Coburg)
Das Landestheater Coburg (Andrea Kremper/Landestheater Coburg)

Musik zum Tag der Befreiung spielt das Philharmonische Orchester des Landestheaters Coburg. Bekenntniswerke von Karl Amadeus Hartmann und Frank Martin hat GMD Roland Kluttig programmiert. Den Abend eröffnet die "Reformations-Sinfonie" Felix Mendelssohn Bartholdys.

Die nordfränkische Stadt Coburg liegt eigentlich mitten im Reformationsland. Doch seit Ende der Monarchie gehört sie zu Bayern. Ihr Landestheater stiftet heute wichtige Identität im strukturschwachen ehemaligen Zonenrandgebiet. Und seit einigen Jahren erlebt gerade das Coburger Orchester einen hörbaren Aufschwung. In einem Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, stehen Bekenntniswerke im Mittelpunkt.

Generalmusikdirektor Roland Kluttig kombiniert Felix Mendelssohn Bartholdys "Reformations-Sinfonie" mit Karl Amadeus Hartmanns Sinfonischer Dichtung "Miserae". Der Münchner Komponist hat damit bereits zu Beginn der NS-Herrschaft an die ersten Opfer erinnert und böse Ahnungen artikuliert. Sein Genfer Zeitgenosse Frank Martin schrieb kurze Zeit später sechs hochdramatische Monologe aus Hugo von Hofmannsthals "Jedermann". In Coburg singt Peter Schöne diese eindrucksvoll-düsteren Gesänge eines sterbenden reichen Mannes.

Theater Coburg
Aufzeichnung vom 8. Mai 2017

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 "Reformations-Sinfonie"

Karl Amadeus Hartmann
"Miserae", Sinfonisches Poem

Frank Martin
Sechs Monologe aus "Jedermann" für Bariton und Orchester

Peter Schöne, Bariton
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
Leitung: Roland Kluttig

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