Donnerstag, 12.12.2019
 

Chormusik / Archiv | Beitrag vom 22.11.2018

Rock-Oratorium "Odi et amo 2.0" neu aufgelegtKnabenchor trifft Rockband

Moderation: Dagmar Penzlin

Eine anatomische Zeichnung eines Herzes ist auf dem Cover zu sehen (Deutschlandfunk Kultur / Cornelia de Reese)
Mit Herz und Seele hassen und lieben. "ODI ET AMO 2.0" (Deutschlandfunk Kultur / Cornelia de Reese)

Ich hasse und ich liebe – „Odi et Amo“. 20 Jahre alt ist dieses Rockoratorium des lettischen Komponisten Uģis Prauliņš. Mit den Chorknaben Uetersen ist eine zeitgemäße Neuauflage entstanden als Koproduktion von Deutschlandfunk Kultur mit dem Label Rondeau.

Nachdem in der letzten Chormusiksendung die Begegnungen von Komponist, Instrumentalisten, Chorsängern und Obertonsängerin Anna-Maria Hefele in der Probenarbeit im Mittelpunkt stand, soll heute nun in die Musik zu hören sein.

Blick durch das CD-Loch auf ein Foto mit den Kindern, die im Aufnahmestudio stehen (Deutschlandfunk Kultur / Cornelia de Reese)Mit dem Knabenchor Uetersen entstand das Oratorium "Odi et Amo 2.0" (Deutschlandfunk Kultur / Cornelia de Reese)

Der musikalischen Dualität aus Klassik und Pop/Rock steht die textliche Dualität aus Liebe und Hass gegenüber. Den Kerndes Oratroiums bildet das sogenannte "Carmina 85" - ein Gedicht des römischen Dichters Catull (84 bis 54 v. Chr.) mit dem Titel "Odi et Amo". 

Ich hasse und ich liebe.
Warum ich dieses mach, fragst du vielleicht.
Ich weiß es nicht, aber ich fühle, es geschieht, und werde gequält.

Von diesem Text ausgehend, hat der Komponist Uģis Prauliņš andere Gedichte von weiteren Autoren gesucht, u.a. von Conrad Celtis, dem deutschen Humanisten, der um 1500 lebte. Ein Universum - zwischen den Polen.

Eine Koproduktion Deutschlandfunk Kultur mit dem Label Rondeau.

Uģis Prauliņš 
ODI ET AMO 2.0
Oratorium für Knabenchor, Solisten und Rockband.

Chorknaben Uetersen

Uģis Prauliņš, Keyboard, Stimmen
Yared Dibaba, Rap
Anna-Maria Heferle, Oboertongesang, Stimmen, Harfe , Mandonline
Isolde Kittel-Zerer, Cembalo
Leonid Klimaschewski, Akkordeon
Stefan Kuchel, Saxophon, Flöte, elektronische Blasinstrumente
Indra Tedjasukmana, Beatboxing

Band:
Mathias Blässe, drums
Malte Kuhn, Elektrogitarre
Bo Stockfleth, eletrischer Gitarrenbass
Torben Tietz, Akustikgitarre
Stefan Weith, Keyboard

Leitung: Hans-Joachim Lustig

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Odi et amo 2.0 - Wie die Neuauflage eines Rock-Oratoriums entsteht
(Deutschlandfunk Kultur, Chormusik, 15.11.2018)

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