Das Feature, vom 10.02.2017, 20:10 Uhr

Robert Anton WilsonOperation Mindfuck

Von Maximilian Netter

Als der Schriftsteller Robert Anton Wilson in den 70er-Jahren zusammen mit Robert Shea die "Illuminatus!"-Trilogie veröffentlichte, trafen sie den Nerv eines paranoiden Amerika. Der Watergate-Skandal erschütterte das sowieso schon geringe Vertrauen in die politische Führungsriege und sorgte für die Entstehung zahlreicher Verschwörungstheorien.

Eine umgedrehte Hausnummer 23 hängt an einer Hausfassade in Köln-Ehrenfeld. Die Dreiundzwanzig sowie ihre Quersumme 5 werden in Robert Anton Wilsons und Robert Sheas Romanreihe Illuminatus in einer selbst erdachten Numerologie als Zahlen des Unglücks, der Zerstörung sowie nicht zuletzt der Illuminaten bezeichnet.  (Imago / Manngold)
Eine umgedrehte Hausnummer 23 hängt an einer Fassade in Köln. Die 23 sowie ihre Quersumme 5 werden in Robert Anton Wilsons und Robert Sheas Romanreihe Illuminatus in einer selbst erdachten Numerologie zu Zahlen des Unglücks. (Imago / Manngold)

Um es mit Wilson zu sagen: "Wenn die Politik der Lüge normal wird, werden Paranoia und Entfremdung zum Normalfall des Alltags." Heute können Populisten und Verschwörungstheoretiker durch das Internet noch schneller ihr Publikum erreichen. Aus Chaos und Informationsüberfluss extrahieren sie einfache Antworten und Erklärungsmodelle. Eine gute Zeit, sich an Robert Anton Wilson und die Operation Mindfuck zu erinnern.

Produktion: RBB/DLF/WDR 2017

2017-02-10_Operation mindfuck.pdf

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