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Montag, 26.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 17. Mai 2019

Richard Madden sieht sich nicht als "007"

Mit weißem Smoking und schwarzer Fliege hat "Game of Thrones"-Star Richard Madden Spekulationen angeheizt, er könne der neue "007" werden. Allerdings bestritt der britische Schauspieler am Freitag beim Filmfestival in Cannes, dass er James-Bond-Darsteller Daniel Craig nachfolgen wolle. "Das ist alles nur Gerede", sagte der 32-jährige Madden, dessen schottischer Akzent an den "Original-Bond" Sean Connery erinnert. Die Spekulationen hatten auch Instagram-Fotos befeuert, in denen Madden sich in Bond-typischen Posten ablichten ließ. Der Schauspieler bezeichnete die Spekulationen als "schmeichelhaft". Der neue Bond soll im April 2020 in die Kinos kommen. Craig spielt darin nach acht Jahren zum letzten Mal den Geheimagenten im Dienste ihrer Majestät. In Cannes stellte Madden an der Seite des britischen Sängers Elton John das Biopic "Rocketman" vor.

Autor Herman Wouk mit 103 gestorben

Der amerikanische Bestseller-Autor Herman Wouk ruhte sich auch im hohen Alter nicht auf seinen Erfolgen aus. Er arbeite an einem weiteren Buch, teilte seine Literaturagentin noch vor einem Jahr - kurz vor dem 103. Geburtstag des Autors - der Deutschen Presse-Agentur mit. Jetzt ist er gestorben. Anfang der 50er Jahre verfasste er mit "Die Caine war ihr Schicksal" einen der berühmtesten Romane über den Zweiten Weltkrieg. Als Hundertjähriger brachte Wouk 2016 seine Memoiren mit dem Titel "Sailor and Fiddler: Reflections of a 100-Year-Old Author" aus. Darin erzählte er unter anderem von seiner Kindheit in der New Yorker Bronx, seiner Vorliebe für die Schriftsteller Mark Twain und Alexandre Dumas sowie über den großen Einfluss seines jüdischen Glaubens auf seine Werke.

"Grumpy Cat" ist tot

"Grumpy Cat" ist verstorben. Die zur Internet-Sensation gewordene Katze mit dem stets mürrischen Gesichtsausdruck sei bereits am Dienstag an Komplikationen nach einer Harnwegsinfektion gestorben, erklärten ihre Besitzer am Freitag auf dem offiziellen Twitter-Konto des Katzenstars. So mürrisch die Katze, die eigentlich Tardar Sauce hieß, stets zu sein schien, so sehr brachten Bilder von ihr Millionen Menschen weltweit zum Lachen. Ihre Besitzer gaben der Katze den Spitznamen "Grumpy Cat", weil sie immer so aussah, als ziehe sie ihre Mundwinkel missbilligend nach unten.Der Siegeszug der Katze geht auf ein Foto zurück, das der Bruder der Besitzerin im September 2012 auf der Diskussionsseite Reddit veröffentlichte. Das Foto und weitere verbreiteten sich rasend schnell und "Grumpy Cat" wurde zur bislang wohl bekanntesten Internet-Sensations-Katze. Später folgten YouTube-Videos und eine eigene Webseite. Zuletzt hatte das Tier rund 8,5 Millionen Likes bei Facebook, 2,4 Millionen Anhänger bei Instagram sowie 1,5 Millionen bei Twitter und mehr als 264 000 Abonnenten bei YouTube. Die Besitzer lizenzierten das Gesicht der Katze für zahlreiche Fan-Artikel, sie spielte in Werbespots und Filmen mit, erschien auf Magazin-Titelseiten und es gibt Bücher über sie. "Grumpy Cat" brachte ihren Besitzern auf diese Weise wohl viel Geld ein.

Dreharbeiten für Pechstein-Film beginnen

Über die Lebensgeschichte des Malers und Expressionisten Max Pechstein (1881-1955) entsteht erstmals ein Dokumentarfilm. Der 75-minütige Streifen „Tanz der Farben" erscheine Ende des Jahres, teilte Pechsteins Geburtsstadt Zwickau mit. Er spiele an bedeutenden Stationen im Leben des Künstlers. Beleuchtet werde auch die Diffamierung Pechsteins unter der nationalsozialistischen Diktatur. Neben Zwickau und Berlin soll auch in Paris, New York und Litauen gedreht werden. Premiere feiert der Film voraussichtlich Endes des Jahres in Zwickau.

Mülheimer KinderStückePreis 2019 für Kristo Šagor

Kristo Šagor wird für sein Stück „Ich lieb dich" in der Inszenierung der Schauburg München mit dem Mülheimer KinderStückePreis 2019 ausgezeichnet. Das Stück beschreibt unterschiedliche Arten von Liebe und erzählt von Verlust, Schmerz, Glück und Tod. In der Begründung der Jury hieß es, das Stück liefere verblüffende wie berührende Bilder für Liebe und deren Vergänglichkeit. Der 1976 geborene Šagor inszenierte an zahlreichen Theatern, wie dem Volkstheater München, dem Bremer Theater, dem Bochumer Theater oder dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Den mit 10.000 Euro wird für alle diesjährigen Mülheimer Preisträger*innen – voraussichtlich am 23. Juni 2019 – an den Autor übergeben.Zum fünften Mal vergab in diesem Jahr auch eine Jugend-Jury ihren eigenen Preis. Die sechs Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren zeichneten ebenfalls Kristo Šagor aus.

Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten

Zum Auftakt der „Burning Issues", der Konferenz zu Gender(un)gleichheit auf dem Berliner Theatertreffen bekräftigte das Aktionsbündnis „Darstellende Künste" seine Forderungen zur Gleichberechtigung. Ausschüsse und Gremien und seien paritätisch zu besetzen. Desgleichen Leitungspositionen an festen Häusern. Das Aktionsbündnis fordert: Frauen und Männer in den darstellenden Künsten für gleiche Arbeit gleich zu bezahlen. Die Kulturstaatsministerin wird aufgerufen Zuwendungen des Bundes für Kunst und Kultur an das Kriterium der Geschlechtergerechtigkeit zu knüpfen. Die Konferenz „Burning Issues" findet bis einschließlich Sonntag mit zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des Berliner Theatertreffens statt.

Erinnerungsstücke an den Palast der Republik gesucht

Ab dem 1. Juni zeigt die Kunsthalle Rostock die Ausstellung „Palast der Republik. Utopie, Inspiration, Politikum". Mithilfe von zeitgeschichtlichen und künstlerischen Objekten wie Einrichtungsgegenständen und Ausstattung soll der Kulturbau der DDR noch einmal erlebbar werden. Neben dem Regierungsgebäude der DDR mit dem Sitz der Volkskammer war der Palast der Republik zugleich öffentliches Kulturhaus mit einer Vielzahl von Veranstaltungsräumen und gastronomischen Angeboten. Anlässlich der Ausstellung lädt die Kunsthalle Rostock zum gemeinsamen Erinnern ein. Persönliche Fotografien, Geschichten und Anekdoten im Zusammenhang mit dem Palast der Republik können ab sofort an die Kunsthalle geschickt werden, und so öffentlicher Teil der Ausstellung werden.

Grütters will Rückgabe der Kreuzkapsäule begleiten

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin gibt die Kreuzkapsäule "Cape Cross" offiziell an Namibia zurück. Die rund 3,5 Meter hohe und über eine Tonne schwere Säule mit Steinkreuz sei eines der wenigen Objekte, das die Landnahme durch die Portugiesen und damit den Beginn der Kolonialgeschichte für die Namibier dokumentiere, betonte DHM-Präsident Raphael Gross. In der Kolonialzeit vor 125 Jahren war die Säule von Namibia nach Deutschland gelangt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Museumschef Gross werden die für diesen Spätsommer geplante Rückgabe der Säule persönlich begleiten. Der namibische Botschafter Andreas Guibeb begrüßte die Restitution als weiteren Schritt zur Aussöhnung zwischen Namibia und Deutschland.

BGH verhandelt über Umgang mit gestohlener Kunst

Ein Streit um zwei Ölgemälde des deutschen Malers Hans Purrmann (1880-1966) stellt den Bundesgerichtshof (BGH) vor grundsätzliche Fragen zum Umgang mit gestohlener Kunst. Die Bilder waren der Familie des Künstlers 1986 entwendet worden. 2009 tauchten sie bei einem Autotechnik-Großhändler wieder auf. Die Frage ist, wem sie heute gehören. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Vorgang, den Juristen "Ersitzung" nennen. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) wird "eine bewegliche Sache" zum Eigentum, wenn man sie zehn Jahre am Stück besitzt. Eine Ausnahme macht das Gesetz nur, wenn dem Besitzer klar sein musste, dass ihm die Sache nicht rechtmäßig gehört. Der Großhändler sagt, er habe die Gemälde in den späten 1980er Jahren von seinem Stiefvater geschenkt bekommen. Das Urteil wird nach weiteren Beratungen in den nächsten Wochen verkündet, hieß es nach der Verhandlung in Karlsruhe.

Künstler für ein "Europa der Vielen"

Mehrere Kultureinrichtungen und Künstler wollen am Sonntag für eine offene Gesellschaft demonstrieren. Das Bündnis "Die Vielen" hat in mehreren Städten zu Demonstrationen aufgerufen. Dazu gehören zum Beispiel Berlin, München, Hamburg, Frankfurt/Main und Wien, wie eine Sprecherin des Vereins sagte. "Kunst entsteht nicht innerhalb nationaler Grenzen", heißt es im Aufruf für Berlin. Im November hatten sich mehrere Kulturinstitutionen zu dem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen und sich in Erklärungen gegen Nationalismus und Intoleranz und für die Freiheit der Kunst verpflichtet. Bisher hätten rund 1800 Institutionen und Unterstützer in Deutschland und knapp 240 in Österreich unterzeichnet, sagte eine Sprecherin des Vereins. In Berlin gehören dazu etwa das Deutsche Theater, die Volksbühne, die Staatsoper, die Akademie der Künste und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die die Museumsinsel verantwortet.

Stararchitekt I. M. Pei gestorben

Der amerikanisch-chinesische Stararchitekt I.M. Pei ist tot. Nach Angaben seines Büros starb er im Alter von 102 Jahren. Pei galt als Vollender der klassichen Moderne. Seine Arbeit war geprägt vom Umgang mit schlichten geometrischen Formen und vom Spiel mit dem Licht. Berühmt wurde er unter anderem mit der Gestaltung der Glaspyramide am Louvre in Paris. In Deutschland kreierte Pei 2003 einen Anbau für das Deutsche Historische Museum in Berlin mit einem spiralförmigen Treppenhaus aus Glas und Stahl. Pei wurde mit vielen internationalen Preisen geehrt. Unter anderem erhielt er 1983 den Pritzker-Preis, der auch als Nobelpreis für Architektur bezeichnet wird.

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