Seit 20:03 Uhr Konzert

Donnerstag, 01.10.2020
 
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Konzert / Archiv | Beitrag vom 10.09.2020

RIAS Kammerchor bei den Bachfesttagen KöthenMotetten der Bach-Familie

Moderation: Ruth Jarre

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Anhand eines Stammbaumes wird deutlich, welcher Nachkomme einen Musikerberuf ergriffen hat. (mago images / KHARBINE-TAPABOR)
Der erste Bach, der sich in Thüringen niederließ und die Familie begründete, betrieb eine Mühle in Wechmar und war begnadeter Zither-Spieler. (mago images / KHARBINE-TAPABOR)

Familie Bach war eine weit verzweigte Musiker-Familie. Viel Musik ist in diesem Umfeld entstanden, die der RIAS Kammerchor mit seinem Chefdirigenten Justin Doyle präsentierten konnte - das erste Konzert seit fast sechs Monaten, das mit Publikum stattfand.

In seiner englischen Heimat hat Chefdirigent Justin Doyle die letzten Monate verbracht. Nun kann er wieder mit seinem Chor proben und auftreten. 

Probensituation des Chores, bei dem der Chorleiter die Hände zum Dirigat erhoben hat. (RIAS Kammerchor / Bernhard Heß)Justin Doyle ist wieder bei "seinem" Chor und probt in der Marienkirche zu Aken. (RIAS Kammerchor / Bernhard Heß)

Einige Spontankonzerte im Deutschlandfunk Kultur haben Sängerinnen und Sänger des RIAS Kammerchors in der Zwischenzeit dennoch gestalten können – mit namhaften Gastdirigenten wie Michael Alber oder Kai-Uwe Jirka. Doch natürlich ist die kontinuierliche, gemeinsame tägliche Arbeit für einen Chor besonders wichtig.

Neue Hürden

Justin Doyle hat Kontakt gehalten und Programme entworfen, immer Plan B, C, D und E im Hinterkopf. "Mittlerweile sind wir wahrscheinlich bei Plan N angekommen", sagt er. Die Freude über den Neubeginn ist trotzdem groß.

In einem Kirchenraum, der mit vielen Sonnenblumen geschmückt ist, stehen Musiker und Sängerinnen und bedanken sich beim Publikum, das verteilt im Raum sitzt und Beifall spendet. (RIAS Kammerchor / Bernhard Heß)Glückliche Gesichter beim RIAS Kammerchor und Instrumentalisten nach dem Konzert bei den Bachfesttagen in Köthen. (RIAS Kammerchor / Bernhard Heß)

Ruth Jarre führte mit dem Chefdirigenten Justin Doyle ein Gespräch zur aufkeimenden Hoffnung, dass die Chorarbeit wieder Fahrt aufnehmen könnte.

Umso problematischer, dass ausgerechnet die Berufsgenossenschaft den Sängerinnen und Sängern in Profichören seit dem 8.9.2020 wieder größere Abstände vorschreibt - die in der freien Szene nicht beachtet werden müssen. Eine Herausforderung für die professionellen Chöre, die möglicherweise nur schwer oder gar nicht gemeistert werden kann.

Der große Bach-Schatz

Bei den Bachfesttagen Köthen trat der Chor mit Motetten der Bach-Familie auf. Den krönenden Abschluss bildete die Motette "Jesu, meine Freude" von Johann Sebastian Bach.

Außerdem auf dem Programm: selten zu hörende Werke von Johann Sebastians Großonkel Johann Bach, einem Onkel der Arnstädter Linie, Johann Christoph, von Johann Michael Bach, dem Vater seiner ersten Frau Maria Barbara, sowie von Johann Christoph Altnikol, einem Schüler und späteren Schwiegersohn Johann Sebastian Bachs.

Aufzeichnung des Konzertes vom 6. September 2020 in der Marienkirche zu Aken

Johann Christoph Bach
"Lieber Herr Gott"

Johann Bach
"Unser Leben ist ein Schatten"

Johann Michael Bach
"Allein Gott in der Höh" sei Ehr'"

Johann Christoph Altnikol
"Nun danket alle Gott"

Johann Michael Bach
"Nun freut euch, lieben Christen g'mein" I & II

Johann Sebastian Bach
"Jesu, meine Freude"

Joseph Crouch, Violoncello
Raphael Alpermann, Truhenorgel
RIAS Kammerchor
Leitung: Justin Doyle

Im Anschluss, ca. 21 Uhr
"Wir sind mittlerweile bei Plan N angekommen" - 
Ruth Jarre im Gespräch mit Justin Doyle

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