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Interview / Archiv | Beitrag vom 04.01.2019

Revolution des WohnensErste Siedlung aus 3D-gedruckten Häusern

Theo Salet im Gespräch mit Dieter Kassel

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In Eindhoven entsteht 2019 die erste Siedlung mit 3D-gedruckten Häusern  (Houben/Van Mierlo architecten )
In Eindhoven entsteht 2019 die erste Siedlung mit 3D-gedruckten Häusern. Das Bild zeigt eine Simulation, wie sich die Ingenieure sich das neue Quartier in Zukunft vorstellen. (Houben/Van Mierlo architecten )

Beton drucken statt gießen, darauf setzt der Ingenieur Theo Salet. Im Sommer soll die erste Siedlung aus 3D-gedruckten Häusern in der niederländischen Stadt Eindhoven entstehen. Salet spricht von einer Demokratisierung des Bauens.

Das erste 3D-gedruckte Haus - es hat ein Geschoss mit einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern - soll zunächst noch im Uni-Labor der TU Eindhoven produziert werden. Doch schon im Anschluss daran werde dann eine größere Version auf der Baustelle aus dem 3D-Drucker kommen, um die Wetterverhältnisse zu erproben, erklärte der Ingenieur und Universitätsprofessor Theo Salet im Deutschlandfunk Kultur. 

Eine Wohnidylle aus dem 3D-Drucker zeigt diese architektonische Simulation. Im Sommer soll das erste Haus gebaut werden.  (Houben/Van Mierlo architekten )Eine Wohnidylle aus dem 3D-Drucker zeigt diese architektonische Simulation. Im Sommer soll das erste Haus gebaut werden. (Houben/Van Mierlo architekten )

"Die Bewohner werden sicherlich mitbekommen, dass dies ein ganz anderes Haus ist", sagte Salet. Es werde schon von außen ganz anders aussehen, aber auch innen gebe es Unterschiede. Als Beispiel nannte der Ingenieur eine Dusche, die herkömmlich gebaut quadratisch sei und deren Ecken zum Putzen schwierig seien. "Der Drucker erlaubt es uns, Gegenstände ohne Ecken nach Belieben zu entwerfen und zu bauen." An solchen praktischen Kleinigkeiten könnten die Bewohner den Unterschied erkennen. Beim Wohnkomfort werde sich das Haus allerdings nicht unterscheiden, versprach Salet. 

Roboter statt Bauarbeiter

"Ich bin überzeugt, dass unser Verfahren letztlich zu einer Demokratisierung des Bauens führen wird", sagte Salet. Er rechne damit, dass die schwere, körperliche Arbeit auf den Baustellen zukünftig durch Roboter ersetzt werde. Neue Arbeitsplätze würden dann rund um die Wartung der Drucker entstehen. (gem)

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