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Konzert / Archiv | Beitrag vom 17.01.2018

Revival in RolandseckMartha Argerich and friends

Aufzeichnung aus dem Arp-Museum

Die Pianistin Martha Argerich (Adriano Heitmann/Wasmuth-Gesellschaft)
Die Pianistin Martha Argerich (Adriano Heitmann/Wasmuth-Gesellschaft)

Er war zeitweise ihr zweites Zuhause. Martha Argerich lebte in ihrer Jugend einige Jahre im Bahnhof Rolandseck. Seitdem kehrt sie regelmäßig dorthin zurück, um Konzerte zu geben. Letzten Dezember spielte sie mit Freunden ein vielfältiges Programm.

Ein Konzert mit Martha Argerich ist immer eine besondere Art Klavierfestival. In diesem Fall, an einem Termin Mitte Dezember, spielte sie mit Kollegen zusammen, die entweder zu ihren langjährigen Bekannten zählen wie der Cellist Mischa Maisky aus Riga oder der israelische Pianist Itamar Golan, oder die in ihren Fußspuren wandeln wie die ägyptisch-kanadische Pianistin Myriam Farid. Sie ist mit der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft eng verbunden und lebt derzeit in Rolandseck. Johannes Wasmuth war der Galerist und Kulturförderer, der nicht nur den Bahnhof Rolandseck vor dem Abriss gerettet, sondern auch Musikern und Künstlern wie Martha Argerich Entfaltungsmöglichkeiten genau dort geboten hat. Das ist vier Jahrzehnte her und erfährt immer mal ein Revival.

Das Konzert begann mit der Serenade für Flöte, Violine und Viola von Ludwig van Beethoven, ebenfalls in einer historischen Besetzung. Der Flötist Jean Michel Tanguy und der Geiger Andreas Röhn haben bereits in grauer Vorzeit im Bahnhof Rolandseck gespielt. Als Bratscherin kam bei diesem Konzert die Tochter Martha Argerichs, Lyda Chen, hinzu. Pittoresker Abschluss dieses Konzerts war der Aufritt des 95 Jahre alten französisch-israelischen Geigers Ivry Gitlis. Mit ihm hat Martha Argerich häufig zusammen konzertiert. Auch von dieser Kooperation gab es ein anrührendes Revival im Festsaal des Bahnhofs Rolandseck.

Arp-Museum Bahnhof Rolandseck
Aufzeichnung vom 13. Dezember 2017

Franz Liszt
"Der Weihnachtsbaum"

Maurice Ravel
"Ma mère l’oye"
"Pavane pour une infante défunte"

Robert Schumann
Fantasiestücke op. 73 für Violoncello und Klavier

Ludwig van Beethoven
Serenade D-Dur für Flöte, Violine und Viola op. 25 (Ausschnitt)

Jean Michel Tanguy, Flöte
Ivry Gitlis, Andreas Röhn, Violine
Lyda Chen Argerich, Viola
Mischa Maisky, Violoncello
Martha Argerich, Klavier
Myriam Farid, Klavier
Itamar Golan, Klavier
Stephan Zind, Klavier

Konzert

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