Religionen / Archiv 09.07.2017

Religionen vom 9. Juli 2017Henry David Thoreau und der zivile UngehorsamModeration: Anne Françoise Weber

Der legendäre Walden Pond in Concord, Massachusetts, der den berühmten Schriftsteller Henry David Thoreau inspiriert hat (imago/ZUMA Press)Henry David Thoreau wurde vor 200 Jahren geboren (imago/ZUMA Press)

Er war erst Mensch, dann Untertan und kultivierte dann den zivilen Ungehorsam: Henry David Thoreau, der legendäre Autor des Aussteiger-Buches "Walden". Vor 200 Jahren wurde er geboren - was hat Thoreau uns heute noch zu sagen?

Erst Mensch, dann Untertan
Der amerikanische Philosoph Henry David Thoreau weigerte sich, durch Steuerzahlung den Krieg gegen Mexiko zu unterstützen. Sein Text über zivilen Ungehorsam, den er darüber verfasste, ist bis heute grundlegend. Von Gunnar Lammert-Türk

Gewaltlosigkeit als Waffe
Der baptistische Pfarrer Martin Luther King jr. wurde zum Anführer der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sein Beharren auf gewaltlosem Widerstand war auch von Thoreau und Mahatma Gandhi inspiriert, erkärt die Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson im Gespräch

"Es gibt ein Gesetz, das größer ist als von Menschen gemachte Gesetze"
An der Ostküste der USA haben sich Kirchen und Glaubensgemeinschaften schon vor 35 Jahren zusammen getan, um Migranten ohne Papiere Schutz vor Abschiebung zu bieten; unter Donald Trump werden sie besonders gebraucht. Sie berufen sich in ihrem zivilen Ungehorsam auf die Bürgerrechtsbewegung. Von Arndt Peltner

Widerstand als Akt der Ökumene
Gegen den Willen der Spitze der Bekennenden Kirche veröffentlichte der Jurist Friedrich Weißler eine vertrauliche Denkschrift an Adolf Hitler, um Christen in anderen Ländern über den Nationalsozialismus zu informieren. Er bezahlte dafür mit seinem Leben. Von Stefanie Oswalt

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