Feature, vom 24.11.2018

Reihe: Wirklichkeit im Radio Wer hat Angst vor dem Milchmann?

Von Theo Gallehr
Zwei Männer lesen Handzettel der Polizei, mit denen nach gesuchten RAF-Terroristen gefahndet wird, aufgenommen am 02.06.1978 in Berlin (picture-alliance/ dpa / Konrad Giehr)
Zwei Männer lesen Handzettel der Polizei, mit denen nach gesuchten RAF-Terroristen gefahndet wird (picture-alliance/ dpa / Konrad Giehr)

Herbst 1977. Hans Martin Schleyer wurde von RAF-Terroristen entführt. Im Autoradio kommen stündlich Nachrichten über den Fortgang der Fahndung. Die politische Atmosphäre ist aufgeheizt, die Erregung auf allen Seiten riesengroß. In genau dieser Stimmung machen Theo Gallehr und seine Kollegen Aufnahmen an Stammtischen, auf der Straße, bei Hundezüchtern, Waffenverkäufern und bei der Beerdigung von Gudrun Ensslin und Andreas Baader. Sie zeichnen das Bild einer mit verbaler und realer Gewalt schockierend aufgeladenen Gesellschaft.


Wer hat Angst vor dem Milchmann?
Feature von Theo Gallehr
Regie: der Autor
Mitarbeit: Rita Quittek
Produktion: RB 1979
Länge: 53'47


Theo Gallehr, geboren 1929 in Lehr, gestorben 2001 in Hamburg. War Kneipenwirt in München und bis 1962 Fernseh-Regisseur beim Bayerischen Rundfunk. Zusammenarbeit mit Rolf Schübel beim ‚Cinecollectiv’. Zu ihren Dokumentarfilmen gehören ‚Der deutsche Kleinstädter’ (1968) und ‚Rote Fahnen sieht man besser’ (1970/71), beide Filme wurden mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet. 1971 und 1972 erhielten Theo Gallehr und Rolf Schübel den Preis der Deutschen Filmkritik.