Feature, vom 26.10.2019, 18:05 Uhr

Reihe: Wirklichkeit im RadioVerkaufskanonen

Stationen des ambulanten Gewerbes
Von Henryk M. Broder
Marktschreier "Wurst-'Achim" in seinem Verkaufswagen in der Berliner Karl-Marx-Allee.  (picture-alliance / ZB / Soeren Stache)
Sind selten geworden: Marktschreier. (picture-alliance / ZB / Soeren Stache)

Man nannte sie Marktschreier, fliegende Händler, Propagandisten. Lange Zeit bevölkerten sie die Innenstädte und zogen mit ebenso kunstvoller wie lauter Rhetorik Kundinnen und Kunden in ihren Bann. Heute sind sie selten geworden. Das Feature von 1976, ein reines Original-Ton-Stück, fängt sie auf doppelte Weise ein: mit eindrucksvoller Peroformance bei der Ausübung ihres Berufs und, verhaltener, als Analysten ihres Gewerbes. Der Autor Henryk M. Broder hat hier eine ungewohnte Rolle als polemikfreier Dokumentarist.


Verkaufskanonen
Stationen des ambulanten Gewerbes
Von Henryk M. Broder
Regie: Hans Gerd Krogmann
Produktion: WDR 1976
Länge: 43'13


Henryk M. Broder, geboren 1943 in Kattowitz, Publizist, Schriftsteller und Journalist. Anfänge u.a. bei den St-Pauli-Nachrichten, einer Zeitschrift für Erotik und linke Agitation, heute Mitbetreiber des rechtskonservativen Blogs "Die Achse des Guten". Zahlreiche Bücher, Artikel, Fernsehsendungen, oft provokativ und oft um die Themen Antisemitismus, Israel und Islam kreisend. In den 70er-Jahren auch sehr aktiv als Rundfunkautor für den WDR. 2015 erschien: "Das ist ja irre! – Mein deutsches Tagebuch".

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