Feature, vom 28.03.2020, 18:05 Uhr

Reihe: Wirklichkeit im RadioMeine Schwester Ursel

Der Prenzlauer Berg in den 1980er Jahren – Einsatzort für die Bezirksschwester. (imago / Robert Fishman)
Der Prenzlauer Berg in den 1980er Jahren – Einsatzort für die Bezirksschwester. (imago / Robert Fishman)

"Im Stadtbezirk Prenzlauer Berg betreuen 25 Gemeindeschwestern ältere und hilfsbedürftige Bürger in deren Wohnungen. In Berlin heißen sie "Bezirksschwester". Aber für die Betreuten ist es jeweils "meine Schwester". Den Arbeitsalltag einer solchen Schwester namens Ursel beobachtet der Autor mit dem Mikrofon, spürt ihren Motivationen nach und erkundet die Hilfe, die sie bewirkt." So der Pressetext im Ursendungsjahr 1986. Einen Systemwechsel und etliche Gentrifizierungswellen später können wir heute Ursel aus dem Prenzlauer Berg mit anderen Ohren zuhören.


Wirklichkeit im Radio
Meine Schwester Ursel
Von Karlheinz Tesch
Regie: Fritz-Ernst Fechner
Ton: Wolfgang Masthoff
Produktion: Rundfunk der DDR 1986
Länge: 48'11


Karl-Heinz Tesch (1930–1997) war eine prägende Figur des DDR-Rundfunks. Nach Anfängen bei der Freien Presse und beim Berliner Rundfunk wurde er fest angestellter Feature-Autor bei der Feature-Abteilung im Rundfunk der DDR. Sein Spezialgebiet waren O-Ton-Reportagen, oft mit Kunstkopf-Stereophonie. Nach der Wende baute er die Feature-Abteilung beim Sachsen Radio auf, die später beim MDR ansässig wurde. Bekannte weitere Features von ihm sind: "Heut' iss in Pankow Wochenmarkt" (Rundfunk der DDR 1977), "So spricht des Leben: Die Welt ist mein – Der Wiederaufbau der Dresdner Semper-Oper" (1979), "Wenn Du hier rauskommst, vergiß uns nicht – Häftlinge des Zuchthauses Bautzen" (Sachsen Radio 1991).

Alle Sendungen aus der Reihe "Wirklichkeit im Radio" finden Sie hier.

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