Feature, vom 30.03.2019, 18:05 Uhr

Reihe: Wirklichkeit im RadioDer dicke Lipinski

Momentaufnahmen vom Frühling und Herbst des Jahres ‘89
Das Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde  (dpa/Patrick Pleul)
Das Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde (dpa/Patrick Pleul)

Der "dicke Lipinski" arbeitet im Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde. Er ärgert sich über das, was nicht klappt und macht sich Gedanken über die Zukunft der Energieversorgung. Er ist ein guter Genosse. Sein Porträt soll zum 40. Jahrestag der DDR gesendet werden. Das war der Plan. Doch die Ereignisse des Jahres 1989 erschüttern sowohl den Protagonisten als auch die Autorin: "Ich beendete die Aufnahmen in der bis jetzt größten Krise unseres Landes, die zu seiner geworden ist und auch zu meiner."


Der dicke Lipinski
Momentaufnahmen vom Frühling und Herbst des Jahres ‘89
Feature von Sieglinde Scholz-Amoulong
Regie: die Autorin
Ton: Wolfgang Masthoff
Produktion: Rundfunk der DDR 1989
Länge: 51’05


Sieglinde Scholz-Amoulong, geboren 1945 in Friedland bei Breslau, lernte Chemielaborantin, studierte Schauspiel an der Filmhochschule Babelsberg, hatte danach ein Theaterengagement in Brandenburg. Ab 1981 war sie fest angestellte Autorin und Regisseurin beim Rundfunk der DDR. In dieser Zeit enstanden zahlreiche Stücke, darunter: "Diagnose: Dringender Kinderwunsch" (1980) und "Die Besteigung einer grossen Windpfeife" (1983). Das Feature "Frau Tussi" über eine Werkleiterin im VEB Treffmodelle (1986) wurde ausgezeichnet mit dem Kunstpreis des FDGB. Das Porträt einer Kleinstadt "Die Leute von Ummerstadt" (1986) erhielt eine Lobende Erwähnung beim Prix Italia. In den 1990er-Jahren arbeitete Scholz-Amoulong freiberuflich für den ARD-Hörfunk und Deutschlandradio: "Was ist hier Schuld und was ist hier Sühne? Ein Kriminalfall" (SFB 1993, ausgezeichnet mit dem Goldenen Kabel); "Ich bin ein misslungenes Lehrerkind. Die Geschichte einer Sucht" (DLR Berlin, 2003).

Alle Sendungen aus der Reihe "Wirklichkeit im Radio" finden Sie hier.

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