Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Dienstag, 21.08.2018
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 02.09.2015

Reihe UN-Millenniumsziele Ziel 1: Ernährung

Von Jenny Genzmer und Martin Hartwig

Podcast abonnieren
Zwei Hände nehmen Reis aus einem Reissack. (picture alliance / dpa / Foto: Mika Schmidt)
Reis als Nahrungsmittel in der Demokratischen Republik Kongo: Obwohl der Anteil unterernährter Menschen weltweit zurückgegangen ist, haben insgesamt noch immer knapp 800 Millionen Menschen zu wenig zu essen. (picture alliance / dpa / Foto: Mika Schmidt)

Der Anteil unterernährter Menschen in den Entwicklungsländern ist seit 1990 um beinahe die Hälfte zurückgegangen, von mehr als 23 Prozent auf fast 13 Prozent. Dennoch sind es noch immer knapp 800 Millionen Menschen, die zu wenig zu essen haben.

1990 lebte fast die Hälfte der Bevölkerung der Entwicklungsländer von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Dieser Anteil ist 2015 auf 14 Prozent gesunken.

"Die Frage ist, wie adäquat die 1,25 US-Dollar sind?"

Tobias Hauschild, Hilfsorganisation Oxfam.

"Also, aus unserer Sicht sind 1,25 US-Dollar sehr wenig und die Frage ist: Wo genau ist das passiert? Man sieht, dass weltweit der Fortschritt in dieser Frage sehr ungleich verteilt ist."

"Das ist eine der ganz großen Fortschritte dieser Agenda…"

Thomas Silberhorn, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

"…wenn man genauer hinsieht, muss man zugeben, das ist vor allem durch die Anstrengungen in China und Indien erreich worden, in Subsahara sind noch einige Anstrengungen zu unternehmen."

"China hat den größten Sprung gemacht"

Die Zahl der Erwerbstätigen, die der Mittelschicht angehören – nach UN-Definition die, die von mehr als vier Dollar pro Tag leben – hat sich von 1991 bis 2015 fast verdreifacht.

Diese Gruppe macht heute in den Entwicklungsregionen fast die Hälfte der Erwerbsbevölkerung aus, gegenüber 18 Prozent im Jahr 1991.

"China hat den größten Sprung gemacht, das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Afrika noch viele Probleme haben, in Subsahara Afrika ist die absolute Zahl der Hungernden sogar nicht gestiegen."

Der Anteil unterernährter Menschen in den Entwicklungsregionen ist seit 1990 um beinahe die Hälfte zurückgegangen, von über 23 Prozent in den Jahren 1990-

1992 auf fast 13 Prozent in den Jahren 2014-2016.

"Der  Hintergrund ist, dass  eine bewegungsarme Lebensweise unterstellt wird. Es hungert nur derjenige, der täglich weniger als 1800 Kilokalorien zu sich nimmt. Das heißt, wenn sie sechs Monate hungern, fallen sie schon nicht unter die Kategorie."

Knapp 800 Millionen Menschen gelten derzeit als unterernährt.

Mehr zum Thema

Unsere Reihe zu den UN-Millenniumszielen

Brasiliens Kampf gegen Unterernährung - Rund 36 Millionen Menschen hungern nicht mehr
(Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 23.06.2015)

Entwicklungshilfe - "Manchmal wie Sisyphos"
(Deutschlandradio Kultur, Tacheles, 14.12.2013)

Hunger durch Gier
(Deutschlandradio Kultur, Weltzeit, 27.11.2012)

Zeitfragen

Ökologisch WickelnDie Windeln und der lästige Müll
In Windeln und Gummistiefeln laufen zwei kleine Mädchen in Berlin auf dem Platz zwischen Bundeskanzleramt und Reichstag herum. (dpa / picture alliance / Stephanie Pilick)

Einweg-, Mehrweg- oder gar keine Windel? Mit Plastik oder ohne? Eine Frage der Praktikabilität, der Kosten und der Nachhaltigkeit. Unser Autor Gerhard Richter ist Vater zweier Wickelkinder und mittendrin in der Problemzone Windeln.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur