Freistil, vom 29.03.2020, 20:05 Uhr

Reihe ,Leibkultur - Vom Körper' (5/5)Waschbrettbauchträume

Von Hilde Regeniter

Sie springen uns an von Plakaten und aus Hochglanzmagazinen: perfekte Körper. Schlank und in Form sein ist schön. Doch übertriebene Fitness kann den Körper auch krank machen. Ein weites Feld zwischen Spaß und Sportmanie.

Ein Sportler spannt seine Rückenmuskulatur an  (imago/Ikon Images)
Fitnesskult zwischen Wahn und Sinn (imago/Ikon Images)

Der Weg zu Waschbrettbauch und perfekter Figur ist steinig. Er führt über Laufbänder, Marathonrouten und Kraftparcours, und manche fallen unterwegs vom Trimmrad. Andere werden sportsüchtig oder erkranken gar an Sportbulimie.

Viele Menschen verlegen ihre Freizeit komplett ins Fitnessstudio. Sie streben das Ideal eines perfekten Körpers an, einem Heilsversprechen, das von den Werbeplakaten langsam ins Unterbewusstsein gedrungen ist. Die Discounterisierung der Fitness und Nischenangebote wie spezielle Studios für Schöne und Reiche oder für muslimische Frauen verstärken den Effekt.

Schon in der Antike wünschte man sich einen gesunden Geist in einem gesunden Körper. Vor dem Hintergrund der Industrialisierung entwickelte sich die Turnbewegung. Heute liegen Gesundheits- und Entspannungssportarten wie Yoga im Trend. Gute Fitness - schlechte Fitness?

Reihe ,Leibkultur - Vom Körper' (5/5)

Waschbrettbauchträume
Fitnesskult zwischen Wahn und Sinn
Von Hilde Regeniter

Regie: Uta Reitz
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2010

Das Auge dominiert die Welt. Eine Welt der Äußerlichkeiten. Ist das heutige Selfie- und Instagram-Zeitalter nicht eine neue Periode der körperlichen Determiniertheit und Unfreiheit? 
Auf der Suche nach Selbstoptimierung und äußerlicher Perfektion entstehen mehr Scham, mehr Komplexe und weniger Körperlichkeit. Aber die neuen Körperwelten bieten auch neue Chancen und unerwartete Möglichkeiten. Freistil beschäftigt sich im März 2020 in fünf Folgen mit der aktuellen "Leibkultur".

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