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Lesart / Archiv | Beitrag vom 06.06.2016

Reihe: "Gebrauchsanweisung"Reisetipps für Israel und Palästina

Martin Schäuble im Gespräch mit Joachim Scholl

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Politikwissenschaftler, Journalist und Sachbuchautor: Martin Schäuble im Haus von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio / Manuel Czauderna)
Politikwissenschaftler, Journalist und Buchautor: Martin Schäuble zu Besuch beim Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio / Manuel Czauderna)

Der Politologe Martin Schäuble hat eine "Gebrauchsanweisung" für das Reisen in Israel und Palästina verfasst. Für Menschen, die dort Land und Leute kennenlernen wollen, hat er vor allem eine Empfehlung: zuhören.

Für das Reisen holt man sich oftmals Anregungen aus Büchern. Eine besondere Form von Reise-Ratgebern hat der Piper-Verlag aufgelegt, mit seinen "Gebrauchsanweisungen" für alle möglichen Länder. Über 100 Bände gibt es schon, zum Teil auch verfasst von Schriftsteller wie Ilja Trojanow, Antje Ravic Strubel oder Christian Kracht.

Jetzt gibt es eine neue "Gebrauchsanweisung": für Israel und Palästina. Geschrieben hat das Buch Martin Schäuble. Der noch junge Politikwissenschaftler hat unter anderem in Israel studiert, mit seiner Familie eine zeitlang in Ramallah gewohnt und inzwischen mehrere Bücher über die Region publiziert.

Der Konflikt ist allgegenwärtig

Israel und Palästina: Das ist für Schäube "wunderschöne Reiseregion" und "sehr brutale Konfliktregion" zugleich. Beides mit ins Buch zu packen sei für ihn die große Herausforderung gewesen, sagte er im Deutschlandradio Kultur. Schäuble liebt vor allem Jerusalem, Palästina preist er als untouristisch und deswegen noch außergewöhnlich authentisch an.

Der Felsendom in Jerusalem, aufgenommen am 18.07.2010. Im Vordergrund ist Stacheldraht zu sehen. Der Felsendom ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Jerusalems sowie eines der Hauptheiligt (dpa / picture-alliance / Marius Becker )Felsendom in Jerusalem: Das Bild zeigt das ganze Drama der Region, die viel für Reisende zu bieten hat, zugleich aber auch immer wieder in Terror und Gewalt versinkt (dpa / picture-alliance / Marius Becker )

Insgesamt rät er zum "Zuhören" beim Reisen - der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sei allgegenwärtig und auch immer wieder Gesprächsthema. Wer mitdiskutieren wolle, könne das gern tun, müsse dann aber damit rechnen, für mindestens zwei Stunden beschäftigt zu sein, warnt er.

Auch an extreme Situation hat Schäuble gedacht und gibt Tipps - unter anderem für das Verhalten bei Raketenalarm und den Bunkerbesuch.

Martin Schäuble: Gebrauchsanweisung für Israel und Palästina
Piper-Verlag, München 2016
224 Seiten, 14,99 Euro

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