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Interview / Archiv | Beitrag vom 18.04.2015

"#regrettingmotherhood"-DebatteFrauen müssen auch bereit sein, Verantwortung abzugeben

Martin Rosowski vom "Bundesforum Männer" im Gespräch mit Ute Welty

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Ein Zusatzschild eines Verkehrsschildes zeigt in Berlin eine Familie mit Kinderwagen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
"Liebe Mütter, ihr habt auch Partner!" meint Martin Rosowski vom Bundesforum Männer (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

In der Debatte um die neuen Rollen von Müttern und Vätern sieht der Vorsitzende des Bundesforums Männer, Martin Rosowski, auch die Frauen in der Verantwortung: Viele pflegten den Muttermythos, Frauen könnten Kindererziehung besser als Männer.

Überforderte Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen - daran ist vor allem der herrschende "Müttermythos" schuld, der von den Frauen verlange, sich aufgrund ihrer "vermeintlich natürlichen Begabung" für Pflege und Kindererziehung für die Familie aufzuopfern, meint Martin Rosowski, Vorsitzender des Bundesforums Männer und Geschäftsführer der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland. Allerdings seien auch Frauen an der Herstellung dieses Mutter-Mythos beteiligt, dass sie das einfach ein bisschen besser könnten als Männer.

Heutige Väter wollen Verantwortung übernehmen

Natürlich müsse man es ernst nehmen, Frauen über Überforderung in ihrer Rolle als Mutter, Ehefrau und Erwerbstätige klagten, sagte Rosowski. "Aber: Bitte, liebe Mütter, Ihr habt auch Partner! Es sind Männer da, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dann bitte auch ein bisschen abgeben!" Es gebe derzeit eine Generation von Vätern, die aktiver sei als alle Männergenerationen zuvor. "Wir erleben sehr selbstbewusste, sehr engagierte und auch aktive Väter, die ihr Engagement mit den Kindern auch ein ganzes Stück selbstbestimmt organisieren können."

Mehr zum Thema:

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