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Samstag, 15.12.2018
 
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Kulturnachrichten

Montag, 24. September 2018

Regisseur Ottokar Runze gestorben

Gebürtiger Berliner wurde 93 Jahre alt

Der Film- und Theaterregisseur Ottokar Runze ist tot. Der mehrfach preisgekrönte Filmproduzent starb am Samstag im Kreis seiner Familie in Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern, wie ein Sprecher seiner Familie am Montag mitteilte. Der 93-Jährige hatte mit Filmen wie "Im Namen des Gesetzes" und "Der Lord vom Barmbeck" (1974) unter anderem zwei Deutsche Filmpreise und einen Silbernen Bären gewonnen. Der gebürtige Berliner hatte bis zuletzt noch Lesungen in Neustrelitz bestritten.

"Star Wars"-Produzent Gary Kurtz gestorben

Filmemacher wurde 78 Jahre alt

Der US-Produzent Gary Kurtz ist tot. Bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur George Lucas. Beiden gelang 1973 der Durchbruch mit "American Graffiti". Diesen Erfolg setzten Kurtz und Lucas mit den ersten Star-Wars-Filmen fort. Kurtz war Produzent für den Blockbuster "Krieg der Sterne" und drei Jahre darauf für "Das Imperium schlägt zurück" - dieser Film kam 1980 in die Kinos. Später produzierte Kurtz weitere Filme auch ohne Lucas, darunter "Der dunkle Kristall", "Slipstream" und "Ein ehrenwerter Diebstahl". Chewbacca-Darsteller Peter Mayhew schrieb auf Twitter: "Ein großartiger Filmemacher und Mensch ist gestorben. Du wirst in den Filmen, die du gemacht hast und die das Leben von Millionen beeinflusst haben, in Erinnerung bleiben." Gary Kurtz starb im Alter von 78 Jahren in London, wie seine Familie mitteilte.

Bewerbungsstart für Kulturhauptstadt 2025

Kandidaten kommen aus Deutschland und Slowenien

Die Kultusministerkonferenz hat in Deutschland das Rennen um den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2025 eröffnet. In sieben Jahren sollen eine deutsche und eine slowenische Stadt den Titel tragen. Interessierte Städte können sich bis Ende September 2019 bewerben. Interesse haben bereits Nürnberg, Magdeburg, Hannover, Chemnitz, Pforzheim, Dresden, Magdeburg und Zittau bekundet. Ende 2020 soll dder Sieger bekanntgegeben werden. Gleichzeitig können sich Städte in Slowenien bewerben, eine Kulturhauptstadt in ihrem eigenen Land zu stellen. Die Initiative der Kulturhauptstädte Europas gibt es seit 1985. Die erste war Athen.

Stiftung für Grass-Archiv in Göttingen gegründet

Verleger Steidl und Uni Göttingen unterzeichneten Stiftungsvertrag

Um die Pflege und Nutzung des Günter-Grass-Archivs in Göttingen dauerhaft zu sichern, hat der Verleger Gerhard Steidl eine Treuhandstiftung in Trägerschaft der Universität Göttingen errichtet. Die "Günter Grass Archiv Göttingen Stiftung" soll gewährleisten, dass die Bestände des Archivs langfristig zu wissenschaftlichen sowie zu Bildungszwecken zur Verfügung stehen. Eine Treuhandstiftung ist eine nicht rechtsfähige Stiftung, die durch einen Vertrag zwischen dem Stifter und dem Treuhänder oder Träger errichtet wird. Über die Höhe des Stiftungsvermögens gab es keine Angaben. Das Archiv, das im Juni 2015 - zwei Monate nach dem Tod von Grass - eröffnet wurde, beherbergt Material, das in der rund 30-jährigen Zusammenarbeit von Grass und Steidl entstanden ist. Der Verleger besitzt die Weltrechte am Werk des Nobelpreisträgers.

Michael Kors übernimmt offenbar Kontrolle bei Versace

Versace-Belegschaft soll morgen informiert werden

Der Modekonzern Michael Kors schluckt Insidern zufolge das legendäre italienische Modelabel Versace. Michael Kors habe eine Vereinbarung zur Übernahme der Kontrolle bei Versace unterzeichnet, eine offizielle Ankündigung werde diese Woche folgen, sagten drei mit der Sache vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Versace werde dabei mit mindestens zwei Milliarden Dollar bewertet. Die Familie Versace und und der Finanzinvestor Blackstone als Teilhaber wollten sich nicht äußern. Zuvor hatte die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, Donatella Versace, die Schwester von Firmengründer Gianni, habe für Dienstag ein Treffen der Belegschaft anberaumt.

Räuberrad steht wieder vor Berliner Volksbühne

Theater-"Label" wurde restauriert

Das berühmte Räuberrad steht wieder auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Berliner Volksbühne. Das vom Schweizer Bildhauer Rainer Haußmann nach Plänen von Bert Neumann gebaute Rad sei mehr als ein halbes Jahr restauriert worden, erklärte die Senatskulturverwaltung. Die Behörde stellte die Kosten von 25.000 Euro. Das Speichenrad mit den Beinen war in der Ära von Frank Castorf auch auf Programmheften und den beliebten Streichholzschachteln der Volksbühne zu sehen. Das stilisierte Rad mit Beinen sollte an die sogenannten Gaunerzinken erinnern, mit denen sich Räuber untereinander in einer gezeichneten Geheimsprache verständigten. Für die Volksbühne stand das Rad über Jahrzehnte auch für das Rebellische und Aufrührerische der Theatermacher.

Robert Schumann bekommt in Düsseldorf ein Museum

Ehemaliges Wohnhaus des Komponisten soll in zwei Jahren eröffnet werden

Der Ausbau der bisherigen Gedenkstätte für Robert Schumann (1810-1856) in Düsseldorf zu einem Museum ist beschlossene Sache. Etwa im Oktober 2020 solle der über drei Millionen Euro teure Umbau eines ehemaligen Wohnhaus des Musikers beendet sein, erklärte die Stadt. Schumann lebte von 1850 bis 1854 in Düsseldorf. Das Haus in der Bilker Straße 15 ist das einzige, in der historischen Bausubstanz erhaltene Wohnhaus der Familie Schumann. In der Ausstellung sollen Notenblätter, Handschriften, Briefe und Programmzettel gezeigt werden, die bislang nur selten oder gar nicht zu sehen waren. Einzelne Räume sollen dem Komponisten, der in Düsseldorf Städtischer Musikdirektor war, seiner Frau Clara und den Kindern gewidmet sein.

Bill Cosby: Strafmaß im Missbrauchsprozess erwartet

Cosby droht 30-jährige Haftstrafe

Im Missbrauchsprozess gegen den früheren US-Fernsehstar Bill Cosby wird voraussichtlich am Montag das Strafmaß verkündet. Der 81-Jährige war im April von einem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania für schuldig befunden worden, im Jahr 2004 eine Frau durch Medikamente bewusstlos gemacht und sich dann an ihr vergangen zu haben. Cosby droht eine 30-jährige Haftstrafe. Er könnte also den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Cosby wird von etwa 60 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, doch sind die meisten Fälle verjährt. Der Komiker war früher in seiner Rolle als gutmütiger Arzt und Familienvater in der "Cosby Show" einer der beliebtesten TV-Stars des Landes.

TV-Reality wirbelt in Serbien die Politik durcheinander

Nach Kritik am Format könnte Kultusminister Vladan Vukosavljevic sein Amt verlieren

Die serbische TV-Reality-Show "Zadruga" (Genossenschaft) sorgt für politische Unruhe. Nachdem Kultusminister Vladan Vukosavljevic das beliebte Format wegen seiner "verbalen und körperlichen pornografischen Inhalte" gerügt hatte, wackelt jetzt dessen Stuhl, berichteten serbische Medien am Sonntag. Er habe bei seiner Kritik wissen müssen, "dass er am Ende den Kürzeren zieht", schrieb die größte Zeitung "Blic". Auch die Regierungszeitung "Politika" berichtete, der Minister habe die "politische Macht" des ausstrahlenden Senders "Pink" falsch eingeschätzt. Der hatte zuvor den Minister als "oberflächlichen Dummkopf" bezeichnet. Innenminister Nebojsa Stefanovic distanzierte sich am Sonntag von seinem Ministerkollegen.

Steinmeier ruft zu gesellschaftlichem Dialog auf

Bundespräsident: "Gruppen ziehen gegeneinander in den Kulturkampf"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum gesellschaftlichen Dialog und zur Stärkung der Demokratie aufgerufen. Die zwischen den verschiedenen Lebenswelten im Land entstandenen Mauern, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt "inzwischen für alle spürbar im Wege stehen", müssten überwunden werden, sagte Steinmeier laut Redemanuskript bei der Veranstaltung "Deutschland spricht" des Nachrichtenportals "Zeit online" in Berlin. Es müsse mehr darüber gesprochen werden, was gut sei in diesem Land. Aus gesellschaftlichen Haarrissen seien tiefe Gräben geworden. Auf deutschen Straßen zeigten sich Wut und Protest, Hass und Gewaltausbrüche. "Wir erleben Dauerempörung, eine sozialmoralische Rage, mit der Gruppen regelrecht gegeneinander in den Kulturkampf ziehen", führte Steinmeier aus: "Und wir erleben sogar, dass dabei die Existenzberechtigung des Anderen in Abrede gestellt wird." Die Verächtlichmachung der demokratischen politischen Ordnung als "System" sei dabei in der Regel ein Frontalangriff auf die liberale Demokratie und ihre Institutionen.

Robert Seethaler mit Rheingau-Literatur-Preis geehrt

Auszeichnung ist mit 111 Flaschen Riesling dotiert

Der österreichische Schriftsteller Robert Seethaler ist in Geisenheim für sein jüngstes Werk "Das Feld" mit dem Rheingau-Literatur-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Der Roman zeichne sich durch seinen "unverwechselbaren Erzählton und die Selbstverständlichkeit eines literarischen Umgangs mit dem Tod" aus, begründete die Jury ihre Wahl. Der Preis ist mit 11.111 Euro und 111 Flaschen Rheingau-Riesling dotiert. Der Rheingau-Literatur-Preis wurde zum 25. Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Ulla Berkéwicz, Thomas Lehr, Robert Gernhardt, Ralf Rothmann, Ursula Krechel, Josef Haslinger, Sasa Stanisic und im vergangenen Jahr Ingo Schulze.

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