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Thema / Archiv | Beitrag vom 15.02.2010

Regisseur beklagt Medienberichterstattung über Haiti

Raoul Peck: Menschen geben sich nicht auf

Ein zerstörtes Haus in Port-au-Prince - ein Teil der Medienberichterstattung nach dem Erdbeben (AP)
Ein zerstörtes Haus in Port-au-Prince - ein Teil der Medienberichterstattung nach dem Erdbeben (AP)

Der haitianische Filmregisseur Raoul Peck hat sich kritisch zu Berichten über sein Heimatland geäußert. Wenn man die Presse verfolge, denke man, Haiti leide ständig unter großen Katastrophen, sagte Peck.

Aber das Land sei so lebendig, es sei so viel los, und die Leute gäben nicht auf. "Die Ärmsten müssen jeden Tag für ihr Leben kämpfen und trotzdem erziehen sie ihre Kinder. Haiti hat, ich weiß nicht, wie viele Ärzte produziert, Ingenieure, überall in der Welt gibt es Haitianer", betonte Peck, der von 1996 bis 1997 haitianischer Kulturminister war und dessen Spielfilm "Moloch Tropical" bei der diesjährigen Berlinale gezeigt wird.

Ferner verwies Peck auf die frühe Unabhängigkeit Haitis 1804: "Es ist die erste - wie man sagt - 'Negerrepublik', das erste Mal in der ganzen Geschichte der Menschheit, dass Sklaven sich gegen die Kolonialherren erhoben und eine Nation bilden. Das gibt es nirgendwo anders."


Das vollständige Gespräch mit Raoul Peck können Sie bis zum 15.7.2010 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/02/15/drk_20100215_0910_82637ccb.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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