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Kulturnachrichten

Sonntag, 13. Dezember 2020

Regierungskritischer Journalist im Iran hingerichtet

Im Iran ist der bekannte regierungskritische Journalist Ruhollah Sam hingerichtet worden. Der frühere Betreiber einer Online-Protest-Plattform war zum Tode verurteilt worden, weil er 2017 zu regierungsfeindlichen Unruhen aufgerufen haben soll, meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur Nur. Sam war jahrelang im Exil. 2019 erklärten die Revolutionsgarden, sie hätten den Regierungskritiker gefasst. Am Dienstag hatte das Oberste Gericht des Iran Sams Todesurteil bestätigt. Der Sohn eines reformorientierten schiitischen Geistlichen hatte das Portal "Amadnews" geleitet, das mehr als eine Million Follower hatte. Sam hatte in Frankreich politisches Asyl erhalten und sich auch in anderen europäischen Ländern aufgehalten. Die iranische Regierung hat wiederholt im Exil lebende Regierungskritiker beschuldigt, Proteste und Unruhen in der Islamischen Republik zu schüren.

Schriftsteller John le Carré mit 89 Jahren gestorben

Der britische Schriftsteller John le Carré ist tot. Das teilte seine Agentur in London mit. Vor seinem Leben als Autor war John le Carré Diplomat. Außerdem arbeitete er für die britischen Geheimdienste MI5 und MI6. Seit den 1960er Jahren schrieb er Spionageromane. Einige der bekanntesten: "Der Spion, der aus der Kälte kam", "Der Nachtmanager" und "Dame, König, As, Spion". Viele seiner Bücher wurden auch verfilmt. Gestern starb der 89-jährige John le Carré an einer Lungenentzündung.

Einhard-Preis geht an Comic-Autor Tardi

Der französische Comic-Autor Jacques Tardi erhält den mit 10 000 Euro dotierten Einhard-Preis 2021. Geehrt werde der 74-Jährige für die dreibändige Biografie seines Vaters "Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag II B", teilte die Einhard-Stiftung mit. Mit dem Preis erinnert die 1998 gegründete Stifung an Einhard, den Berater und Biografen Karls des Großen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen die Autorin Margot Friedlander und der Publizist Joachim Fest.

Bayern zeichnet unabhängige Verlage aus

Zehn unabhängige Verlage erhalten die "Verlagsprämie des Freistaates Bayern 2020". Sie wird zum ersten Mal vergeben und ist mit jeweils 5.000 Euro verbunden, teilte das bayrische Kunstministerium mit. Damit solle das große Engagement der Independent-Verlage gewürdigt werden. Die Prämien werden demnach unter anderem für ein überzeugendes Verlagsprofil und Publiktationsvorhaben vergeben. Bewerben konnten sich unabhängige Verlage in Bayern mit belletristischem Schwerpunkt und einem Umsatz bis zu einer Million Euro. Die Jury habe sich beeindruckt gezeigt von der großen Bandbreite der Einreichungen, heißt es.

Deutscher Kulturrat fordert weitere Hilfen

Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch fordert der Deutsche Kulturrat zusätzliche Hilfen für die Kultur. Dieser drohe eine weitere Verschärfung der "seit Monaten extrem angespannten Situation", teilte der Spitzenverband der Bundeskulturverbände mit. Geschäftsführer Zimmermann sagte, die Not sei sehr groß. Betroffen seien die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft genauso wie die öffentlichen Kultureinrichtungen und die soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstler. Der Kulturrat verlangt, erneut eine Milliarde Euro für die Kulturbranche bereitzustellen.

Der Country-Star Charley Pride ist gestorben

Die Country-Legende Charley Pride ist tot. Wie seine Familie und sein Produzent mitteilten, starb er im Alter von 86 Jahren in Dallas. Zwischen den 60er- und 80er-Jahren hatte er eine Vielzahl von Hits gelandet. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker zeigten sich bestürzt. "Charley, wir werden dich immer lieben", bekundete etwa Dolly Parton ihre Trauer. Pride wurde am 18. März 1934 in Sledge im Bundesstaat Mississippi geboren. In einer kinderreichen Familie half er schon früh auf den Baumwollfeldern aus, die sein Vater gepachtet hatte. Als erster Afroamerikaner wurde Pride in die" Country Music Hall of Fame" aufgenommen. Bis spät in die 80er-Jahre brachte er Dutzende von Alben heraus. Zu seinen bekanntesten Hits gehören "Kiss An Angel Good Morning" oder "Please Help Me I'm Falling".

Paula Beer gewinnt Europäischen Filmpreis

Die Schauspielerin Paula Beer hat den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin gewonnen. Die 25-Jährige wurde für ihre Rolle im Liebesdrama "Undine" ausgezeichnet, wie die Europäische Filmakademie am Samstagabend in Berlin bekanntgab. Als bester Film wurde die Tragikomödie "Der Rausch" prämiert. Der Film des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg gewann insgesamt vier Auszeichnungen. Neben Drehbuch und Regie wurde auch Darsteller Mads Mikkelsen ausgezeichnet. Er spielt einen Lehrer, der mit anderen Männern ein Experiment wagt: Sie wollen sich konstant betrinken, um die Möglichkeiten von Alkohol auszutesten.

Regisseur Tverdovskiy gewinnt beim Filmfestival Cottbus

Beim diesjährigen Filmfestival Cottbus (FFC) hat der russische Regisseur Ivan I. Tverdovskiy zum dritten Mal den Hauptpreis gewonnen. Nach den Filmen "Corrections Class" (2014) und "Zoology" (2016) erhielt er am Samstag die Auszeichnung für "Conference". Der Film ist eine Reflexion über die Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater von 2002. Das Werk sei "wie eine Naturgewalt", begründete die internationale Jury unter anderem ihre Wahl. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Spezialpreis für die beste Regie ging an den polnischen Regisseur Piotr Domalewski für "I never cry". Der Streifen erzählt die Geschichte der 17-jährigen Ola, die den Leichnam ihres in einem Containerhafen tödlich verunglückten Vaters nach Polen überführen muss. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

Neuer Batman ist ein Afroamerikaner

Der US-amerikanische Verlag DC Comics hat die Veröffentlichung eines neuen Batman-Comics angekündigt. Zum ersten Mal wird der Superheld ein Afroamerikaner sein, eine Figur mit dem Namen Tim Fox. Die Handlung spielt in einer dystopischen Zukunft, in der der ursprüngliche Batman getötet wird und Tim Fox seine Stelle einnimmt. Autor der Geschichte ist der Drehbuchautor des Films "Twelve Years A Slave", John Ridley. Der Comic soll schon im Januar auf dem US-Markt erscheinen. Mit Tim Fox als neuem Batman sind noch mindestens drei weitere Episoden geplant, die im Laufe des kommenden Jahres veröffentlicht werden sollen.

Bundeszentrale bekommt neue Stellen

Die Bundeszentrale für politische Bildung bekommt für den Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im kommenden Jahr 59 neue Stellen. Das teilte das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Übersicht des Bundestags-Haushaltsausschusses mit. Aktuell liege die Zahl bei 310 Stellen. Zwei der neuen Stellen seien dem Kampf gegen Verschwörungstheorien im Kontext der Proteste gegen die Corona-Beschränkungen vorbehalten. Die Aufstockung folgt den Empfehlungen des Kabinettausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus, der am 25. November einen umfangreichen Maßnahmenkatalog verabschiedet hatte. Der Bundeszentrale für politische Bildung stehen im kommenden Jahr 105,5 Millionen Euro zur Verfügung - plus anteiliger Mittel aus dem Maßnahmenkatalog des Kabinettausschusses von insgesamt 150 Millionen Euro.

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