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Kulturnachrichten

Montag, 18. Mai 2015

Reger Andrang beim Internationalen Museumstag

Tausende nutzen Angebote der Häuser

Beim Internationalen Museumstag haben in Deutschland erneut zahlreiche Museen ihren Besuchern Kunst und vieles mehr gezeigt. Rund 1800 Häuser hatten sich laut Deutschem Museumsbund für die 38. Ausgabe am Sonntag angemeldet, praktisch so viele wie im Vorjahr. Bei meist freiem Eintritt gab es Sonderführungen, Workshops, Aktionen und Vorträge. Das Motto in diesem Jahr lautete "Museum.Gesellschaft. Zukunft." Bundesweit gibt es rund 6500 Museen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte bei der bundesweiten Eröffnung in Darmstadt: "Die Kultur ist für die Gesellschaft das, was für den Einzelnen die Erinnerung ist." Bouffier ist als derzeitiger Bundesratspräsident Schirmherr des Museumstages.

Ausgerufen wird der Museumstag jährlich im Mai weltweit vom Internationalen Museumsrat (ICOM). Damit soll auf die Bedeutung und Vielfalt der Ausstellungshäuser aufmerksam gemacht werden.

Abschied von Wuppertaler Opern-Intendant

Japanischer Dirigent Kamioka geht vorzeitig

Die Stadt Wuppertal will ihrem umstrittenen Opernintendanten und Generalmusikdirektor Toshiyuki Kamioka einen versöhnlichen Abschied bereiten. Kamioka habe das Wuppertaler Orchester "zu neuen Höhenflügen" gebracht und an der Oper hochwertige Produktionen präsentiert, sagte Oberbürgermeister Peter Jung in Wuppertal. "Ob man das Modell mag oder nicht, alle Hauptrollen waren auf den Punkt besetzt." Der japanische Dirigent gibt seine beiden Ämter zum Ende der Spielzeit 2015/16 vorzeitig ab. Kamioka verteidigte sein umstrittenes Bühnenkonzept. Er habe viel Kritik bekommen, aber Qualität präsentieren können. Kamioka hatte erst zur Spielzeit 2014/15 die Opernintendanz übernommen. Er führte einen heftig kritisierten Stagione-Betrieb ohne festes Ensemble mit Gastsängern und zügig wechselnden Blockaufführungen ein. Ab der Spielzeit 2016/17 kommt der derzeitige Operndirektor in Darmstadt, Berthold Schneider, nach Wuppertal. Er soll einen Kurswechsel vollziehen und wieder mit einem Ensemble arbeiten.

Alfred-Kerr-Darstellerpreis für Gala Winter

Zwei Preise gehen nach Hamburg

Die Schauspielerin Gala Winter ist zum Abschluss des 52. Berliner Theatertreffens mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet worden. Die 24-Jährige vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde vom diesjährigen Kerr-Preis-Juror, dem Schauspieler Samuel Finzi, aus dem Kreis der zum Festival eingeladenen Künstler ausgewählt. Der Kerr-Preis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers ist mit 5000 Euro dotiert.

Winter wurde mit der begehrten Auszeichnung für ihre Rolle der "Frida Foldal" in Karin Henkels Ibsen-Inszenierung "John Gabriel Borkman" geehrt. Zuvor war bereits eine andere Schauspielerin aus der Hamburger Ibsen-Inszenierung mit einem Theatertreffen-Preis ausgezeichnet worden: Die 34-jährige Lina Beckmann nahm für ihre Darstellung der Ella den mit 10 000 Euro dotierten 3sat-Preis für eine besonders innovative Leistung entgegen.

Beim 52. Theatertreffen wurden zweieinhalb Wochen lang die bemerkenswertesten Inszenierungen der Saison gezeigt. Zum Abschluss stand am Sonntagabend Frank Castorfs Brecht-Inszenierung "Baal" vom Residenztheater München auf dem Programm. Die Inszenierung sollte in Berlin ein allerletztes Mal gezeigt werden. Weitere Aufführungen hat die Brecht-Erbin wegen des ihrer Ansicht nach zu massiven Eingriffs in den Originaltext gerichtlich stoppen lassen.

Brüder-Grimm-Archiv im Internet

37 000 Schriftstücke digitalisiert

Mehrere Zehntausend Briefe und Dokumente der Brüder Grimm sind im Internet offen zugänglich. Wie die Universität Kassel mitteilte, wurden gemeinsam mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg mittlerweile rund 37 000 Schriftstücke aus dem Nachlass der Familie Grimm digitalisiert. Die Originalunterlagen hatte das Hessische Staatsarchiv 1947 vom Urenkel Wilhelm Grimms, Marco Plock, erhalten. Der schriftliche Nachlass umfasste mehr als fünf Regalmeter aus der Zeit zwischen 1698 und 1949. Die Universität Kassel hatte 2012 die bundesweit erste Professur eingerichtet, die sich mit Leben und Werk der Sprachwissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm auseinandersetzt.

Märchen-Stiftung vergibt Europäischen Märchenpreis

Auszeichnung geht an Berliner Wissenschaftlerin

Die Berliner Theaterpädagogin und Erzählforscherin Kristin Wardetzky erhält den Europäischen Märchenpreis 2015. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr am 24. September in Münsterschwarzach überreicht, teilte die Märchen-Stiftung Walter Kahn in Volkach mit. Mit dem Preis werde das Engagement der 72-Jährigen für die Wirkmacht des Erzählens von Märchen und Mythen geehrt. Die Forscherin habe mit Langfrist-Projekten in Berliner Schulen beeindruckend gezeigt, wie lebendiges Erzählen die Sprachfähigkeit und Integration bei Migranten- Kindern fördere, so die Stiftung. Seit 2007 ist die gebürtige Thüringerin Vorsitzende des von ihr gegründeten Vereins "Erzählkunst". 2010 initiierte Wardetzky den Kurs "Künstlerisches Erzählen" an der Universität der Künste Berlin, wo sie von 1993 bis 2007 am Institut für Theaterpädagogik lehrte.

Amsterdamer Reichsmuseum ist "Europäisches Museum des Jahres"

Jury würdigt umfangreiche Modernisierung.

Der Umbau des Reichsmuseums sei außerordentlich gut gelungen, befand die Jury des Europäischen Museumsforums und lobte: "Die atemberaubende Restauration originaler Wandbilder, die elegante Neuplatzierung seiner weltberühmten Gemälde, die neuen historischen Galerien, die alle Sammlungen integrieren, den neuen Pavillon für Asiatische Kunst und die neue Mittelalter-Gallerie- mit all dem werden der Umfang und die Tiefe der Sammlungen eindringlich gefeiert."

Das 1885 erbaute Rijksmuseum war im April 2013 nach einer zehn Jahre langen Umbauphase wiedereröffnet worden. Sie dauerte sechs Jahre länger und koste mit 375 Millionen Euro rund 30 Prozent mehr als geplant. Das Museum ist vor allem für seine Sammlung alter holländischer Meister berühmt. Weltbekanntes Glanzstück ist "Die Nachtwache" von Rembrandt.

Mit dem "European Museum of the Year Award" wird jährlich ein neu eröffnetes oder umfassend neu gestaltetes Museum ausgezeichnet.

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