Razzia beim "Zentrum für politische Schönheit" nach Aktion gegen AfD

    Millionen AfD-Flyer in einem Müllcontainer.
    Das "Zentrum für Politische Schönheit" hatte Millionen AfD-Flyer vernichtet. © www.imago-images.de/A. Friedrichs
    14.01.2022
    Eine Wohnung und ein Atelier der Satire- und Politikinitiative "Zentrum für politische Schönheit" sind am Donnerstagmorgen von der Berliner Polizei durchsucht worden. Dabei ging es um eine Aktion des Zentrums, bei der die AfD im Wahlkampf 2021 hinters Licht geführt worden war. Das "Zentrum für politische Schönheit" hatte die AfD getäuscht und im Herbst Millionen Informationsflyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, um sie angeblich zu verteilen. Später wurden die Flyer zerstört. Die AfD sprach damals von einem "erheblichen Schaden für die Demokratie" und kündigte eine Anzeige an. Die Polizei durchsuchte nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Fälschung beweisrelevanter Daten und beschlagnahmte mehrere Datenträger wie Smartphones oder Computer. Es sei "ein schwarzer Tag für die Kunstfreiheit in Deutschland", kommentierte die Initiative die Razzia auf Twitter.