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Echtzeit | Beitrag vom 11.07.2020

Rausch und ExzessEnde der Party - Ende der Sichtbarkeit?

Moderation: Katja Bigalke

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Eine menschenleere Bar ist im Club "Harry Klein" in München zu sehen. (picture alliance / Sven Hoppe / dpa)
Bar ohne Menschen in einem Münchner Club: Gefeiert wird woanders - und anders. (picture alliance / Sven Hoppe / dpa)

Trotz aller Lockerungen: Von Ausschweifungen sind wir in der Pandemie allerdings noch weit entfernt. Das hat Folgen für das Feiern, den Fortbestand von Clubs, Kunst und Kunstbetrieb - und die Eventkultur insgesamt. Ein Thema, vier Facetten.

Wir haben es in den vergangenen Monaten alle zu spüren bekommen: Corona wirft uns auf uns selbst und den engsten Familienkreis zurück. Ok, inzwischen können wir wieder Freunde im Park treffen, mit etwas Glück einen Tisch im Restaurant-Außenbereich ergattern und mit Online-Reservierung ein Museum besuchen.

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Aber von der exzessiven Ausschweifung, vom Feiern im Club, vom Netzwerken bei informellen Begegnungen sind wir weit entfernt. Für die einen ist das "nur" Freizeitspaß, der eingeschränkt ist, für die anderen möglicherweise existenzbedrohend. Denn in Bereichen wie zum Beispiel der Kunst gilt: Bin ich nicht mehr sichtbar, bin ich nicht mehr da.

Eventkultur ohne Events?

Was passiert dann? Was bedeutet diese Unsichtbarkeit für noch nicht etablierte Künstler? Was lassen sich Galeristen als Ersatz für die Vernissage einfallen? Was passiert mit unseren Städten, die jahrzehntelang auf "Eventisierung" getrimmt wurden, wenn dort keine Events mehr stattfinden?

Und schließlich ein Blick in die internationale Clubszene: Dort ist die Party nämlich nicht zu Ende. Dort werden die Clubgänger plötzlich ganz anders sichtbar.

Fazit

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