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Kulturnachrichten

Dienstag, 5. April 2016

Rapper Everlast verbietet Trump seine Songs

Auf Twitter pöbelt Everlast gegen den US-Präsidentschaftsanwärter

Nach Neil Young, die Band R.E.M und Adele hat nun auch der Rapper Everlast dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump untersagt, seine Musik im Wahlkampf einzusetzen. Das meldete Spiegel Online. Konkret geht es um den 90er Jahre-Titel "Pack it up, pack it in / Let me begin, I came to win". Die Maßnahme hatte Everlast vorab in Tweets angekündigt: "Hey Donald Trump, hör auf, meinen Song 'Jump around' auf deinen Versammlungen zu spielen, du Stück Scheiße. Die Unterlassungserklärung kommt, du Drecksack."

Argentinier gewinnt spanischen Alfaguara-Literaturpreis

Ausgezeichnet wird Eduardo Sacheri für einen unveröffentlichte Roman

Der argentinische Schriftsteller Eduardo Sacheri hat den diesjährigen spanischen Alfaguara-Literaturpreis gewonnen. Der Historiker und Hochschuldozent erhalte die Auszeichnung für seinen noch unveröffentlichten Roman "La noche de la usina" (Die Nacht der Fabrik), teilte die Jury in Madrid mit. Der Alfaguara-Preis ist mit 154 000 Euro dotiert und gehört zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen der spanischsprachigen Welt. Sacheri hatte das Drehbuch für den erfolgreichen argentinischen Spielfilm "In ihren Augen" geschrieben. Auf Deutsch erschien von ihm eine Sammlung von Fußball-Geschichten unter dem Titel "Die Hand Gottes und andere Tangos".

Lettischer Dirigent Nelsons erhält Dresdner Musik-Preis

Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert

Der lettische Dirigent Andris Nelsons erhält den diesjährigen Preis der Dresdner Musikfestspiele. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung werde ihm für sein Engagement zur Vermittlung klassischer Musik verliehen und für seine stetige Nachwuchsförderung, teilten die Musikfestspiele in Dresden mit. Nelsons bringe dem Publikum klassische Werke nicht bloß als Relikte der Vergangenheit nahe, sondern als Teil der Gegenwart. Der "Glashütte Original MusikFestspielPreis 2016" wird am 6. Mai bei Nelsons' Gastspiel mit dem Boston Symphony Orchestra in der Dresdner Frauenkirche übergeben. Die Dresdner Musikfestspiele finden unter dem Motto "Zeit" vom 5. Mai bis 5. Juni statt. Nelsons ist seit 2014 Music Director des Boston Symphony Orchestra. Ab der Spielzeitsaison 2017/18 wechselt er als Kapellmeister des Gewandhausorchesters nach Leipzig.

Bildhauer Thomas Schütte eröffnet eigenes Museum

"Ich wollte etwas Bleibendes schaffen"

Der international renommierte Bildhauer Thomas Schütte hat in Neuss bei Düsseldorf seine eigene Ausstellungshalle bauen lassen. An diesem Sonntag wird die ultramoderne ovale Halle mit gebogenem Dach und 610 Quadratmeter Ausstellungsfläche eröffnet. Sie beruht auf eigenen Modellen Schüttes. "Ich wollte etwas Bleibendes schaffen", sagte der mehrfache Documenta-Teilnehmer und Gewinner des Goldenen Löwen 2005 der Biennale Venedig der Deutschen Presse-Agentur. Schütte hatte zuvor nach eigenen Angaben eine Stiftung gegründet, in die er seine 18 "Frauen-Skulpturen" einbrachte sowie sechs weitere Großskulpturen. Mit dem Geld aus dem Verkauf der sechs Skulpturen seien die Baukosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro bestritten sowie der Betrieb für die nächsten vier bis fünf Jahre gesichert worden. Zweimal im Jahr sollen in Schüttes Halle in unmittelbarer Nachbarschaft der Langen Foundation und der Raketenstation Hombroich Ausstellungen gezeigt werden. Den Auftakt macht eine Schau mit Werken des italienischen Arte Povera-Künstlers Mario Merz. Seine eigenen Werke will Schütte im Keller lagern und auch ausstellen.

Privates Essl-Museum in Österreich macht dicht

Bundesregierung wollte sich nicht an der Finanzierung beteiligen

Das Essl-Museum im österreichischen Klosterneuburg bei Wien stellt nach dem Scheitern einer staatlichen Finanzierung seinen Betrieb ein. Die Familie Essl habe den Bau des Museums und alle laufenden Kosten für Betrieb und Ausstellungen 17 Jahre lang aus eigenen Mitteln finanziert. "Dies ist nun leider nicht mehr möglich", sagte Karlheinz Essl, dessen Baumarktkette baumax in finanzielle Schieflage geraten war, zur Schließung des Hauses zum 1. Juli. Die Sammlung Essl, die rund 7000 Werke vor allem der Nachkriegskunst in Österreich umfasst, bleibe von der Schließung unberührt, sagte Karlheinz Essl. Das Museum werde weiterhin als Depot für die Werke genutzt. Die österreichische Bundesregierung hatte es abgelehnt, sich an den Kosten des Museums zu beteiligen.

Astrid-Lindgren-Preis 2016 geht an Meg Rosoff

Auszeichnung gilt als Nobelpreis der Kinder- und Jugendliteratur

Die amerikanisch-britische Jugendbuchautorin Meg Rosoff bekommt den Astrid-Lindgren-Preis 2016. "Sie lässt keinen Leser unberührt", begründete Jury-Chefin Boel Westin die Wahl in Stockholm. In funkelnder Prosa schreibe sie über die Suche nach Sinn und Identität. Der Astrid-Lindgren-Preis gilt als Nobelpreis für Kinder- und Jugendliteratur. Mit fünf Millionen schwedischen Kronen (540 000 Euro) ist die Auszeichnung die weltweit höchstdotierte in diesem Bereich. 2015 hatte die südafrikanische Organisation Praesa den Preis für ihre Rolle bei der Leseförderung von Kindern bekommen.

156 Romane für Deutschen Buchpreis eingereicht 

Deutsche Verlage haben die Hälfte der Tirtel vorgeschlagen

Der beste deutschsprachige Roman wird in diesem Jahr unter mehr als 150 Titeln ermittelt. Für den Deutschen Buchpreis haben 98 Verlage 156 Neuerscheinungen ins Rennen geschickt. 72 Häuser kommen aus Deutschland, jeweils 13 aus Österreich und der Schweiz. Dies teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mit. Der zur Frankfurter Buchmesse am 17. Oktober verliehene Preis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Die Jury kürt den Sieger in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Dem Sieger winkt neben 25 000 Euro auch ein Platz auf der Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr gewann Frank Witzel für seinen Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" den Preis.

BR-Symphonieorchester verdoppelt Abo-Zahlen

Grund ist der neue Chefdirigent Mariss Jansons

Die Abonnenten-Zahlen für Konzerte des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks haben sich seit Amtsantritt von Chefdirigent Mariss Jansons mehr als verdoppelt. Seit der Saison 2003/04 sei die Zahl der Abonnenten von 4589 auf 10 286 gestiegen, teilte das Orchester am Dienstag in München mit. In der laufenden Saison liegt die Auslastung bei 91 Prozent. "Wir sind an der Obergrenze", sagte Orchestersprecher Peter Meisel. Jansons, der 2003 als Nachfolger von Lorin Maazel zum Münchner Orchester kam, hat seinen Vertrag im vergangenen Jahr bis 2021 verlängert.

Rolling-Stones-Ausstellung in London eröffnet

Saatchi Gallery zeigt 500 Privat-Exponate der Band

"Exibitionismus: The Rolling Stones" heißt eine Ausstellung, die die vier Bandmusiker gestern Abend in London eröffnet haben. Frontmann Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood und Charlie Watts waren auf den roten Teppich der renommierten Saatchi Gallery für zeitgenössische Kunst gekommen, wo die Ausstellung von diesem Dienstag an zu sehen ist. Gezeigt werden über 500 Exponate aus den Privatbeständen der Band: ausgefallene Kleidungsstücke, mit denen die Musiker in den vergangenen fünf Jahrzehnten auf der Bühne erschienen, Instrumente, Tagebücher sowie Audio- und Videomaterial.

"Star Wars"-Sprecher Erik Bauersfeld gestorben

Stimme von Admiral Ackbar wurde 93 Jhre alt

Der "Star Wars"-Veteran Erik Bauersfeld, der in der Sternenkriegersaga der Rebellenfigur Admiral Ackbar seine Stimme lieh, ist tot. Wie sein Manager dem Branchenblatt "Hollywood Reporter" mitteilte, starb der Radioproduzent und Profisprecher in seinem Haus im nordkalifornischen Berkeley. Er wurde 93 Jahre alt. Bauerfeld hatte 1983 in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" neben Ackbar auch die Figur Bib Fortuna vertont. Im vorigen Jahr kehrte er für den Blockbuster "Star Wars: Das Erwachen der Macht" noch einmal ans Mikrofon zurück. Ackbars Satz "It's a Trap!" (Es ist eine Falle!) zählt zu den bekannten Sprüchen aus der "Jedi-Ritter"-Folge. Bauersfeld wirkte auch an den Filmen "A.I.: Künstliche Intelligenz" und "Crimson Peak" mit.

Stuhl von Harry-Potter-Autorin wird versteigert

Auf dem Sitzmöbel entstanden die ersten zwei Bände

Der Stuhl, auf dem Erfolgsautorin J.K. Rowling saß, als sie die beiden ersten Harry-Potter-Bände schrieb, kommt erneut unter den Hammer. Onlinegebote vor der morgigen Auktion in New York lagen bereits bei 65.000 US-Dollar (etwa 57.000 Euro), teilte das Auktionshaus Heritage Auctions mit. Der Eichenstuhl stammt aus den 30er Jahren. Sie habe ihn 1995 als alleinerziehende Mutter in einer Sozialwohnung im schottischen Edinburgh mit drei weiteren nicht zusammenpassenden Stühlen geschenkt bekommen, schrieb Rowling in einem Brief, den sie der ersten Versteigerung beigelegt hatte. Die 50-Jährige hatte den Stuhl bereits 2002 für eine Wohltätigkeitsorganisation gestiftet. 2009 wurde er dann erneut für 29.117 Dollar versteigert.

Bonn und Bern zeigen Kunstwerke aus Gurlitt-Nachlass

Zeitgleiche Ausstellungen sollen im Winter eröffnet werden

Kunstwerke aus dem Nachlass des umstrittenen Sammlers Cornelius Gurlitt sollen im kommenden Winter in zeitgleichen Ausstellungen in Bonn und in Bern gezeigt werden. Das Gemeinschaftsprojekt werde den aktuellen Forschungsstand zum "Schwabinger Kunstfund" präsentieren und zur Transparenz beitragen, kündigten die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum in Bern in einer gemeinsamen Mitteilung an. Die Bonner Ausstellung soll auch dazu beitragen, weitere Hinweise zu noch offenen Provenienzen von Werken der Sammlung zu finden. Auch werde an Schicksale der von den Nazis verfolgten Kunstsammler und ihrer Sammlungen erinnert werden. Gurlitts Vater Hildebrand war einer der wichtigsten Kunsthändler der Nazis. Daher besteht der Verdacht, dass einige Stücke seiner Sammlung Raubkunst sein könnten. Eine Taskforce konnte allerdings lediglich in fünf Fällen eindeutig NS-Unrecht nachweisen. Zwei dieser Bilder - Max Liebermanns «Zwei Reiter am Strand» und die «Sitzende Frau» von Henri Matisse - wurden inzwischen an die rechtmäßigen Erben übergeben.

Andersen-Preis für deutsche Kinderbuch-Illustratorin

Rotraut Susanne Berner bebilderte über 80 Kinderbücher

Der Hans-Christian-Andersen-Preis, die renommierteste internationale Auszeichnung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur, geht in diesem Jahr in der Kategorie Illustration an die deutsche Grafikerin Rotraut Susanne Berner. Die Zeichnerin illustrierte über 80 Kinderbücher und nahezu 800 Buchumschläge und wurde dafür mehrfach prämiert, zuletzt mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Berner ist unter anderem für ihre jahreszeitlichen "Wimmelbücher", ihre "Karlchen"-Bücher und Illustrationen für andere Autoren bekannt. Den Hans-Christian-Andersen-Preis in der Kategorie Autor vergibt die international besetzte Jury an den Chinesen Cao Wenxuan. Die 1948 in Stuttgart geborene Grafik-Designerin Berner ist freischaffend tätig und nach Erich Kästner (1960), James Krüss (1968), Klaus Ensikat (1996), Wolf Erlbruch (2006) und Jutta Bauer (2016) die sechste deutsche Trägerin des Andersen-Preises.

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