Freistil, vom 26.12.2017, 14:05 Uhr

Quilombos Brasiliens einstige Sklavendörfer heute

Von Karl-Ludolf Hübener

Millionen Afrikaner wurden ins koloniale Brasilien verschleppt und versklavt. Viele flüchteten in unzugängliche Regenwälder oder an die Stadtränder. Sie gründeten Wehrdörfer, Quilombos genannt. Ursprünglich ein Synonym für Flucht und Widerstand, steht Quilombo bis heute für Gemeinden afrikanischen Ursprungs.

Man sieht die Häuser eines kleinen brasilianischen Dorfes, die zu einer Quilombo, eine Gemeinde von aus der Sklaverei geflohenen Schwarzen, gehören könnte. (dpa / picture alliance / Sandra Gätke)
Quilombo ist eine Gemeinde von aus der Sklaverei geflohenen Schwarzen in Brasilien. (dpa / picture alliance / Sandra Gätke)

Mehrere tausend Quilombos existieren noch, verstreut über ganz Brasilien.

Den Nachfahren der Sklaven setzen heutzutage landgierige Großgrundbesitzer oder Immobilienhaie zu. Allen Widrigkeiten zum Trotz versuchen die Quilombolas ihre Kultur und Traditionen zu bewahren, ob in der Küche, in der naturschonenden Landwirtschaft, in der Candomblé-Religion oder mit Jongo-Rhythmen, den Vorläufern der Samba.

Produktion: Dlf 2017

Quilombos - Brasiliens einstige Sklavendörfer heute (PDF)

Quilombos - Brasiliens einstige Sklavendörfer heute (Textversion)

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