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Dienstag, 13.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. Mai 2018

Publizist Ed Stuhler gestorben

Er veröffentlichte Arbeiten über Erich und Margot Honecker

Der Publizist, Kabarett- und Featureautor Ed Stuhler ist tot. Er verstarb am vergangenen Freitag, wie seine Tochter gegenüber Deutschlandfunk Kultur mitteilte. Ed Stuhler wurde 1945 in Schönebeck/Elbe geboren. Der ursprünglich gelernte Gummifacharbeiter und Chemieingenieur studierte in den 70er Jahren Kultur- und Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seither arbeitete er als freischaffender Publizist, Buch- und Theaterautor und schrieb unter Anderem Lied- und Kabaretttexte für Gisela May und Arno Schmidt. Er war außerdem als Hörfunk- und Featureautor für die ARD und den Deutschlandfunk tätig. Als Buchautor beschäftigte er sich mit der Aufarbeitung der DDR- Geschichte und veröffentlichtein den letzten Jahren zum Besipiel diverse Arbeiten über Erich und Margot Honecker.

Morgan Freeman der sexuellen Belästigung beschuldigt

"Ich entschuldige mich bei jedem, der sich unwohl oder nicht respektiert gefühlt hat - das war nie meine Absicht."

Mindestens acht Frauen haben den US-amerikanischen Schauspieler Morgan Freeman beschuldigt, sie an Film-Sets oder im Rahmen von Promo-Events sexuell belästigt zu haben, wie CNN heute berichtete. Das Medienunternehmen habe dazu mit 16 Menschen im Rahmen einer investigativen Story über den 80-jährigen Schauspieler gesprochen. Manche Opfer berichteten dabei auch von ungebührlichem Verhalten seinerseits in seiner eigenen Produktionsfirma "Revelation Entertainment". Morgan Freeman hat sich mittlerweile wie folgt zu den Anschuldigungen geäußert: "Jeder, der mich kennt oder mit mir zusammengearbeitet hat, weiß, dass ich niemand bin, der absichtlich jemanden beleidigen würde oder bewusst jemandem ein ungutes Gefühl bereiten wollte. Ich entschuldige mich bei jedem, der sich unwohl oder nicht respektiert gefühlt hat - das war nie meine Absicht.", heißt es in einem veröffentlichten Statement. Vertreter von Freeman und seiner Produktionsfirma haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. CNN berichtete zudem, dass acht Menschen sich selbst als Opfer sexueller Belästigung bzw. ungebührlichen Verhaltens betrachten und dass acht weitere dem Sender gegenüber bekundet haben, das dem Schauspieler vorgeworfene Fehlverhalten bezeugen zu können. Aber es gebe laut CNN auch andere Quellen, die bestreiten, solch ein Verhalten von Morgan Freeman jemals mitbekommen zu haben. Diese wiederum beschreiben den Schauspieler als professionell sowohl am Set als auch im Büro.

Sicherheit: Streit um Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf

Die Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 überschattet das geplante Konzert

Das geplante Open-Air-Konzert von Ed Sheeran in Düsseldorf wird zum Politikum. Der britische Popstar soll am 22. Juli auf dem Messeparkplatz der Stadt auftreten. Erwartet werden mehr als 80.000 Besucher. Der Platz soll zu diesem Zweck umfunktioniert werden. Mit Blick auf die Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 in Duisburg werden jedoch Sicherheitsbedenken laut. Die CDU-Stadtratsfraktion brachte am Donnerstag scharfe Kritik an Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) vor. Man habe erst aus den Medien von einer Sondersitzung am 13. Juni erfahren, in der über eine Baugenehmigung entschieden werden solle. "Wir wollen nicht unter massivem Zeitdruck über ein Riesen-Event für 84.000 Besucher entscheiden, das dann schon sechs Wochen später stattfindet", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Gutt. "Daher fordern wir auch eine Stellungnahme von der Stadtspitze zu Zeitplan und Kosten."

Katholischer Jugendbuchpreis für Wolk und Kollmann

Darf eine Lüge ausgesprochen werden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Die amerikanische Autorin Lauren Wolk und die Übersetzerin Birgitt Kollmann haben den 29. Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz erhalten. Die Auszeichnung wurde am Donnerstagabend im Bonner Haus der Geschichte für das Buch «Das Jahr, in dem ich lügen lernte» verliehen.. Die Jury wählte das Buch aus 280 Titeln aus. «Diese Geschichte erschüttert», begründete Medienbischof Gebhard Fürst die Entscheidung. Sie verdeutliche, dass es Dinge gebe, «die wir nicht fassen können, die wir nicht in der Hand haben, die wir nicht verhindern können, so sehr wir uns anstrengen mögen und dabei die besten Absichten haben». Die Protagonistin gebe trotzdem nicht auf und lerne, mit der Liebe und dem Rückhalt ihrer Familie «mutig und aufrecht durchs Leben zu gehen». Der Roman handelt von der elfjährigen Farmerstochter Annabelle, die im Jahr 1943 mit Gerüchten, Vorurteilen, Mobbing und Lügen umgehen muss. Sie erlebe, dass «Intrigen so hinterhältig und perfide gesponnen sein können, dass die Wahrheit und die Gerechtigkeit keine Chance haben», hieß es. Eine zentrale Frage des Buches sei: «Darf eine Lüge ausgesprochen werden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen?»

Pläne für Spreepark werden vorgestellt

Der einzige Vergnügungspark der DDR soll wiederbelebt werden

Mit Installationen, Theateraufführungen und Ausstellungen soll der im Dornröschenschlaf liegende Berliner Spreepark wiederbelebt werden. Nach Jahren des Stillstands auf dem riesigen Areal in Berlin-Treptow stellt Umweltsenatorin Regine Günther am Freitagvormittag die Pläne für den einstigen DDR-Vergnügungspark vor. Auch die landeseigene Grün Berlin GmbH wird dabei sein, die Anfang 2016 das 23 Hektar große Gelände an der Spree übernommen hatte. Vorausgegangen war ein Bürgerdialog für den verwilderten Park mit seinen verfallenen Attraktionen. 2001 war er geschlossen worden, nachdem der Betreiber pleite gegangen war. Das Gelände mit Riesenrad und Achterbahn verfiel zusehends, 2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Der «Kulturpark Plänterwald» war der einzige Vergnügungspark der DDR. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden und zog Millionen Besucher an.

Martin Roth Symposium: "Was kann Kultur leisten?"

22./23. Juni 2018 im Kraftwerk Berlin

Martin Roth war einer der innovativsten und einflussreichsten Museumsleiter der Welt, ein streitbarer Intellektueller, ideenreicher Kulturpolitiker und engagierter Bürger. Ein Jahr nach seinem Tod lädt das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Freunde, Weggefährten und internationale Experten dazu ein, Impulse für eine Neuausrichtung der auswärtigen Kulturpolitik zu setzen. Im Mittelpunkt des Symposiums stehen neue Herausforderungen wie trans- und internationale Kulturarbeit, Kooperation auch in schwierigen Zeiten und in anstrengenden Partnerschaften; aber auch die Frage nach dem „Nationalen im kulturellen Erbe, die Rolle von "disobedient objects", von Design im gesellschaftlichen Kontext und nicht zuletzt die Herausforderungen der Digitalisierung für die Kulturarbeit.

Cottbuser Staatstheater: Stiftungs-Chef muss gehen

Die Krise am Staatstheater hat weitere Konsequenzen

Der Vorstandsvorsitzende der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) Martin Roeder wird fristlos gekündigt. Das geht aus einer Stellungnahme des Stiftungsrates hervor. Als Grund wurde ein "zerstörtes Vertrauensverhältnis" zwischen dem Gremium und Roeder genannt. Mit der Kündigung Roeders verliert das Theater seine gesamte bisherige Führungsriege. Erst kürzlich war Intendant Martin Schüler zurückgetreten. Hintergrund sind Mobbing-Vorwürfe des Ensembles gegen den noch amtierenden Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ.

Zittau bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas 2025

Titel wird jährlich an zwei Städte vergeben

Zittau will sich mit der Dreiländer-Region Oberlausitz um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 bewerben. "Wir haben große und potente Mitbewerber. Aber wir sind stark, wenn wir zusammenarbeiten", sagte Oberbürgermeister Thomas Zenker. In den kommenden Monaten soll ein Konzept erarbeitet werden. Unterstützung erhält Zittau vom Landkreis Görlitz, den Städten in der Oberlausitz sowie von den Nachbarn in Tschechien und Polen. Außerdem gibt es einen Kooperationsvertrag mit dem slowenischen Nova Gorica. Auch diese Stadt bewirbt sich um den Titel. Er wird jährlich von der Europäischen Union an zwei Städte verliehen.

Richters Pendel-Installation ab Juni in Münster

Der Maler schenkte der Stadt das Kunstwerk

Das Kunstwerk "Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel" von Gerhard Richter ist ab dem 17. Juni in Münster für die Öffentlichkeit zugänglich. Das teilte die Stadt Münster mit. Richter, der als einer der einflussreichsten lebenden Künstler der Welt gilt, schenkt die Installation der Stadt, wie er Ende letzten Jahres bekannt gab. Das Werk des deutschen Malers und Bildhauers besteht aus einem 35 Kilogramm schweren Foucaultschen Pendel, das an einem 29 Meter langen Seil in der entweihten Dominikanerkirche in der Stadtmitte hängt. Es zeigt die Erdrotation. Vier sechs Meter hohe Glastafeln, die paarweise vor den Wänden angebracht sind, reflektieren die Bewegung des Pendels im Kirchenraum. Zuletzt hatte Richter 18 seiner Bilder an das Land Nordrhein-Westfalen gespendet, um Wohnungen für Obdachlose zu finanzieren.

Sprachassistent: Briten können mit Alexa beten

Programm der Kirche soll auch auf Apple und Google ausgeweitet werden

Der Sprachassistent von Amazon, Alexa, kann in Großbritannien nun auch beten. Möglich macht das ein neuer Dienst der Kirche von England. Auf Kommando liest Alexa das Gebet des Tages vor, betet ein Morgen- oder Abendgebet oder spricht einen Segen vor einer Mahlzeit. Außerdem kann Alexa Fragen zur Taufe beantworten, kennt sich mit Hochzeiten aus und weiß über Beerdigungen Bescheid. Der Sprachassistent ist auch in der Lage, die nächste Kirche in der Nähe zu finden. Die Kirche von England plant, das Angebot auch für die Sprachassistenten von Google und Apple zu starten.

Jean-François Parot gestorben

Der französsiche Schrifsteller erfand den Polizeikommissar Nicolas Le Floch

Der französische Diplomat und Schriftsteller Jean-François Parot ist im Alter von 71 Jahren gestorben, wie französische Medien melden. Als Diplomat publizierte Parot einige Schriften zum Thema Ressourcenverteilung bzw. Überfluss und Mangel von Nahrungsmitteln in verschiedenen Ländern. Als Romanautor erfand er Nicolas Le Floch, einen Polizeikommissar im Paris des 18. Jahrhunderts. Dieser besteht fiktive Abenteuer, welche aber immer reale historische Personen und Geschehnisse mit einbeziehen. Die Romane unter dem Titel Nicolas Le Floch wurden auch verfilmt.

Spanischer Literaturpreis für Fred Vargas

Französische Krimiautorin erhält Prinzessin-von-Asturien-Preis

Die französische Krimiautorin, Historikerin und Archäologin Fred Vargas wird in diesem Jahr mit dem renommierten spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur ausgezeichnet. Die 60-Jährige, eine der meistgelesenen Autorinnen Frankreichs, sei von einer Jury unter 35 Kandidaten aus 21 Ländern ausgewählt worden, teilte die Stiftung in Oviedo mit. Die Originalität der Handlungen, die Ironie mit der Vargas ihre Charaktere beschreibe und ihre überbordende Fantasie eröffneten dem Leser völlig neue literarische Horizonte, hieß es zur Begründung. Die angesehenen Prinzessin-von-Asturien-Preise sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt und werden alljährlich in acht Sparten vergeben. Frühere Preisträger der Sparte Literatur waren etwa Amos Oz, Paul Auster und der am Dienstag gestorbene Philip Roth.

Adoptivsohn verteidigt Woody Allen

Missbrauchsvorwürfe gegen den Oscarpreisträger seien erfunden

Moses Farrow hat seinen Adoptivvater Woody Allen gegen Missbrauchsvorwürfe von seiner Schwester Dylan Farrow in Schutz genommen. Allen werde in der Öffentlichkeit für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen habe, schreibt Farrow in einem Blogeintrag. Er sei an dem Tag des angeblichen Missbrauchvorfalls im August 1992 als 14-Jähriger an der Seite seiner jüngeren Schwester gewesen, schreibt Moses Farrow in dem Blog. Darin weist er Dylans Ausführungen über die Umstände der von ihr beschriebenen Belästigung als erfunden ab. Zugleich machte er seiner Adoptivmutter Mia Farrow Vorwürfe, die Schauspielerin habe ihn und andere seiner vielen Geschwister misshandelt. Seit Jahren wirft Dylan Farrow ihrem Vater Woody Allen vor, sie missbraucht zu haben. Der vierfache Oscar-Preisträger hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die Polizei ermittelte, es kam aber nicht zu einer Anklage. Allen verlor allerdings das Sorgerecht für die Kinder, Dylan, Moses und Ronan, die er gemeinsam mit Mia Farrow hat.

"Me too": Mauser von Beethovenfest ausgeladen

Der Konzertpianist wurde wegen sexueller Nötigung verurteilt

Das Bonner Beethovenfest wird ohne den Konzertpianisten und Musikvermittler Siegfried Mauser stattfinden. Die Intendantin des Beethovenfest Nike Wagner gab bekannt, dass sein Engagement aufgehoben wurde. Grund dafür sind die Vorwürfe wegen sexueller Nötigung gegen den früheren Präsidenten der Münchener Musikhochschule. Siegfried Mauser war vor einigen Tagen wegen sexueller Nötigung in mehreren Fällen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Software entziffert historische Handschriften

Mehr als 10000 Benutzer seit 2016

Mit Hilfe der öffentlich zugänglichen Software "Transkribus" können historische Schriften elektronisch entschlüsselt werden. Auf der gleichnamigen Internetseite kann jeder das passende Werkzeug herunter- und eigene Dokumente oder Bilder privat hochladen. Mehr als 10 000 Benutzer aus aller Welt haben sich seit dem Start des EU-Projekts 2016 registriert. Der Brief vom Großvater könne allerdings noch nicht auf Knopfdruck transkribiert werden, sagte Projektleiter Günter Mühlberger von der Universität Innsbruck. Voraussetzung sei nämlich, dass das Dokument ausreichend viele Seiten habe: Das Programm könne eine Handschrift erst nach rund 100 Seiten entziffern. "Je mehr Benutzer, je mehr Daten, desto besser können die Maschinen lernen", so Mühlberger. An der Plattform arbeiten 13 Partner aus ganz Europa. Mitte 2019 endet das von der EU mit 8,2 Millionen Euro geförderte Projekt.

China: Keine Auskunft zu Liu Xia

Künstlerin steht seit acht Jahren unter Hausarrest

Chinas Premier Li Keqiang hat ausweichend auf Forderungen nach einer Ausreise von Liu Xia, der Witwe des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, reagiert. Ohne konkret auf eine Frage nach dem Schicksal der unter Hausarrest stehenden Fotografin und Dichterin einzugehen, sagte der chinesische Regierungschef Li Keqiang nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Merkel in Peking allgemein, beide Seiten sprächen auch über Einzelfälle. "Auch Humanität liegt uns am Herzen", sagte Li. In dem Menschenrechtsdialog versuchten beide Seiten, in gegenseitigem Respekt auch Problemfelder aufzuzeigen und "mit gegenseitigem Verständnis zu angemessenen Lösungen zu kommen", sagte Chinas Premier. Die 59-jährige Liu steht seit acht Jahren praktisch unter Hausarrest in Peking, ist zunehmend depressiv und möchte nach Deutschland ausreisen. Ihr Mann, der Bürgerrechtler Liu Xiaobo, war vor einem Jahr in Haft an Leberkrebs gestorben. Die Bundesregierung hat sich mit den USA wiederholt für eine Ausreise von Liu Xia nach Deutschland eingesetzt - bisher ohne Erfolg.

NFL-Hymnenstreit: Stehen oder in Kabine bleiben

US-Football-Profiliga verbietet knieenden Protest gegen Rassismus

Spieler der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL müssen künftig während des Abspielens der Nationalhymne stehen oder bis zum Ende des Rituals in der Kabine bleiben. Auf diese Regelung haben sich am Mittwoch die Besitzer der Teams bei einem Treffen in Atlanta geeinigt. Hintergrund der Entscheidung ist eine Protestwelle von mehreren NFL-Profis, die während der Hymne das Knie gebeugt hatten, um auf Polizeigewalt gegen Schwarze und Ungleichheit Aufmerksam zu machen. US-Präsident Trump hatte die Spieler dafür beschimpft und die Liga zum Handeln aufgefordert. Spielern, die sich gegen die neue Regelung widersetzen, drohen ab der kommenden Spielzeit Strafen. Vertreter der Spielergewerkschaft waren bei der Versammlung nicht anwesend und kündeten Protest an.

Nicolaus Schafhausen verlässt Kunsthalle Wien vorzeitig

Wirkungsmächtigkeit von Kulturinstitutionen steht in Frage

Überraschender Abgang: Nicolaus Schafhausen, seit 2012 Direktor der Kunsthalle Wien, legt seinen Posten vorzeitig nieder. Seinen Schritt zum 31. März 2019 begründete der 1965 geborene Düsseldorfer politisch: "In der derzeitigen nationalistischen Politik in Österreich und der europäischen Situation sehe ich die Wirkungsmächtigkeit von Kulturinstitutionen wie der Kunsthalle Wien für die Zukunft infrage gestellt." Es bedürfe in Zeiten etwa rechtspopulistischer Bewegungen eines wesentlich stärkeren Rückhalts vonseiten der unabhängigen staatlichen Institutionen und Verwaltungen für Kulturinstitutionen. Bevor er die Kunsthalle Wien übernahm, hatte Schafhausen die Galerie Lukas & Hoffmann gegründet, leitete das Künstlerhaus Stuttgart und war Direktor des Frankfurter Kunstvereins. 2006 kam Schafhausen an das Witte de With Center Rotterdam. Er kuratierte zweimal den deutschen Beitrag zur Biennale in Venedig.

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